Beiträge zum Stichwort: DJ-Mix

Hexstatic – Clasmix

Brandfrisch auf dem Teller von unseren Lieblingsvisualisten und spinnerten Elektronik-Schiebern. Unbegutachtet hier raufgesetzt, aber die beiden Herrn sind ja immer hörenswert. Ende des Jahres soll übrigens noch ein DVD-Package namens “Best Of, Rarities and Remixes” erscheinen. Was da wohl drauf sein mag? Die besten Tracks, Raritäten und Remixes? Womöglich!

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Four Tet – Resident Advisor Mix

Kieran Hebdens Tage scheinen derzeit ja mehr als 24 Stunden zu haben. Aus der warmen Erde des Netzes stoßen permanent geile Mixe von ihm ans Tageslicht (u.a. hier), seine EP “Ringer” (siehe hier) überrascht und begeistert ob ihres stringenten, knochentrockenen Ansatzes und – um zum Anfang zurückzukehren – für Resident Advisor knallt er mal eben einen bemerkenswerten Mix heraus, der feucht und dreckig hinter den Ohren ist. Achso, und mit Steve Reid arbeitet er schon an einem neuen Album, das im Herbst rauskommen soll. Held der Arbeit. Oder so.

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Tracklist
01. Guillaume & the Coutu Dumonts – Ocre – Oslo
02. Martin Buttrich – Stoned Autopilot – Planet E
03. Delia Gonzales and Gavin Russom – Rise (DFA Remix) – DFA
04. Ricardo Villalobos – Enfants (Chants) – Sei Es Drum
05. Plastikman – Kiropraktor – Plus 8
06. Harold Björk – Brus – Traum Schallplatten
07. Hot Chip – No Fit State (Audion Remix) – EMI
08. A Number of Names – Sharevari – Capriccio
09. Alex Smoke – A Moment to Myself – Soma Quality Recordings
10. Aril Brikha – Groove la Chord – Fragile Records
11. X-Ray – Let’s Go (Dub Mix) – Transmat
12. Crazy Bald Heards – First Born – On A Tick
13. MJ Cole – Sincere (Dubb 2000) – AM:PM
14. Inner City – Good Life (Mathew Jonson Remix) – KMS
15. Benga – Z – Tempa
16. Lindstrom – Breakfast in Heaven (Arp Remix) – Feedelity
17. Sam Clarence – Sextant Daktari – Remake Music
18. Matt John – Olga Dancekowski – BAR25
19. Thom Yorke – Black Swan (Cristian Vogel Remix) – XL
20. Sound Stream – Love Jam – Sound Stream
21. Nightlife Unlimited – Peaches and Prunes (Ron Hardy Re-Edit 1) – Partehardy Records
22. C++ – Angie’s Fucked – Music For Freaks
23. Four Tet – Swimmer – Domino Recording Company Ltd.
24. Born Ruffians – I Need a Life (Four Tet Remix) – Warp

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Four Tet – Allez Allez Mix #2

Über Kieran Hebdens neues Werk “Ringer” haben wir uns hier ja bereits ausgelassen. Wer den Weg mitgegangen ist von den entspannten Flächen (“Pause”/2001) und den dunklen Samples (“Rounds”/2003) bis zu den technoiden Verästelungen im Jahre 2008, der wird jede Menge Spaß an dem 40-minütigen Mix von Four Tet haben, seinem zweiten für die formidable Seite Allez-Allez.

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Tracklist:

four tet – ringer
joe r lewis – love of my own
new york community choir – express yourself
ricardo villalobos – enfants (chants)
delia gonzales and gavin russom – rise (DFA remix)
liquid liquid – bellhead (harvey edit)
avus – tear
burial – raver
sam clarence – sextant daktari
wookie – manchu 2
autechre – play neu!
matt john – olga dancekowski
kraftwerk – ruckzuck
plastikman – kiropraktor

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Moldover – Controllerism

Moldover hat den Begriff Controllerism geprägt, wenn nicht erfunden. Controllerism ist “digitales Turntablism” mit dem Einsatz von Softwarecontrollern statt Plattenspielern. Diese Begriffsfindung ist nicht nur cleveres Self-Marketing, das ihm und Gleichgesinnten kürzlich einen Bericht auf Arte eingebracht hat. Schließlch gehört zum Controllerism auch der Eigenbau des Setups, was ausgefallene Performances erlaubt.

Dass individuelles Instrumentarium zusätzliches Interesse generiert, hat Aphex Twin vorgemacht: Die Presse sog diese mechanistische Erklärung für Aphex´ Sounduniversum begierig auf und er selbst beförderte den Mythos damit, dass bei Live-Auftritten niemand näher als zwei Meter an die mit Tüchern verhüllten Gerätschaften heran durfte – man munkelt jedoch, dass außer einem angelöteten Poti nicht viel zu entdecken gewesen wäre. Hier weht ein anderer Geist, Moldover erläutert in Videotutorials recht detailliert sein Konzept. Hier Teil 1:

YouTube Preview Image

Mash-Up-typisch werden im hier angefügten “Warper”-Mix Hits mit Hits gemixt, an der unten angefügten Tracklist kann man aber ablesen, dass kaum einer länger als 30 Sekunden nur für sich läuft. Auf seiner Homepage finden sich für Beatnologen noch wesentlich interessantere Mixe.

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Philip Sherburne – An unseasonably warm Mix

philip_sherburne.jpgSherburnes zweiter Mix für die außerordentlich emfehlenswerte Seite “allez-allez”, zu dem er selber folgendes zu sagen hat:

“a few weeks ago, there was snow falling in portland, oregon—not enough to stick, but enough to make you wonder if the winter, or even just the ubiquitous northwest grey, would ever break. Then, last saturday, kapow: tulips opened, a snowy mount hood gleamed against a robin’s-egg sky, and temperatures soared to 75 degrees—the perfect conditions for an impromptu backyard barbecue. (visiting home, meanwhile, has provided the perfect conditions for pulling out old favorites that had fallen by the wayside, like H3ÖH’s astonishing “mind loss” — how could I have forgotten about that track?). the results, more or less “deep” or “house” (or even, sure, “deep house”) in nature, are mildly schizophrenic, mixing the bleak and streamlined with the lush and overgrown. call it seasonal dissonance.”

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Tracklist:
newworldromantic – spirit (delsin, 2002)
H3ÖH – mind loss (ash international, 1993)
newworldaquariuum – trespassers (delsin, 2000)
brendon moeller – jazz (third ear, 2007)
sasse – soul sounds (dirt crew solid diamond remix) (moodmusic, 2005)
session victim – no friends (no power) (real soon, 2008)
justin martin – the sad piano (charles webster remix) (buzzin fly, 2004)
furry phreaks – tearful (miso, 2004)
pepe bradock – 4 (atavisme, 2003)
i:cube – tunnel vision (versatile, 2003)
jamie lloyd – what we have (…is a zwicker remix) (future classic, 2007)

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John B – Electrostepper Deluxe

john b promo 2008Gäbe es eine eigene Wikipedia für die Drum&Bass-Welt, würde der Eintrag zu “enfant terrible” wohl mit dem zu John B zusammengelegt: Der Electro-Glampunk-Rocker hat sich als großartiger Produzent und äußerst unterhaltsamer DJ sein eigenes Subgenre erschaffen. Er polarisiert, nimmt sich aber nicht zu ernst und beweist immer wieder Humor.

1996 mit den ersten Releases gestartet, produzierte er sich durch düsteres Ravegebolze zu Studentenjazz und nahm sogar den Latin-D&B-Trend zum Anfang der Jahrtausendwende voraus. Mit seinem Händchen für Tanzflur-Cheese verpasste er Metalheadz mit “Up all Night” in 2001 eine unsterbliche Clubhymne, mit hochgepitchten Rave-Vocals als klebrigem Zuckerguß über einem körnigen Beatgerüst.

Nach diesem Riesenerfolg überraschte er Anfang 2002 mit einem Drum&Bass-Stil, der sich aus 80´s New Wave, Electroclash und Trance-Elementen zusammensetzte. Den Release seiner “American Girls”-EP lancierte er geschickt mit einem trashigen Webclip der damals heiss gehandelten rathergood.com-Posse (click pic to watch):

john b - american girls

“American Girls” markierte seinen endgültigen Bruch mit Szenekonformitäten: Der gesamte Sound fiel völlig aus dem Rahmen, der Titeltrack setzte auf Humor – in einer verkopften Szene, die in weiten Teilen von düsterer Grimmigkeit beherrscht wird – und zu allem Überfluss begann sich sein Erscheinungsbild durch Kleidung und Schminke einem Glampunk aus den 80ern anzunähern.

Von der Dogmatikerfraktion erntete er dafür viel Gegenwind, auf den er humorvoll mit einem Track antwortete: Im “Blandwagon Poos”-Intro (Audio) muss sich John am Telefon so einiges anhören, u.a.: “What’s up with all this eighties shit and wearing make-up – is there something you ain’t telling us mate?” Danach geht ein Beatgewitter los, das eine Stilrichtung (und einen bestimmten Track) parodiert und zwar so übertrieben und gekonnt, dass er damit so einige Kritiker in die Schranken verwies.

Er ließ sich also nicht davon abhalten, sein eigenes Subgenre zu erschaffen, das er 2006 mit der Doppel-CD “Electrostep” zelebrierte. Neben eigenen Tracks enthält sein fünftes Album Coverversionen & Remixes von Electroclash-Combos und 80er-Größen wie Softcell, Howard Jones oder dem One-Hit-Wonder “Mickey” von Toni Basil (Clip):

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Sein Erfolg verdankt sich neben seinen Produktions- und DJ-Skills auch, dass er sehr früh begonnen hat, das Netz als Marketinginstrument zu nutzen (Albumsingle “I´ve been stalking you on MySpace”). Inzwischen hat er es nicht nur im größten D&B-Forum zu einem eigenen Smilie gebrachtjohn.gif sondern besitzt eine globale Fangemeinde.

Seine erstaunlichen Tourdates findet man auf MySpace gelistet, weitere Anlaufstellen sind sein Blog oder seine Flickr-Gallery. Im Shop seines Beta-Recordings-Labels kann man seine Musik kaufen. Umsonst gibt es regelmäßig Livemitschnitte & Radioshows auf seiner Podcast-Seite (Feed). Neben Drum&Bass präsentiert er dort auch viele dreckig-rotzige Electro/Techno-Sets.

john b

Wie ich erst kürzlich erleben durfte, wechselt er live auch gerne mal zwischen diesen Genres. Wärmstens empfohlen werden kann sein Live-Set von vergangenem Sommer in Augsburg, der gleich mit einer elektrostepifizierten Version von Flashdance-Hit “Maniac” startet.

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Tracklist

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GudeLaune mit Top Billin – Exklusiv für XLR8R

topbillin.jpg“Finnish DJ/production/remix outfit Top Billin gathers everyone from Bounty Killer to Holy Ghost! and Jesse Rose together, for what’s likely to become our ultimate party soundtrack of 2008. The trio, which consists of Fiskars, Sir Nenis, and Flipperi, are self-proclaimed makers of fun-loving music and have proven this again and again with their performances alongside Justice and Tittsworth, remixes for the likes of Trouble & Bass, and support from Diplo, Sinden, A-Trak, and dozens of others. Check out their new EP, just released on their own Top Billin Music imprint.” (Quelle: XLR8R)

Anören kann man sich die volle Ladung GudeLaune hier!

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Tracklisting
1. Bounty Killer “Top Billing” (K-Licious)
2. Red Foxx “Dem A Fight” (StepSun)
3. Cutty Ranks “Next Reggaesode” (Breaks R Us)
4. Tiger Ranks “Party With Me” (Soul Jazz)
5. Kenny Dope “Supa (Can I Kick It?)” (Atlantic)
6. Teddy Pendergrass “Believe In Love” (Elektra)
7. George Michael “Father Figure” (remix) (Crooklyn)
8. The Police “Voices Inside My Head” (A&M)
9. Keyshia Cole “Shoulda Let You Go” (Eli’s echo mix) (white)
10. Holy Ghost! “Hold On” (DFA)
11. Aeroplane “Pacific Air Race” (Eskimo)
12. Good As Gold “Waiting For You” (Top Billin)
13. Andy Caldwell “Warrior (Claude Vonstroke mix)” (OM)
14. Vukasin “I Feel” (Jack Union)
15. Jesse Rose “All Over My Head” (Dubsided)
16. Huoratron “$$ Troopers” (Downtown remix) (New Judas)
17. Sharkslayer “I’ll Be Around” (white)
18. Basement Jaxx “Jump N’ Shout” (XL)
19. Phoenix “If I Ever Feel Better” (club mix) (Source)
20. The Doors “People Are Strange” (club mix) (white)
21. Human League “The Things That Dreams Are Made Of (club mix)” (Hooj Choons)
22. Alan Braxe “Addicted” (Kitsune)
23. DJ Sega “Fuck Um!” (Hollertronix)
24. A-Town Players “Wassup Wassup! (DJ Icee mix)” (Premeditated)
25. Lionel Ritchie “All Night Long (Rico Tubbs remix)” (white)
26. KW Griff “Fascination” (Unruly)
27. Curses! “What I Need (Sharkslayer remix)” (Trouble & Bass)
28. Top Billin “Hoes & House” (Top Billin)
29. Count Of Monte Cristal “Bounce Dat Ass “(Cheap Thrills)
30. Rusko “Cockney Thug” (Sub Soldiers)

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Hexstatic – Medmix

hexstatic.jpg“Quirky audio visual electro” ist das, was Stuart Warren Hill und Robin Brunson nun schon seit mittlerweile elf Jahren machen. Audiovisuelle Großmeister, denen ab und an auch sehr schöne Alben gelingen. Ich bin eher ein Fan ihrer Mixe und da haben die beiden auch prompt was ganz frisches im Angebot: Den zweistündigen “Medmix”, mit Spannungsbogen von Hü nach Hott. Here we go.

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Myom – Drumstep

Seit ein paar Tagen online – mein neuer Drum&Bass-Mix. Da er etwas aus dem Rahmen des Üblichen fällt, mal ein paar Ausführungen dazu:

Was meine Begeisterung für das Drum&Bass-Genre Mitte der 90er auslöste: D&B war Musik zum Zuhören und Staunen, die vor Experimentierfreudigkeit übersprühte. Das innovative Spiel mit Beats, Bässen und Soundscapes steht heute leider oft dem gegenüber zurück, Formeln bedienen, Produktionstechniken und Subgenres perfektionieren zu wollen. Eine Entwicklung, die sich wohl zyklisch in allen Genres vollzieht.

Elektronische DJ-Musik forciert diesen Prozess vielleicht besonders, denn sie ist auf Mixbarkeit angelegt. Diese erfordert ein ähnliches Tempo (bei D&B um die 170bpm) und wird durch einen einheitlichen Grundbeat erleichert. Im House & Techno (120-140bpm) ist es die durchgehende Bassdrum auf den Vierteln (Boom-Boom-Boom-Boom), im D&B herrscht seit langem das Dogma des 2Step-Beat mit Snare auf 2 & 4 (Boom-Tschak Boom-Tschak), über den zwar in unzähigen Formen variiert wird, auf dem aber 90% aller Tracks aufbauen.

In diesen Mix habe ich ausschließlich Tracks zusammengebracht, die auf dem üblichen D&B-Tempo andere Beatstrukturen entwickeln. Der Mixtitel “Drumstep” rührt natürlich von der Dubstep-Ästhetik einiger Tracks. Dubstep ist jedoch eigentlich langsamer (um die 140bpm). Ist das also nun überhaupt noch D&B? Oder Dubstep auf 170bpm? Müßige Fragen für Menschen mit erhöhter Schubladenhaftung.

In meinen Mixtapes versuche ich Tracks mit langen Übergängen zu verbinden und manchmal aus zwei Platten auch wirklich eine “Third Record” zu bauen, die nur im Mix existiert. Ebenso wichtig: Stücke sich auch mal entfalten lassen, um Atmosphären und Spannungsbögen aufzubauen. Die propagierten Möglichkeiten neuer digitalen Mixing-Gadgets sind mir herzlich egal. Hier kommen “nur” einige Platten, zwei Technics & ein Mixer zum Einsatz.

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Shit Robot Mix

shit-robot.jpgDFA stellt ja immer wieder gerne Radio-Mixes zum Download auf seiner Seite bereit. Hier der aktuelle vom Januar 2008 – Shit Robot dreht einmal die – elektronische – Musikgeschichte von Bryan Ferry bis Hercules and Love Affair längs. Feine Sache, das.

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