I Like Trains - He Who Saw The Deep
1. November 2010
Die größte Veränderung bei I Like Trains ist, dass sie nicht mehr auf die alberne Schreibweise iLiKETRAiNS bestehen, weitere Fortschritte erschließen sich nicht. Die elegische, sehr britische Sehnsuchtsmusik wird gelegentlich als Postrock bezeichnet, weil die Band sich ein paar Tappingtricks von Mogwai abgeschaut hat, meistens zieht es die Songs aber eher in die Nähe von Bombastpop wie den der Editors oder Doves – manchmal fühlt man sich durch den prononcierten Bariton-Raunegesang von David Martin sogar halbbelustigt an Dirk von Lowtzows mittelschwer affektierten Vortrag bei Phantom/Ghost erinnert. Dabei ist „He Who Saw The Deep“ geeignete Musik um mal die Mundwinkel locker zu lassen und dem aufrechten Gang eine Pause zu gönnen. Wie angedeutet machen I Like Trains kaum etwas, das andere nicht vor ihnen probiert hätten. Da die Band aus Leeds ihre Einflüsse allerdings sehr pointiert zusammenfasst, vergisst man häufiger sich zu langweilen – sehr viel Erinnernswertes bleibt abseits der hübschen Laut/Leise-Dynamik von „Sea Of Regrets“ dennoch nicht hängen.
“He Who Saw The Deep” ist bereits bei ILT/Cargo erschienen.
Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.
Alben, Musik
Keine Kommentare



















