Beiträge zum Stichwort: Boards Of Canda

Bibio - Mind Bokeh

bibioDen uneingeschränkten Warp-Soundtrack des Sommers 2009 produzierte Bibio mit seinem irrsinnig leuchtenden Album „Ambivalence Avenue“. Für „Mind Bokeh“ macht er das Licht aus und hängt die Tücher vor die Fenster. Die Tracks sind sperriger, miniaturenhafter, dennoch nicht weniger lebendig. Die ausufernden Soundflächen à la Clark und Boards Of Canada mischt er feixend mit Retro-Vocoder-Sounds und Schmankerln der Musikgeschichte, die man überall vermutet, aber nicht auf einem Checkeralbum des britischen Vintage-Akrobaten Bibio. Aushängeschild und Prototyp des Albums ist die erste Single „Excuses“, ein deprimierender Track, bis irgendwann die Lunte Feuer fängt und die Beats das ganze Haus in die Luft jagen. Das erzeugt schöne Bilder und wäre Stephen Wilkinson aka Bibio Fotograf, seine Motive wären in sich zusammenfallende Hochhäuser in der gleißenden Abenddämmerung. Knatterndes Spektakel, souliges Spektakel. File under „intelligente elektronische Musik ohne Tanzgarantie aber mit Wärme und Augenzwinkern“.

“Mind Bokeh” erscheint am 4. April bei Warp.

Bibio - Excuses by frontpsych

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DJ Food - Sometimes In The Future

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A medley of Boards of Canada’s ‘Geogaddi’ album, first aired on Solid Steel 11/02/02. Made over a weekend after only a few listens as a promo for the forthcoming album. (DJ Food)

Tracklist:
The devil is in the detail
music is math
alpha & omega
sunshine recorder
gyroscope
you could feel the sky
The beach at Redpoint
1969
julie and candy
dawn chorus
+ other surprises

Sometime In The Future by DJ Food

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Funki Porcini - On

funki_porcini_-_onFamilienaufstellung first: Mitte der 90er war das Ninja Tune-Label das heiße Ding. Dunkler Downbeat, TripHop allerorten und es wurde gesampled was das Zeug hielt. Dieses Universum wurde durch zwei Alben zusammen gehalten: DJ Shadows „Endtroducing“ war das bedrohliche Massaker am einen Ende, Funki Porcinis „Hed Phone Sex“ das luftig-jazzige Gegenstück am anderen Ende. Fünfzehn Jahre später und acht Jahre nach seinem letzten Ninja Tune-Release „Fast Asleep“ ist James Braddell alias Funki Porcini erneut als Fallensteller allererster Güte zurück. Was im ersten Hördurchgang als eingängiger Jazz-Dreampop durchgeht, entwickelt bei näherer Betrachtung Widerhaken en masse: Die Jazz-Breaks sind Blaupausen für Amok-Tüftler wie Amon Tobin, die nahezu comicartigen Piano-Sequenzen schwimmen im Ozean der Boards Of Canada. Im Gegensatz zu seinen vier vorherigen Alben verzichtet Braddell weitaus stärker auf Samples zu Gunsten knackiger Live-Instrumentierung. Dennoch: Es ist nicht mehr 1995 und der Begriff Future-Jazz ist passé. Der Fluch der guten Tat, wenn man die Zukunft schon vor fünfzehn Jahren vorgezeichnet hat.

“On” erscheint am 14. Mai via Ninja Tune / Rough Trade.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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