Beiträge zum Stichwort: Breakbeat

Rico Tubbs - Knuckle Sandwich

Rico Tubbs (MySpace) bringt alles zusammen, was Spaß macht: Funk, UK Garage, Oldschool-Rave, Breakbeats und eine aus Baltimore bekannte Mischung von HipHop & House. Und wer seinen Namen einer Miami Vice-Hauptfigur entliehen hat, lässt auch eine Prise 80s Elektro nicht außen vor.

Sein gerade auf Menu Music erschienenes Album “Knuckle Sandwich” wird im Promotext treffend als “future old school, booty-rave-ghetto-electro-funk monster” bezeichnet, was die Single “Gangsters” mit seinem Garage-Wobblebass, 80s-Claps, HipHop-Vocalsample und Mentasm-Rave-Stabs eindrucksvoll vorführt.

Mit dem Album hat der seit 1994 umtriebige finnische Breakbeat-Pionier, der schon mit Skillsters und Bomfunk MCs in den Charts vertreten war, einen echten Treffer bei allen gelandet, für die Clubsound auch Spaß machen darf. Als Appetizer stellt seine Agentur diesen Album Sampler Mix bereit:


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Was von ihm als DJ zu erwartet werden darf, zeigt sein Promo-Mix:


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Tipper - Wobble Factor

Bei Erwähnung von Dave Tipper bekommt manch einer glänzende Augen, hat ihm sein Talent über die Jahre doch den Ruf eines Genies bereitet: Schon mit 18 etablierte er sich als Pionier der britischen Elektronikszene, pimpte mit seinen Mates von Fuel Records einen 1970er Dodge Challenger mit einem 12 KW-Soundsystem zum wohl lautesten Auto der Welt, veröffentlichte mit “The Critical Path” 1999 ein genreprägendes Album auf Sony Music, experimentierte gemeinsam mit den MP3-Erfindern von Fraunhofer mit Surround-Technologien, die er in seinen Liveshows und für die Produktion seines Albums “Surrounded” nutzte, das er mit komplettem Chor & Orchester aufnahm … Tipper und seine Musik sind clever, originell und komplex. Und dass seinem Opus nicht annährend die Aufmerksamkeit wie Aphex Twin, Squarepusher oder Autechre zuteil wurde, gehört zu den großen Ungerechtigkeiten dieser Welt.

Zuhause ist der Produzent & DJ in den Genres Breakbeat, IDM und Downtempo. “Wobble Factor” ist nach “Tertiary Noise” bereits sein zweites Album für 2008 und knüpft am ehesten am Midtempo-Glitch-Stil von “TipHop” (2005) an, lässt jedoch Turntablism & HipHop-Einflüsse außen vor. Hier dominiert Tipper´s Trademark-Mischung aus knarzigen Synths, staubtrockenen Beats und - im Umkreis von 1km um den erwähnten Dodge Challenger wahrhaft - atemstockender Subbassarbeit.

Auf “Wobble Factor” finden sich großartige Arrangements, wie in “Flat Ripple”, zeitlose Breakbeattracks (”Jibber Jabber”), Stampfer (”Off Kilter”) und Atmosphärisches (”Hobbledehoy”). Stilstisch heraus stechen das Percussionmonster “RikkiTikkiTavi” oder “Veil Lifter”, in dem er wilde Balkan-Bläser über einen mit Claps angedickten Dancehall-Beat spielt.

Ein großartiges, wenn auch sicher nicht sein stärkstes Album, kommt es doch wesentlich homogener und in weiten Teilen reduzierter daher, als man es von Tipper gewohnt ist. Dank schlechtem Dollarkurs schon für ca. 6,66 € im Onlineshop als DJ-Mix oder in Einzeltracks zu ergattern (alternativ auch via iTunes u.a. Stores).

Clip: Veil Lifter

Clip: Snot Rocket

Clip: Jibber Jabber

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DJ Shadow & Cut Chemist: The Hard Sell live

photo_theoutsi_72rgb.jpg“The Hard Sell” heißt das Monster-Programm, mit dem die Herren DJ Shadow und Cut Chemist eine neue Beats- und Breaks-Messlatte legen. Satte 17.000 Zuschauer ließen sich in der „Hollywood Bowl“ das Set mit sage und schreibe acht Turntables und allerlei Tricksereien mehr um die Ohren hauen. „The Hard Sell“ ist die dritte gemeinsame große Produktion der beiden Kalifornier nach den Brainfreeze- und Product Placements-Sets in den Jahren 1999 und 2001. Neben eigenem Material schmieren Shadow und Cut Chemist Sounds aller Styles und Epochen in ein amüsantes Gemisch aus provokanten Mash-Ups, Rap Mixes und allem dazwischen. Apropos eigenes Material: Von dem überraschend schwachen letzten Album „The Outsider“ einmal abgesehen, hat DJ Shadow eineinhalb Dekaden lang die Grenzen zwischen HipHop und Breaks aufgerissen wie kein Zweiter. Remember „Endtroducing“, dieses fantastische Album mit Referenz-Auswirkungen bis in die hintersten Winkel der Clubs weltweit? Es gibt also keinen Geeigneteren, dieses größenwahnsinnige Projekt, bei dem übrigens als Sidekick auch „Your Mom’s Favourite DJ“, Kid Koala, am Start ist, zu realisieren. Oder wie er selber sagt: “We want to play something to make everyone smile… and then send them running for the exits!” Bitte alles vergessen, was mit mp3-Deejaying oder ähnlichem zu tun hat; “The Hard Sell” ist kopfsprengendes und genreüberwindendes Turntablism at it’s best. Funk, HipHop und Rock in einer der größten und ambitionierten Shows der letzten Jahre.

Um den Mund etwas zu wässern und sich seiner großen Momente - auch und gerade live - zu erinnern, hier ein kleiner Ausschnitt aus dem DJ Shadow-Auftritt in der Brixton Academy/London.

YouTube Preview Image

Tourtermine:

13.03. London - Round House

14.03. Dublin - The Ambassador

16.03. Hamburg - Übel & Gefährlich

17.03. Kopenhagen - Vega

19.03. Luxemburg - Den Atelier

20.03. Brüssel - Ancienne Belgique

21.03. Amsterdam - Paradiso

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Boom Tschak - Webradio-Show #9

Boom-Tschak ist eine Webradioshow von munitionen-Autor Myom, die sich ganz den gebrochenen Beats verschrieben hat. In der neuen Show gibt´s diesmal statt eines stringenten Sets eine stilistische Rundum-Versorgung mit Breaks , Drum&Bass und Dubstep. Die Breaks haben diesmal einen starken Elektro-Einschlag, gefolgt von melodiöserem Drum&Bass (aka Liquid Funk). Danach geht´s weg vom Tanzflur mit sehr dubbigem D&B über zu chilligem Dubstep.

Die Show läuft immer auf Rotation, man wird also immer mittenrein geschmissen.

Stream bei www.hunderttausend.de

Homepage www.boom-tschak.de

Tracklist:

Claude Von Stroke - Who´s afraid of Detroit? (Stanton Warriors Remix) [White]
Deekline & Red Polo - Mandy vs Space Invader [Hot Cakes]
Alter Ego - Rocker (Stanton Warriors Remix) [Skint]
Aaren San :: Osclownyzz (Blende RMX) [Lot 49]
Aquasky & Rob Le Pitch - Wasted Music [Passenger]
Culture Shock - Asteroid [Ram]
Mos Def - Panties (Zero Tolerance Mix) [white]
Makoto - Eastern Promises Pt. 2 [Good Looking]
Ghostface Killa - Back like dat (DJ Marky Rmx) [White]
Instra:Mental - Pacific Heights [Darkestral]
Breakage - Clarendon [Digital Soundboy]
vs M.I.A. - The Turn [XL]
Breakage - Come Back [Bassbin]
Breakage - The Shroud [Digital Soundboy]
Pinch - Pepper Spray [Planet Mu]
Snares - Black Sabbath [Kriss]
L.V. & Dandelion - Takeover [Hyperdub]
Rusko - Cockney Flute [Dub Police]
Art of Noise - Moments In Love (Caspa Rmx) [White]

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Supercharged-Podcast: SuperStyleDeluxe

superstyle.jpgSuperStyleDeluxe sind Teufel an den Decks und liefern im Podcast des Supercharged-Labels eines ihrer famosen Sets ab: Funky Breaks vermischt mit einigen HipHop-Classics. Was der Ober-Kopfnicker am Schluss ist, muss ich unbedingt noch rausfinden.

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Unart: Die Mixes werden via Direktlink auf der Supercharged-Homepage angeboten, der Podcast-Feed allerdings nur über iTunes :( Und das sollte man nun wirklich nicht benutzen.

Nachtrag: Der Link zum Podcast-Feed ist gefunden :)

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Quest & Odissi: Expedition to Planet Zog

Revolution is not gonna happen, the way as it did in the 60s. [...] The internet will become your AK47. Your email will become your ammunition and bullets. You must access and utilize the technology that exists today. Because the war that we´ll fight tomorrow will not be one with guns and bullets and bombs. It will be about information.

speakerscorner.jpgSo tönt eine charismatische Stimme im Track “Speaker´s Corner”. Sie gehört Ishmael Blagrove, einem unabhängigen britischen Dokumentarfilmer. Seine Worte wurden “live” an der Speaker´s Corner im Londoner Hyde Park aufgenommen. (Auf den Seiten seiner Film-Company findet sich auch ein Text, der sich weiter dazu auslässt.)

Diese parallele Metaphorik zu diesem unserem Netzprojekt wäre schon eine Erwähnung wert. Außerdem befindet sich der Track auf dem Album “Expedition to Planet Zog” von Quest & Odissi, das sie als freien Download zur Verfügung stellen.

qo-album_artwork_9510.jpg

Album-Download

Cyberfunk-Podcast-Feed

Quest & Odissi sind in der NuSchool-Breakbeat-Szene fest etabliert. Die gebürtige US-Amerikanerin Odissi (MySpace) brachte schon mit 18 ihr erstes Release auf Quest´s Cyberfunk-Label unter. Inzwischen ist sie in West London ansässig, wo sie schon seit gut 3 Jahren eng mit Quest kooperiert. Neben ihren internationalen DJ-Karrieren produzieren die beiden gemeinsam Tracks. Odissi´s spröd-kühle Vocals klingen wie Anne Clark´s Enkelin, haben schon Tracks von Meat Katie & D. Ramirez, Dylan Rhymes, Vandal und Hyper verfeinert und durchziehen auch die Expedition zum Planeten Zog.

In den 60 Minuten auf Planet Zog prasseln ähnlich viele Eindrück auf den Hörer ein, wie auf den stereotypen Japaner während seiner “Europe-in -10-Days”-Reise. Innerhalb der Genre-Grenzen klingt das Album erfreulich abwechslungsreich. Odissi´s Elektroclash-Flirts wissen dabei am besten zu gefallen.

Das Album erscheint auch als ungemixte CD, sowie als Reihe von 12″s. Ich muss zugeben, dass bisher vergleichsweise wenige Produktionen der beiden den Weg in meine Plattenkiste gefunden. Aber zwischen Hören und Spielen liegt ja doch ein Unterschied und ein freies Album besitzt gegenüber 9 € für 2 Tracks einen offenkundigen Vorteil. Den MP3-Player der Wahl damit zu füttern, lohnt sich in jedem Fall.

Tracklist >>>

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