Gorillaz - The Fall
17. April 2011
Alben, die auf Tour entstanden, sind so etwas wie der vollgekrickelte Zettel neben dem Telefon, mehr aus Langeweile denn aus künstlerischem Mitteilungsdrang geboren. Es gibt durchaus formidable Beispiele für die Gattung, R.E.M.s „New Adventures in Hi-Fi“ etwa ist auf Augenhöhe mit den Großtaten der Band. „The Fall“ ist nicht so eines, auch nicht schlimm. Dass es die Songs zunächst als freien Download für Fanclubmitglieder gab, umreißt ganz gut die Ambitionen der Platte: Wer die Gorillaz mag, wird das auch mögen, der Rest muss keine Leere in seinem Leben spüren. Damon Albarn hat eine komplette Langspielplatte auf einem iPad aufgenommen, mit hier und da was angeklebt. (Interessant ist übrigens auch wie der Pressebeileger den fiktionalen Charakter der Band erstmals komplett unterschlägt. Wird wohl irgendwann langweilig.) Insofern ist „The Fall“ auch so etwas wie eine Demopräsentation für Elektronikschnickschnack und klingt demnach etwas preset-happy – wie Gorillaz auf Autopilot. Aber egal, wer fliegt: Die Landschaft ist eigentlich ganz schön.
“The Fall” erscheint heute bei EMI/Parlophone.
Alben, Musik
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