Beiträge zum Stichwort: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

[Album] Die Sterne – Mach’s besser: 25 Jahre Die Sterne

Die Sterne Cover

Relevanz is an Eight-Letter-Word. Zum 25. gibt’s für die Sterne fremde Interpretationen in eigener Sache.

Freunde, Weggefährten und Nachfolger verneigen sich tief vor dem lakonischen Riesen Frank Spilker und seinen Sternen. Deren Songs – man dachte es sich ja bereits – haben eine derart mächtige Substanz, dass sie auch bei den unterschiedlichsten Herangehensweisen einfach nur anders glänzend funkeln und nicht ermatten. Ausnahme: das irritierend müde »Irrlicht« von Isolation Berlin. Ansonsten klopft das Vierteljahrhundert deutscher Indie-Pop-Geschichte (so viel Pathos darf es ruhig mal sein) angenehm uneitel und mit merklich Herzblut ans Fenster: »Bis neun bist du o.k.« bringt Naked Lunch auf Deutsch (!) aufs Tapet, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen verwandelt »Widerschein« in eine kämpferische Bläserbrigade und das bis auf die Knochen ausgezogene »Klebrig vermutlich« von Der Mann ist so sexy wie Spilkers Siebziger-Jahre-Schnurrbart. Als verlässliche Hitmaschine erweist sich Peter Licht, der »Universal Tellenwäscher« zu einem anrührenden Tränenzieher umdeutet. Raritäten und Remixes gibt’s obendrauf und mit Schleifchen drumherum gemahnt »Mach’s besser« daran, was war, ist und sein wird. Bestenfalls: Die Sterne.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Konzert] Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Knust (27.12.)

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Ist das jetzt sowas wie die Bagaluten-Wiehnacht für Indiesoulschluffis? Wie schon im letzten Jahr spielt Die Liga live zwischen den Jahren, letztes Mal im Hafenklang, heuer im Knust. Mit Carsten Friedrichs und Tim Jürgens in der Band ist man der legitime Nachfolger der zu früh, aber in Würde abgetretenen Superpunk, ein Vermächtnis, das nur halbherzig unter den Teppich gekehrt wird: Die Musik ist freundlich polternde Northern-Soul-Annäherung in Rock, Friedrichs singt über Fußball und Lieblingshosen, aber klingt wie immer. Ihr ewig junges Debütalbum „Jeder auf Erden ist wunderschön” wäre auch dieses Jahr ein hübsches Geschenk unterm Tannenbaum, schöner, auch im Sinne weihnachtlicher Verbrüderungsgesten, ist nur der Besuch der Live-Darbietung.

Wann: Fr, 27.12., 21 Uhr
Wo: Knust
Wieviel: N.N.

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[Video] Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Jeder auf Erden ist wunderschön (sogar du)

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[Album] Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Jeder auf Erden ist wunderschön

Um es gleich zu Beginn aus der Welt zu schaffen: „Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen” hört sich sehr nach Superpunk an. Dazu sind zwei Dinge zu sagen: Schlimm, sehr schlimm wäre es, wenn es keine Band mehr gäbe, die sich wie Superpunk anhörte. Und zum anderen: Für Fans von Carsten Friedrichs früherer Band Fünf Freunde dürfte das SP-Debüt „Wasser marsch!” damals auch nicht gerade ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Es kann nun einmal nicht jeder David Bowie sein. Das Themenfeld ist großzügig, aber bestimmt zwischen Fußball, Trinken und Sich-hängen-lassen abgesteckt, auch Kino wird im wunderbaren „Weine nicht es ist nur ein Film” behandelt: “Die Leute lieben Spider-Man, doch sie schätzen Peter Parker nicht. Das kommt mir irgendwie bekannt vor, ist er nicht wie du und ich?” Außer Friedrichs spielt noch Tim Jürgens von Superpunk mit, das Schlagzeug bearbeitet Ex-Blumfeld-Schlagzeuger André Rattay. Sind die gewöhnlichen Gentleman etwa eine Has-been-Truppe? Den lebensklugen Melancholikern der Liga könnte das Etikett gerade passen, eine gewisse verrentnerte Romantik geht durchaus von den Stücken aus. Altersweise Coolness von Experten.

“Jeder auf Erden ist wunderschön” erscheint am 5. Oktober bei Tapete/Indigo.

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