Beiträge zum Stichwort: Die Türen

[Album] Die Türen - ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

41pawc0ye7l_ss400_Eigentlich war die Geschichte doch ganz anders geplant, damals, 2003. „Das Herz war Nihilismus“ sollte der Aufbruch sein in eine bessere Popwelt, stattdessen wurde das Label-Vehikel Staatsakt aus dem Hause Die Türen zum Schlachtschiff des guten Geschmacks, während die Band nicht über den Status eines Beibootes hinaus kam. Ja, Panik, Christiane Rösinger, Andreas Dorau oder Hans Unstern veröffentlichen quasi im Sekundentakt geiles Zeug auf dem Türen-Label, während Maurice Summen & Co von Album zu Album immer verquaster wurden. Aber: Wendezeiten jetzt auf dem Alphabet-Album: „Pop ist tot“ ist so ein Lawinensong, der mit überhörbaren Strophen beginnt, um dann alles mitzureißen. „Rentner und Studenten“ ist Agitpop der maximum ironisierten Sorte (Muss man mögen, sonst mag man’s nicht). Dazwischen schon auch Tracks für Skippy, die lustige Skiptaste, aber auch nach all den Jahren noch immer mit der richtigen Pose als Position. Gänsehaut trifft Brutalität: „Dieses Lied“, was für ein Lied. PeterLicht singt auf seinem neuen Album „Gesellschaft ist toll, wenn nur all die Leute nicht wären“, bei den Türen klingt das dann so: „Das Gegenteil von gut ist gut gelaunt.“ Nein, bei allem coolen Wissen sind die Berliner keine selbstgefälligen Checker, sondern ulkende Sprachspucker mit duften Songs. Immer noch. Wofür meine Faust schlägt: Die Türen.

“ABC…” erscheint am 10. Februar bei Staatsakt/Rough Trade.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

Die Türen - Das Leben ist teuer by staatsakt

Tourdaten 2012:
08.03.2012 DE Münster - Gleis 22
09.03.2012 DE Oberhausen - Druckluft
10.03.2012 DE Köln - King Georg
11.03.2012 DE Frankfurt - Sinkasten Arts Club
12.03.2012 DE Schorndorf - Manufaktur
13.03.2012 DE München - Rote Sonne
14.03.2012 DE Leipzig - Ilses Erika
11.04.2012 DE Hannover - Indigo Glocksee
12.04.2012 DE Hamburg - Pudel
13.04.2012 DE Berlin - Festsaal Kreuzberg

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[Video] Die Türen - Rentner und Studenten

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School Of Zuversicht - Randnotizen From Idiottown

23058293Viele kleine und große Spannungsbögen bestimmen die Lieder auf “Randnotizen From Idiottown” von School Of Zuversicht, die sich aufwölben zu dezenten Höhepunkten. Hypnotisches Blubbern und Summen sowie wohldosierte Effekte kreieren einen ruhigen, zitatreichen Indietronicsound. Fern von zweckfreien Soundbasteleien trauen sie sich an die alte Frage, ob mit Fundstücken überhaupt noch etwas komplett Neuartiges kreierbar sein könnte. Ist es natürlich nicht, wunderbar aber trotzdem, weil hier der Intellekt die Musik nicht vernagelt, sondern sie gerade auch dort schön sein lässt, wo sie nur weitere Fragen aufwirft.

Trotzdem wollen School Of Zuversicht, die sich als Hamburger Kollektiv rund um DJ Patex of Knarf-Rellöm- und Pudel-Fame verstehen und zu dem unter anderem Maurice Summen von den Türen, Plemo und Pascal Fuhlbrügge gehören, nicht in irgendeinem künstlichen Nebel verschwinden, der Antworten verweigert. So singen sie daher konkret ihre Meinung über die Melodien, zum Beispiel die zum Künstler im Kapitalismus, dessen Omnipräsenz ihnen sehr wohl bewusst ist: “We play as long as you pay.” Auch wenn die Deppensuppe ständig surrt, kann man nämlich sehr wohl Randnotizen from Idiottown senden.

“Randnotizen From Idiottown” erscheint heute bei Pingipung/Kompakt/ A-Musik.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Ja, Panik - The Angst And The Money

51stzcpgnyl_sl500_aa240_Sich der unvermittelten Wucht von Ja, Panik entziehen zu wollen, erscheint frevelhaft. Wohlwollendes Tätscheln der kredibilen Granden und hüpfende Begeisterung des Publikums versprechen doch so viel. Und dennoch kommt das Gefühl näher, dass es sich dabei um das von der nicht minder hoch gelobten Band Karpatenhund beschworene „Die Hälfte unserer kleinen Welt besteht aus Referenzen, die andere aus purem Hass“ handelt. Nur, dass der Hass aufgesetzt wirkt. Ein „ja, ich gehör’ nicht hierher“ bezieht seine Tragik bei Ja, Panik nicht aus dem glaubwürdigen Zustand, sondern aus bedeutungsschwanger heraus gequietschtem Pathos. Die bierselige Verzweiflung kam bei Superpunk nachvollziehbarer rüber, die Vermischung von verwelkten Blütengeldträumen und Dada-Zitaten der Pop-Geschichte bei der Berliner Band Die Türen (bei deren Staatsakt-Label Ja, Panik ironischerweise veröffentlichen). Aber kein Grund für enttäuschtes Abwenden: Ja, Panik haben sicherlich ihre großen Momente: „Alles Hin, Hin, Hin“ ist ein perfekter Pop-Song. Weit ausbrechend aus der deutschsprachigen Schrammel-Landschaft, denen die aus dem Burgenland stammende und mittlerweile in Wien lebende Band bei aller Zuneigung zugerechnet werden muss. Am Ende des Albums bleibt: Anwesenheit von Entertainment, Abwesenheit von Tiefe. Ob einem das genügt, möge jeder für sich entscheiden.

“The Angst And the Money” erscheint am 25. September bei Staatsakt.

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Die Türen - Booty

In Münster - oder Post-Münster, wie man bei den jetzt Berliner Türen ja sagen muss - stand eine Band immer hoch im Kurs. Also natürlich poppten gerade bei den Türen und ihrem multiplen Könner’n'Spinner-Sound bereits Dutzende und Dutzende Bands auf. Eine aber ist ihnen in diesem prekären Stylepuzzle sicher sakrosanter als die meisten anderen, die schon mal irgendwie zitiert wurden: Klar, geht um Trio. Das fällt wieder besonders bei dieser Bonus-Veröffentlichung (Neuinterpretationen von Türen-”Popo”-Stücken durch Nicht-Fremde) auf. Die obszöne Grundidee kennt man nämlich schon von ebenjenen Trio: Statt Cover-Artwork besteht die Platte aus verkaufter Werbung. Auf u.a. der Single “Herz ist Trumpf” schaltete damals der Motorradhelm-Hersteller Uvex - den haben sich Die Türen hier auch draufgepappt. Dazu ein “Empfohlen von Intro”-Sticker über der Spex-Werbung auf der Frontseite. Ein bunter Quatsch - und die Werbung wird endlich das Produkt selbst, muss sich nicht mehr in fremdem Glanz sonnen, sondern darf selbst Sonne sein, endlich, endlich, das hat sie sich doch immer so gewünscht.

Moralisch betrachtet sicher auch lesbar als Statement, wie der Marken-Karneval gerade im Bereich Subkultur jegliche Inhalte entkernt hat. Aber hoppla, vor lauter Mitmachlust am lustigen Formalismus der Türen fast die Musik vergessen. Die passt natürlich in den Überflüssigkeitsdiskurs ihrer Darstellung: Um ein Album und die dazu tourende Band im Spiel zu halten, kommt eben die Remix- oder in dem Fall Nachspiel-Platte. Witzige, mitunter richtig gute Voll- und Halbideen von Alexander Marcus, Viktor Marek, Mense Reents, Schorsch Kamerun (Gedicht), Bobby Conn, Erobique etc. Teil des türigen Gesamtkunstwerks - und nicht der schlechteste.

“Booty” ist am 20.06. bei Staatsakt erschienen.

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Die Türen - Im Norden Ist Der Süden Am Schönsten

Die Türen verschenken wieder Musik. Und Geld. In umgekehrter Reihenfolge. Das ist sehr schön. Weniger schön ist es, dass Türen-Sänger Maurice Summen meine XING-Anfrage noch nicht bestätigt hat. So wird das nix mehr mit dem geschäftlichen Hype und Moneten im Handumdrehen. Da kann das aktuelle Album “Popo” noch so toll sein, ohne Business-Updrift bleibt nur die hässliche Oink Oink-Fratze des Sparschweins.
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Ungedeckte Checker live: Die Türen

dietueren_021.jpgAb heute beehrt die famose Musikgruppe Die Türen acht deutsche Städte mit ihrer Anwesenheit. Wer da nicht hingeht, ist doof. Zum Vorgeschmack den Single-Burner “IndieStadt” des aktuellen Albums “Popo” (Staatsakt) zum Download und als Stream.

Termine:

21.02. Dresden - Groove Station
22.02. Halle - Klub Drushba
23.02. Cottbus - Chekov
26.02. Düsseldorf - Pretty Vacant
27.02. Oberhausen - Druckluft
28.02. Hamburg - Hafenklang
29.02. Bremen - No Ok
01.03. Berlin - Festsaal Kreuzberg

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