Beiträge zum Stichwort: Azure Ray

[Album] Maria Taylor - Overlook

41p2mol53kl_sl500_aa300_Bei der Musik von Azure Ray handelt es sich wohl eher um eine Art Schnittmenge der Vorlieben von Maria Taylor und Bandkollegin Orenda Fink: Das letztjährige Comebackalbum des Duos „Drawing Down The Moon” war eine blasse Folkpop-Angelegenheit und wäre auch schon wieder vergessen, würde das Infoschreiben nicht darauf aufmerksam machen. Dabei werden parallel die jeweiligen Solokarrieren der beiden Freundinnen immer spannender: Der brütende Opener „Masterplan” von Taylors neuem Album „Overlook” steigert sich in ein Schlagzeug-dominiertes Rockstück, das dem unbedarften Hörer, der sich auf netten Dreampop eingestellt hat, links und rechts Backpfeifen verpasst. „Overlook” hat eine Reihe guter Songs zu bieten, die zwischen Folk, Rock und Pop ständig das Gewicht verlagern. Merken wir uns.

“Overlook” ist bereits bei Affairs Of the Heart/Indigo erschienen.

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Azure Ray - Drawing Down The Moon

azure-rayDie neuen Abenteuer von Sepia und Weichzeichner: Orenda Fink und Maria Taylor haben sich nach sieben Jahren Auszeit wieder als Azure Ray zusammengefunden. “Drawing Down The Moon” ist dabei mehr Rückbesinnung als Fortschreibung. Ein stets etwas unfertig vor sich hinklopfender Beat gibt den Takt für zwei ineinander verschränkte Stimmen, ein musikalisches Flimmern, Grummeln und Beben: erlaubt ist, was nicht trennscharf ist. Der jeweilige Solo-Output der beiden Damen war dagegen unvermutet ziemlich abwechslungsreich. Das letzte Maria-Taylor-Album “Lady Luck” bot sehr beherzte Popmusik, Orenda Fink experientierte mit haitianischen Mystizismus. Den atemleisen Progfolk von Azure Ray lässt das alles kalt. Taylor und Fink haben mutmaßlich eine deutlich vorgefertigtere Meinung, wie Azure Ray zu sein hat, als ihre Hörer. Sie können auch anders, sie wollen nur nicht mehr. “Drawing Down The Moon” ist ein bezauberndes Album, aber beileibe kein spannendes. In Äther erstarrte Regenmusik für Herbst und Winter, zu schön um warm zu sein.

“Drawing Down The Moon” ist bereits bei Saddle Creek/Cargo Records erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Maria Taylor - Lady Luck

41ptw7apmhl_sl500_aa240_Als eine Hälfte des Damenduos Azure Ray, pflegte Maria Taylor einen ätherischen Folkpop, mit dem sie sich immerhin in das Herz Conor Obersts hauchte. Ihre Soloalben klingen um einiges beherzter, Taylor kann ihre Stimme erheben - und sie klingt auch über Flüsterlautstärke bezaubernd. „Lady Luck” hat eine überaus positive Ausstrahlung, keine Spur von Regenwetter, das man bei Azure Ray immer im Hintergrund den Rhythmus vorzugeben vermutete - ein ähnlich unbeschwerter Charakter wie ihn frühere Juliana-Hatfield-Platten besaßen. Alte Bekannte wie Andy LeMaster von ihrer anderen Band „Now It’s Overhead” durften an die Songs Hand anlegen, sowie die Bright-Eyes-Spezis Mike Mogis und Nik Freitas. Beim letzten Lied darf Maria Taylor als Gast sogar R.E.M.s Michael Stipe begrüßen - ein alter Bewunderer aus der gemeinsamen Heimatstadt Athens, Georgia. Wenn das kein Ritterschlag ist.

“Lady Luck” erscheint heute bei Nettwerk/Soulfood Music.

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