Beiträge zum Stichwort: Belle & Sebastian

Belle and Sebastian - Write About Love

belle-sebastianDie lange Wartezeit seit „The Life Pursuit”, dem letzten Album von Belle And Sebastian, ließ sich relativ schmerzfrei mit Stuart Murdochs Nebenprojekt God Help The Girl überbrücken. Die wechselnde Riege an Gastsängerinnen dort scheint ihm gut gefallen zu haben: Auch auf „Write About Love” sitzt Murdoch häufiger mal auf der Rückbank und überlasst das Steuer anderen: etwa Schauspielerin Carey Mulligan, Norah Jones oder den Bandkollegen Sarah Martin und Stevie Jackson. Das ist allerdings nur ein bisschen Geschiebe innerhalb der Band-Parameter zwischen Pop, Folk und dramatischer Lesung, neu definiert wird nichts. Der Albumtitel gibt das freimütig zu: „Belle and Sebastian write about love” - das war schon immer so. Und manchmal ist es schön, wenn sich Dinge einfach mal nicht ändern.

“Write About Love” erscheint am 8. Oktober bei Rough Trade/Beggars Group/Indigo.

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Allo Darlin’ - Allo Darlin’

230609981Was hat uns von Belle & Sebastian einst noch mal so abhängig gemacht? Am ehesten die wunderschön inszenierte Harmlosigkeit. Liebliche Songs, denen Unvorhergesehenes fremd war. Die nur einlullen wollten, sodass selbst die gar nicht wenigen schnelleren Stücke wie die Superzeitlupe eines Hugh-Grant-Films wirkten. Mit Allo Darlin’ gibt es nun reichlich unverhoffte Erben jenes Kuschel-Gestus’. Schon die nicht auf dem Debütalbum enthaltene Vorab-Single („Henry Rollins Don’t Dance“) öffnete die Assoziations-Tür zu Belle & Sebastian weit. „My Heart Is A Drummer“ oder „Dreaming“ untermauern nun das Kapital des mehrstimmigen, multiinstrumentalen Schmacht-Pop – die britischen Medien haben natürlich eh schon angebissen.

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Und dass es bei und auf „Allo Darlin’“ textlich oft banal zugeht? Etwa kontextlos Verse aus Johnny Cashs „Walk The Line“ oder das offenbar unvermeidliche „Qué Será, Será“ angesungen werden? Nur kleine Schönheitsfehler. Wer herausgefordert werden will, hört sowieso etwas anderes. Hier spielt die Shuffle-Jukebox geschmackvolle Indie-Seifenoper-Soundtracks.

“Allo Darlin’” erscheint am 3. September bei Fortuna Pop/Cargo.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Gigi - Maintenant

bild-11Ein großer Teil der Songs unseres kollektiven Gedächtnis sind mehr oder weniger mit der Pistole auf der Brust geschrieben. In den Sechzigerjahren entstanden im Brill Building am Broadway Klassiker im Akkord: Neil Diamond, Stoller, Burt Bacharach, Carole King saßen dort in Büros und schwitzten Texte und Harmonien. Das Projekt Gigi versucht den Arbeitsethos und den Sound dieser Zeit zu imitieren: Und alles nur weil Producer Colin Stewart diese beiden uralten Plattenhallgeräte geschossen hatte… „Maintenant” ist die große Shownummer mit Streichern, Bläsern und dem Anspruch, Songs zu vertonen, die in den Sechzigern Charthits gewesen wären. Gäste wie Owen Pallett und Mirah helfen tatkräftig. Wem das Belle-and-Sebastian-Nebenprojekt „God Help The Girl” gefiel, findet bier zwischen Girl-Group-Sound und Glitzergrandezza viel zum Lieben.

“Maintenant” ist bereits bei Tomlab/Indigo erschienen.

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God Help The Girl - God Help The Girl

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Erzeugt ein Album beim Hörer besonders eindrückliche Bilder vorm inneren Auge, spricht man gerne mal vom Soundtrack zu einem Film, den es noch nicht gibt. Stimmt in diesem Fall ausnahmsweise mal: „God Help The Girl” ist ein Langzeitprojekt von Belle-&-Sebastian-Chef Stuart Murdoch, der hier seinen Musicalambitionen nachgibt. Doll viel geschmettert und plakativ gelitten wird dennoch nicht: Über weite Strecken erinnert das Album eben an ein B&S-Werk - wenn auch mit Hollywoodstreichern und einer manchmal etwas angestrengt wirkenden Dramaturgie. Eine Tweepop-Oper! Gar nicht schlecht für den ersten Eintrag ins Genre.

“God Help The Girl” ist bereits bei Rough Trade/Indigo erschienen.

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