Beiträge zum Stichwort: Berghain

Efdemin - Chicago

efdeminDas Berliner Nachtleben rund ums Berghain hat mittlerweile eine derartige Strahlkraft als Referenzsystem entwickelt, dass die Zahl derjenigen, die sich im Lichte des Überclubs sonnen, kaum noch zu erfassen ist. Jeder hat sich inspirieren lassen, feierte mit, kennt jemanden der irgendwas gemacht hat und so weiter. Phillip Sollmann aka Efdemin muss nicht die Backen aufpumpen, er ist dort Taktgeber, im Auge des Orkans. Die ewige Frage, ob das auf Tonträger reproduzierbar sein, beantwortet Efdemin mit einem schlauen Ja. Was „Chicago“ gut tut: Es ist ein selbstironisches Album geworden, das sowohl die knochentrockene Club-Stringenz unterbringt, als auch die Facetten Dial und Wien. Auf Dial veröffentlicht Sollmann, in Wien hat er Computermusik studiert. Und tiefer, dunkler und ausgefeilter als auf seinen bisherigen Releases baut er Falltüren ein, legt Schlingen aus und spannt Schnüre, über die man erst beim dritten Durchlauf stolpert. Ein Entdeckeralbum. Ganz schön clever, das.

“Chicago” ist bereits bei Dial/Rough Trade erschienen.

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Rob Hall. Leisure System. Berghain. Berlin. 12.06.09

rob-hall

Tracklist:
01. aphex twin. > d-scape. /
02. carlos rios. > general failure. /
03. kritical audio. > spandex. /
04. bas mooy. > bloedneus. (dj boss remix). /
05. grovskopa. > atopic. /
06. jeroen liebregts. > hunter/grazer. (christian wunsch mix). /
07. pluge. > duty to work. (cyp remake). /
08. smear. > puch. (avx broadwave mix). /
09. wildplanet. > electron. (eurosync mix). /
10. wavemother. > marathon. /
11. dj hyperactive. > wide open. /
12. hate. > human resources. /
13. exium. > probed in humans. /
14. anstam. > cree – a. /
15. carlos rios and oliver kucera. > sabotage. /
16. hiroaki ilzuka. > gold. /
17. black smith craft. > the end of everything. (rory st john mix). /
18. christian wunsch. > seleccion natural parte 3. (exium remix). /
19. bam bam. > screams from within. /
20. oscar mulero. > seven kinds of sin. /
21. cursor miner. > grime watch. /
22. subjex. > maneken acid. /
23. scan one. > kick it. /
24. inigo kennedy. > terpsichore. /
25. phase. > decode. /
26. fix. > flash. /
27. afx. > vbs.redlof.b. /
28. dj c. > nuttin attall. /
29. radial. > dynamo. /
30. cignol. > leiden ex. //

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Planetary Assault Systems - Temporary Suspension

23055200Der Brite Luke Slater knüppelt mittlerweile auch im Berghain, etwas mehr Gefühl hätte ihm dabei sicherlich gut gestanden. Hinter den Planetary Assault Systems verbirgt sich der Produzent Luke Slater, der mit seinem Projekt bis vor Kurzem noch auf dem legendären britischen Peacefrog-Label beheimatet war. Sein neues Album “Temporary Suspension” erscheint auf dem eng mit dem Berliner Berghainclub verbundenen Label Ostgut Ton. Unter dem Pseudonym Planetary Assault Systems produziert Slater vorzugsweise harten Techno im höheren bpm-Bereich. Die hier vorliegenden Stücke sind in erster Linie DJ-Tools für die Dettmanns und Clocks dieser Welt, die sie aber erst einmal auf minus vier runterpitchen müssten, um sie dem gängigen Berghain-Tempo anzupassen. So, wie Clock alte Robert-Hood-Platten gerne mal auf minus sechs laufen lässt, damit sie sexy klingen. Bei Slater werden hier und da ein paar Industrial-Elemente eingeschoben, vereinzelt gibt es Acidgezwitscher. Ansonsten wird bedingungslos geknüppelt. Einzig das housige “On The Def” fällt ein bisschen aus dem Rahmen. Höhentechnisch passiert nicht viel. Auf einer normalen Stereoanlage ist diese Platte fast unhörbar. Das unterscheidet “Temporary Suspension” im Wesentlichen vom ungleich pointenreicheren, vor allem lebhafteren Künstleralbum Ben Clocks, das Anfang des Jahres beim gleichen Label erschienen ist.

“Temporary Suspension” ist bereits bei Ostgut Ton/Kompakt erschienen.

Mit freundlicher Genehmigung von Intro.

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