Beiträge zum Stichwort: Deerhunter

[Album] Atlas Sound - Parallax

atlas-soundWie es bei Nebenprojekten so ist, könnten einige Songs von Bradford Cox’ Solokünstler-Alias Atlas Sound auch unter dem Banner seiner Stammband Deerhunter laufen. Insgesamt sind die Stimmungen allerdings doch recht unterschiedlich: Wo im Deerhunter-Kosmos trotz aller psychedelischer Abschweifungen die Indierock-Koordinaten aus Gitarre, Bass und Schlagzeug recht unverrückbar sind, hat Atlas Sound einen offeneren, freundlicheren Anything-goes-Ansatz. “Mona Lisa” klingt nach Siebzigerjahre-Folksongwriting, der Opener “The Shakes” ist ein rhythmisch pendelndes Krautpopstück, “Te Amo” ein Ambient-artiges, elektronisches Liebeslied. “Parallax” klingt auf angenehme Art und Weise beiläufig, schwierige Konzepte haben hier nichts verloren. Das macht das Album vielleicht weniger wichtig, aber auf jeden Fall alltagstauglicher als etwa Deerhunters letztes Album “Halcyon Digest”.

“Parallax” erscheint am 4. November bei 4AD/Beggars/Indigo.

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Deerhunter - Helicopter

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Deerhunter - Halycon Digest

deerhunterVom Found-Sound-Ambient-Drone „Earthquake” zum Fuzzfolk von „Don’t Cry” braucht es nur einmal vorspulen. Die Songs auf „Halcyon Digest” liegen alle mal mehr, mal weniger dicht beieinander. Irgendwie Rock, irgendwo Bastelkram. Die Stimmung wechselt häufiger von unheimlich zu aufmunternd - manchmal wie ein Vexierbild in einem einzigen Song: In „Helicopter”, dessen verstörender Hintergrund in den Linernotes des Albums beschrieben wird, entpuppt sich das vermeintliche Licht am Ende des Tunnels - natürlich - als Schnellzug. Dem folgt mit „Fountain Stairs” eine kompetente Velvet-Underground-Imitation, darauf der freundliche Jam „Cornado”. Deerhunter wechseln so oft die Perspektive, dass man den festen Stand einbüßt. Das soll nichts anderes heißen als: „Halcyon Digest” haut einen gewissermaßen von den Socken.

“Halycon Digest” ist bereits bei 4AD/Beggars/Indigo erschienen.

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Atlas Sound - Logos

atlas-sound„Atlas Sound” ist natürlich ein großartiger Name für ein Soloprojekt - geborgt von dem, der eine ganze Welt alleine auf den Schultern trägt. Wenn Bradford Cox nicht mit seiner Band Deerhunter verspulten Indierock spielt, macht er in Eigenregie eine Art Ambient-Pop, bei dem in zunehmendem Maße die Betonung auf der letzten Silbe liegt: Motorisch vor sich hin ratternde Rhythmen treffen auf Reverbgitarren, sich ineinander schiebende Synthieflächen auf hüpfende Orgelsounds - in einem leise wummernden, unscharfen Klangkosmos. Ganz allein schultert Cox die Last beim zweiten Album dann allerdings doch nicht: Die prominenten Gastauftritte von Stereolabs Laetitia Sadier und Animal Collectives Noah Lennox aka Panda Bear sind die Höhepunkte einer durchweg starken Songsammlung.

“Logos” ist bereits bei 4AD/Beggars/Indigo erschienen.

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