Beiträge zum Stichwort: Cover
Element Of Crime - Fremde Federn
12. Dezember 2010
Dass Element Of Crime mal als englischsprachige Band angefangen haben, erstaunt einmal mehr, sobald man Sven Regeners teutonisch prasselnden Vortrag bei „You Only Tell Me You Love Me When You’re Drunk” anhört. Herzzerreißend ist das Pet-Shop-Boys-Cover natürlich dennoch. „Fremde Federn” versammelt Auftragsarbeiten und Schnellschüsse, in denen die Elements in Zungen sprechen: von Bob Dylan, Arlo Guthrie oder - oh je - Wham! Die Zeile „Brennend heißer Wüstensand” rollt Regener im Titel „Heimweh” ebenso gut von der Zunge wie Freddy Quinn, geradezu karnevalesk wird es bei „Hamburg 75″ - der alte Eppendorf-Schlager wird im Duett mit Andreas Dorau zu einem Stimmungshit der unerhört unekligen Sorte. Die lose Songsammlung ohne besonderen Tiefgang ist ein Geschenk an die Fans - da alle Titel in der ein oder anderen Form bereits veröffentlicht waren, lässt sich auch weit und breit kein Subtext entdecken; dafür eine angenehm unverkrampft aufspielende Band.
“Fremde Federn” ist bereits bei Universal erschienen.
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We Were So Turned On - A Tribute To David Bowie
9. November 2010
38 Künstler hat das US-amerikanische Label Manimal Vinyl auf drei CDs versammelt, die sich einmal quer durch das üppige Albumwerk von David Bowie covern. Bei dieser immensen Anzahl an Musikern lässt es sich natürlich nicht vermeiden, dass einer Vielzahl von Interpreten schlicht die Qualität oder die innovative Kraft fehlt, Bowies Songs auf ein neues Level zu heben. Geschenkt. Dennoch gibt es einiges zu entdecken: Wenn man die völlig deplatzierte Carla Bruni (Wie kommt die da eigentlich drauf?) mit ihrer planlosen Version von „Absolute Beginners“ und Duran Durans nicht minder langweiligen Beitrag „Boys Keep Swinging“ überstanden hat, erfreut Devendra Banhart als Megapuss mit „Sound And Vision“, bekommt selbst ein solitär leuchtendes Stück wie „Ashes To Ashes“ durch die Damen von Warpaint eine zuckersüße Note und schmeichelt Keren Ann mit einem in Zeitlupe gesungenen „Life On Mars“. Sicherlich kein Geniestreich, aber eine angenehme Zusammenstellung, deren Erlöse an „War Child Charity“ gehen.
“We Were So Turned On…” ist bereits bei Naive erschienen.
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Tätärä - Maximum Brass
17. September 2010
Coverbands sind erstmal so kreativ wie morgens sein Brötchen mit Marmelade zu essen – man nehme einen weltbekannten Hit, interpretiere ihn auf seine eigene Art und Weise und verkaufe das Ganze dann als neuen, künstlerischen Ansatz. Gääähn! Wenngleich – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Die 15-köpfige Hamburger Brassband Tätära liegt irgendwo dazwischen. Die covern auf ihrem Album „Maxïmo Brass“ Songs wie Oasis’ „Wonderwall“, „Tainted Love“ von Soft Cell oder auch R.E.M.s „Shiny Happy People“, und für den Moment macht das auch irgendwie Spaß, diesen altbekannten Hits in Big-Band-Format mit allen möglichen Blech- und Holzbläserinstrumenten zu lauschen. Von großer Nachhaltigkeit kann aber auch hier nicht die Rede sein. Live sieht das vermutlich schon wieder etwas anders aus und könnte mit ein paar Bierchen intus tatsächlich für einen heiteren Abend sorgen.
“Maximum Brass” erscheint heute bei Große Freiheit / Indigo.
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Philipp Poisel - Schwarz zu blau
6. August 2010Coverversion des Peter-Fox-Hits vom Stuttgarter, äh, Liedermacher Philipp Poisel. File under: mal was anderes.
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Maxence Cyrin - Where Is My Mind
22. April 2010Zeit seiner Karriere hat der französische Pianist Maxence Cyrin New Wave- und Dance-Klassiker in herunter gestrippte Klavierversionen transportiert. Unter anderem “D.A.N.C.E” von Justice oder Daft Punks “Around The World”. Ganz bezaubernd: Das Pixies-Cover “Where Is My Mind”, unterlegt mit Szenen des Greta Garbo-Klassikers “The Mysterious Lady” aus dem Jahr 1928.
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Béatrice Ardisson - La Musique De Paris Dernière 7
17. Dezember 2009
Béatrice Ardisson ist das, was man im Angebersprech „Sound-Designerin“ nennt. Irgendwo in der französischen Natur soll sie sitzen, den Herbstblättern beim Fallen zuschauen und sich auch sonst ganz schwerwiegenden Gedankengängen widmen. Dabei macht sie das, was auch jeder Praktikant in einem Vorstadt-Büro machen könnte: Unbekannte Bands suchen, die sehr bekannte Stücke covern und diese dann auf einem Album versammeln. Wo die Kollegen von Nouvelle Vague wenigstens noch eine gewisse eigene Note in die Zweitverwertung bringen, ist die mittlerweile schon siebte Ausgabe von „Paris Dernière“ eine klägliche Ansammlung von wenigen guten (Oslo Swan Interpretation von „Frankly Mr. Shankly“ gehört dazu) und vielen überflüssigen bis ärgerlichen Songs. „Ring Of Fire“ von Waxx oder die „Beat It“-Version von Zorg zeigen, dass der Song doch nicht alles ist und wären Johnny Cash und Michael Jackson noch bei Kräften, sie würden wahrscheinlich ihre Rechtsabteilung gen französischer Natur schicken, um Madame Ardisson hart in der Sache und unfair im Ton daran zu hindern, ihr geschäftiges Treiben fortzusetzen.
“La Musique de Paris Dernière 7″ ist bereits bei Naive/Indiso erschienen.
Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.
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Nouvelle Vague - NV3 Live Studio-Videos
14. Juli 2009Nouvelle Vague haben einige Stücke ihres kommenden Albums NV3 im Studio des New Yorker Radiosenders WFMU zum Besten gegeben. Auf Video festgehalten gibt´s: Depeche Mode - Master & Servant, Sex Pistols - God save the Queen, Violent Femmes - Blister in the Sun, Talking Heads - Road to Nowhere.
Weitere Interview hier
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