Beiträge zum Stichwort: DJ Kicks

Wolf + Lamb vs. Soul Clap - DJ Kicks

23063236Die beliebte Reihe nimmt wieder mächtig an Fahrt auf und läutet das Jahr 2011 mit einem Coup ein: „Wolf + Lamb vs. Soul Clap“ ist die beste „DJ-Kicks“-Ausgabe seit Langem, was auch daran liegt, dass es sich eher um eine Werkschau des großartigen, auf Entschleunigung und satten Groove setzenden New Yorker Houselabels Wolf + Lamb handelt, auf dem unter anderem die Karriere von Nicolas Jaar ihre Anfänge nahm. Spektakulär auch deshalb, weil gleich vier DJs ihre Hände im Spiel haben. Neben den Wolf+Lamb-Betreibern Zev Eisenberg und Gadi Mizrahi sind auch die Bostoner Charles Levine und Eli Goldstein alias Soul Clap involviert, die mit ihrer Bearbeitung des R’n’B-Stücks „Extravaganza“ im letzten Jahr für einen der bisher größten Labelhits verantwortlich waren. Bei den benutzten Tracks handelt es sich ausschließlich um relativ aktuelles Material von eng mit Wolf + Lamb verbundenen Künstlern. Neben den erwähnten Namen sind das Leute wie Greg Paulus, Deniz Kurtel oder die Newcomer Double Hill, mit denen Eisenberg in 2011 nach Eigenaussage noch einiges vorhat. Allzu offensichtliche Hits wie „Time For Us“ oder eben „Extravaganza“ bleiben hingegen außen vor. Zu den Highlights dieses runden Mixes, der manchmal durch radikale Tempo- und Rhythmuswechsel überrascht, gehören vor allem der Soul-Clap-Remix von DJ Harveys Projekt Locussolus sowie der neue Soul-Clap-Track „Lonely C“.

“DJ Kicks” erscheint am 11. März bei !K7.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Apparat - DJ-Kicks

apparatSascha Ring hat man bisher eher als Produzenten und Liveact, wie zuletzt mit dem Wellen schlagenden Projekt Moderat, denn als DJ wahrgenommen. In seiner Rolle als Plattenunterhalter schlägt Apparat andere Wege ein als mit den Rumpelbrüdern von Modeselektor. Der Mix ist passend zum drohenden Winter eine Spur düsterer, es gibt meditative Geräuschkunst mit eher dezenter Bassdrum, die technisch perfekt in Einklang gebracht wird. Stücke von Künstlern wie Oval, Thom Yorke, Pantha Du Prince oder Burial und Four Tet werden benutzt. Erst gegen Ende taucht mit Vincent Markowskis “The Madness Of Months” von 2006 so eine Art Peak-Time-Hit auf. Entgegen der “DJ-Kicks”-Regel, einen exklusiven eigenen Track bereitzustellen, hat Apparat sogar drei Eigenproduktionen in den Mix hineingeschmuggelt, von denen “Sayulita” mit den ätherischen Vocals herausragt und eine Vorahnung vermittelt, wie das nächste Soloalbum klingen könnte, an dem er gerade arbeitet. Denn nach den ganzen Moderat-Touren der letzten Jahre ist er nun wieder alleine dran. Bis dahin lässt sich mit diesem Mix durch lange Winternächte reisen.

Apparat - Sayulita by antonkovas

“DJ-Kicks” ist bereits bei !K7 und Al!ve erschienen.

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Kode 9 - DJ Kicks

cd_kode-9

Was ist denn dieses Jahr mit der „DJ-Kicks“-Reihe passiert? Jahrelang dümpelte das einst so spannende Format dank belangloser Mixe vor sich hin und 2010 standen plötzlich drei formidable Alben vor der Tür: The Juan Maclean, James Holden und jetzt Hyperdub Records-Mann und Burial-Entdecker Kode 9. Letzterer mischt uns jetzt einen Querschnitt dessen, was derzeit gerade in der britischen Dance-Szene en vogue ist. Weitaus gut gelaunter als auf seinen Privatproduktionen schiebt er Grime, Funky Jungle, Broken Beats und sogar ein bisschen R&B auf die Tanzfläche, ohne seine Kernkompetenz Dubstep außer acht zu lassen. Wie nicht anders zu erwarten außerordentlich basslastig und doch leichtfüßig. Das macht diese „DJ-Kicks“-Ausgabe sogar für Hörer interessant, denen Dubstep ansonsten zu aufgepumpt und monoton ist. Bass-Fanatiker sagen trotzdem danke und hören ansonsten die wöchentliche Radioshow von Kode 9 auf RinseFM. Da bollert’s dann auch wieder ohne filigrane Mätzchen.

“DJ Kicks” ist bereits bei !K7 erschienen.

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