Beiträge zum Stichwort: DJ Shadow

[Album] DJ Food - The Search Engine

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Es mag Zufall sein, dass „The Search Engine“ wie eine Mischung aus dem Intro von DJ Shadows „The Outsider“ (seiner vielleicht schwächsten Platte) und einem Ian-Brown-Stück auf dem legendären U.N.K.L.E.-Album beginnt. Abgesteckt wären die Leitplanken des ersten DJ Food-Longplayers nach elf (!) Jahren damit aber in aller Deutlichkeit. Vorbei die Zeiten, in denen Strictly Kev mit den legendären „Jazz Brakes“-Veröffentlichungen den Sound des Ninja-Tune-Labels quasi als Blaupause in die Welt trug, jetzt wird gerockt. Natürlich in übertragenem Sinne und mit illustrer Gästeschar: Natural Self, JG Thirlwell und Matt Johnson (The The) sind dabei, wenn Food die fordernde Quere der Vergangenheit gegen durch und durch kickenden Dancefloorsound eintauscht. „Wie Fatboy Slim mit Restwürde“ denkt man erschrocken beim Achteinhalbminüter „Giant“ (mit besagtem Matt Johnson als Dämon am Mikro), der in seinen Grundfesten ganz deutlich von den Charlatans gemauert wurde. Strictly Kev will jetzt und hier ganz deutlich an die Fleischtöpfe. Könnte ihm gelingen, denn hochwertiger hat in den vergangenen Monaten keiner schmutzige Coolness in den Rachen der „Solid Steel“-Gemeinde geworfen.

“The Search Engine” erscheint am 13. Januar bei Ninja Tune/Rough Trade.

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[Live] Der Irre in der Kugel: DJ Shadow

Was für eine Live-Show. Was DJ Shadow da auf seiner “Live at the Shadowsphere”-Tour samt Ikea-Ausstattung auf der Bühne abzieht, lässt nur Großes für das im September anstehende Album erahnen. Hier zwei Ausschnitte seines Konzertes im Hamburger Uebel&Gefährlich und ein “Behind the scenes” aus dem vergangenen Jahr.

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http://www.vimeo.com/17815567

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The DJ Shadow Remix Project - Free Download

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“The DJ Shadow Remix Project began as an experiment to see if we could engage and empower the online remixing community. Initially, Mike (Fiebach, of DJShadow.com) and I figured we’d award a prize through the site, stream a few winning mixes, and leave it at that. Eighty or so submissions later, I started thinking ‘Hmm, maybe we should open this up a little.’

I love this release, more than I ever dreamed I would. I love the lo-fi basement aesthetic of economic’s vision, the sophisticated sheen of Randomatik’s ‘Scatterbrain’ mix, the grit and swagger of Irn Mnky. In many cases, new life has been breathed into songs I had long-since resigned to the past, and made them fresh again. You WILL hear these mixes in future shows, and that’s the strongest endorsement I can give as a DJ. From one artist to another, thank you for inspiring me.”
-DJ Shadow

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Funki Porcini - On

funki_porcini_-_onFamilienaufstellung first: Mitte der 90er war das Ninja Tune-Label das heiße Ding. Dunkler Downbeat, TripHop allerorten und es wurde gesampled was das Zeug hielt. Dieses Universum wurde durch zwei Alben zusammen gehalten: DJ Shadows „Endtroducing“ war das bedrohliche Massaker am einen Ende, Funki Porcinis „Hed Phone Sex“ das luftig-jazzige Gegenstück am anderen Ende. Fünfzehn Jahre später und acht Jahre nach seinem letzten Ninja Tune-Release „Fast Asleep“ ist James Braddell alias Funki Porcini erneut als Fallensteller allererster Güte zurück. Was im ersten Hördurchgang als eingängiger Jazz-Dreampop durchgeht, entwickelt bei näherer Betrachtung Widerhaken en masse: Die Jazz-Breaks sind Blaupausen für Amok-Tüftler wie Amon Tobin, die nahezu comicartigen Piano-Sequenzen schwimmen im Ozean der Boards Of Canada. Im Gegensatz zu seinen vier vorherigen Alben verzichtet Braddell weitaus stärker auf Samples zu Gunsten knackiger Live-Instrumentierung. Dennoch: Es ist nicht mehr 1995 und der Begriff Future-Jazz ist passé. Der Fluch der guten Tat, wenn man die Zukunft schon vor fünfzehn Jahren vorgezeichnet hat.

“On” erscheint am 14. Mai via Ninja Tune / Rough Trade.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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DJ Vadim - U Can’t Lurn Imaginashun

51lopbmnccl_sl500_aa240_Als DJ Vadim Mitte der 90er auf der dafür geradezu geschaffenen Plattform Ninja Tune die Bühne betrat, waren seine Tracks nahezu unhörbar. Akademischer als DJ Shadow, brutaler als DJ Krush. „U.S.S.R. Repertoire“ ist nach wie vor eines der anstrengendsten und gleichzeitig schönsten Alben der HipHop-Geschichte. Doch die Zeiten ändern sich: Auf Ninja Tune veröffentlicht er seit einiger Zeit nicht mehr und Dank seines Faibles für weibliche Gast-Stimmen, die er bereits auf dem Vorgänger „The Soundcatcher“ und seinem Nebenprojekt „One Self“ kultivierte, gibt der fürchterlich nette Vadim mittlerweile der guten Laune Raum satt. Gerade und erst recht nach der zeitweisen Erblindung und der Überwindung des Augenkrebses im vergangenen Jahr. Mit einem prallen Werk von Jay-Z-Gedächtnisraps dank Juice Lee und RJay über schwüle Laszivität mit Sabira Jade bis hin zu den sanft eingestreuten typisch vadimschen Beat-Verwinkelungen. Mit den gelinde gesagt „schwierigen“ Tunes der Vergangenheit hat das nichts mehr zu tun. Im Studio von DJ Vadim knallt jetzt die Sonne durchs Fenster.

“U Can’t Lurn Imaginashun” erscheint am 8. Mai bei 99999/Alive.

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Neuer Blip-Sixpack auf Munitionen.de

bliplogoUm die ganze Sache aktuell und spannend zu halten, findet ihr in unserem Blip-Player jetzt ein Sixpack-Special unseres favorisierten Labels Ninja Tune.

Amon Tobin - Ruthless
Sixtoo - The 4th Line
Hextstatic - Red Laser Beam
Bonobo - Nightlite
DJ Shadow - Midnight In A Perfect World
New Flesh - Backyard

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DJ Shadow & Cut Chemist - The Hard Sell @ Atelier, Luxembourg

shadow cut chemist Foto von Ralf Heid - Gesamtes Fotoalbum bei flickr

Nachdem wir die xte Gasse im Luxemburger Bahnhofsviertel erfolglos nach einem freien Fleckchen Asphalt abgesucht hatten war uns klar: Es würde sehr voll werden im Atelier. Den nachhaltigsten Eindruck des Abends hinterließen dann auch die spitzen Absätze einer der gefühlten 350 Personen, die im Laufe der 3 Stunden meine zarten Füßchen malträtierten. Eine Sardinenbüchse war ein Loft dagegen.

Dank ausgedehnter Parkplatzsuche konnten wir den Warm Up des Koala Kid leider nur 15 Minuten bewundern. In dieser Zeit hörte man nichts Unbekanntes von ihm, sah aber mal mit eigenen Augen, wie sich Plattenspieler wirklich als Instrument einsetzen lassen, als auch, dass Musik und Humor ohne Peinlichkeiten vereinbar sind. Schlusspunkt seiner Performance bildete seine Moon River-Reinterpretation (YouTube), die er vorgeblich entworfen hat, um seiner Mutter zu erklären, was zum Teufel er da eigentlich anstelle.

Dankbarerweise lichtete sich die Menge in der Pause (Rauchen! Bier!) und erlaubte den Verbliebenen ein Durchatmen vor dem Auftritt von DJ Shadow & Cut Chemist. Nicht selten bauen musikalische Konzepte auf einer eingegrenzten Auswahl der Mittel auf. In ihrer Show “The Hard Sell” nutzen die beiden “nur” 8 Plattenspieler mit Mixern, sowie Effektgerät und Loop-Pedal. Als weitere Einschränkung kommen nur 7″-Singles auf die Teller. Bevor ich mich in Details verliere, hier der Clip, der anfangs auf Videowand eingespielt, das Konzept erklärte:

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Die Visuals, die wie der Clip durchgängig mit viel foreign footage gebastelt waren, erwiesen sich als großartig auf die Sounds abgestimmt und definitive Bereicherung der Show. Auch die Gehörgänge wurden in angenehmen Stimulationen gebadet und glücklicherweise nicht mit Scratch-Orgien (vulgo: nervtötendem Turntablism-Gewichse) überbeansprucht - die beiden setzen ihre awardgekrönten Techniken stets als musikalisch bereichernde Elemente ein.

Stilistisch spannten sie einen sehr weiten Bogen - neben dem obligatorischen HipHop, Funk & Soul und zahlreicher Einsprengsel aus dem Kuriositätenkabinett überraschte mich ein an den Schluss gestellter elektronisch dominerter Block, der mit einer 80er Jahre-Elektroversion des Pac Man-Gamesoundtracks einleitete und diverse elektrifizierte Genres abgraste. Sogar Various Productions durften kurz aus der Dubstep-Ecke grüßen.

Als sich die beiden zur Zugabe tragbare Plattenspieler umhingen, um Riffs und Krach zu Metallica´s “One” zu scratchen, markierte das allerdeutlichst den Zeitpunkt zum Rückzug von einem schönen Abend, der leider durch Überfüllung der Location vermiest wurde. Ein Grund, sich mal in Ruhe die DVD zu Gemüte zu führen.

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DJ Shadow & Cut Chemist: The Hard Sell live

photo_theoutsi_72rgb.jpg“The Hard Sell” heißt das Monster-Programm, mit dem die Herren DJ Shadow und Cut Chemist eine neue Beats- und Breaks-Messlatte legen. Satte 17.000 Zuschauer ließen sich in der „Hollywood Bowl“ das Set mit sage und schreibe acht Turntables und allerlei Tricksereien mehr um die Ohren hauen. „The Hard Sell“ ist die dritte gemeinsame große Produktion der beiden Kalifornier nach den Brainfreeze- und Product Placements-Sets in den Jahren 1999 und 2001. Neben eigenem Material schmieren Shadow und Cut Chemist Sounds aller Styles und Epochen in ein amüsantes Gemisch aus provokanten Mash-Ups, Rap Mixes und allem dazwischen. Apropos eigenes Material: Von dem überraschend schwachen letzten Album „The Outsider“ einmal abgesehen, hat DJ Shadow eineinhalb Dekaden lang die Grenzen zwischen HipHop und Breaks aufgerissen wie kein Zweiter. Remember „Endtroducing“, dieses fantastische Album mit Referenz-Auswirkungen bis in die hintersten Winkel der Clubs weltweit? Es gibt also keinen Geeigneteren, dieses größenwahnsinnige Projekt, bei dem übrigens als Sidekick auch „Your Mom’s Favourite DJ“, Kid Koala, am Start ist, zu realisieren. Oder wie er selber sagt: “We want to play something to make everyone smile… and then send them running for the exits!” Bitte alles vergessen, was mit mp3-Deejaying oder ähnlichem zu tun hat; “The Hard Sell” ist kopfsprengendes und genreüberwindendes Turntablism at it’s best. Funk, HipHop und Rock in einer der größten und ambitionierten Shows der letzten Jahre.

Um den Mund etwas zu wässern und sich seiner großen Momente - auch und gerade live - zu erinnern, hier ein kleiner Ausschnitt aus dem DJ Shadow-Auftritt in der Brixton Academy/London.

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Tourtermine:

13.03. London - Round House

14.03. Dublin - The Ambassador

16.03. Hamburg - Übel & Gefährlich

17.03. Kopenhagen - Vega

19.03. Luxemburg - Den Atelier

20.03. Brüssel - Ancienne Belgique

21.03. Amsterdam - Paradiso

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