Nomen est omen … 80 Minuten bassiger Tanzbodenbelag auf 135 bpm … Ghetto-Booty-Baltimore-Breaks-Fidget-Elektro-House-Spaßmusik … den Feingeist mal neben die Depression in den Schrank hängen und bewegen wie auf Echtholzimitat gefallener Flummi, nur länger. Mehr Worte.
Das Münchner Trio Schlachthofbronx pflegt die hippe, energiegeladene Tanzflurmischung aus Baltimore, Dubstep, Kuduro, Soca und dicksten Bässen, für die die Feuilletons die gegenüber der mittelklasseängstigenden Bezeichnung “Ghettotech” das marketingoptimierte “Tropical” gefunden haben. Den “Tropical/Kuduro”-Vorzeigeact Buraka Som Sistema haben die Schlachthofbronxler gerade auf ihrer Tour supportet. Live sieht das dann so aus (Tracks: Bretto & We run This)
Wir haben gleich mal 10 Tracks/Remixes von Schlachthofbronx aus dem Web für euch zum Download rausgesucht:
Die glitch-technoiden Dubstepproduktionen von Zomby haben in den letzten Monaten einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen und werden von den Größen der Szene bis hin zu Laurent Garnier gespielt. Insbesondere sein kurzes Hyperdub-Labelshowcase bei Mary Anne Hobbs hat gezeigt, wohin es mit Dubstep noch so gehen kann. Die zugehörige 7-Track-EP wurde übrigens gerade auf Hyperdub released.
“Zomby is a artist, Not a dubstep artist”[sic!] steht auf seiner MySpace-Page. Folgerichtig hat er Ende des Jahres zunächst mit seinem Nostalgie-Album “Where Were U In 92?” auf dem tollen Werkdiscs-Label seine Gefolgschaft aus dem Dubstep-Lage irritert. Hier huldigt er den frühen euphorischen Ravezeiten der Prä-Jungle-Ära. All die klassischen Hardcore-Samples, -Pianos und wie damals auch mal holprig gelayerte Beats. Wer den Drang verspürt, euphorisch mit Leuchstäben herumzufuchteln, sollte sich mal den zum Album passenden DJ-Mix von ihm für Dazed Digital anhören und das Teil dann kaufen:
Chris de Luca hat seine frickeligen Funkstörung-Zeiten hinter sich gelassen und werkelt nun mit Phon.o. Was bleibt: HipHop als Fundament. Neu: Booty & Baltimore mit Vocals. Im Herbst gab´s ein großartiges Album auf Shitkatapult zu dem es klasse Videoclips (und noch mehr auf der Homepage) gibt.
Rico Tubbs (MySpace) bringt alles zusammen, was Spaß macht: Funk, UK Garage, Oldschool-Rave, Breakbeats und eine aus Baltimore bekannte Mischung von HipHop & House. Und wer seinen Namen einer Miami Vice-Hauptfigur entliehen hat, lässt auch eine Prise 80s Elektro nicht außen vor.
Sein gerade auf Menu Music erschienenes Album “Knuckle Sandwich” wird im Promotext treffend als “future old school, booty-rave-ghetto-electro-funk monster” bezeichnet, was die Single “Gangsters” mit seinem Garage-Wobblebass, 80s-Claps, HipHop-Vocalsample und Mentasm-Rave-Stabs eindrucksvoll vorführt.
Mit dem Album hat der seit 1994 umtriebige finnische Breakbeat-Pionier, der schon mit Skillsters und Bomfunk MCs in den Charts vertreten war, einen echten Treffer bei allen gelandet, für die Clubsound auch Spaß machen darf. Als Appetizer stellt seine Agentur diesen Album Sampler Mix bereit: