Beiträge zum Stichwort: Doves

I Like Trains - He Who Saw The Deep

iliketrainsDie größte Veränderung bei I Like Trains ist, dass sie nicht mehr auf die alberne Schreibweise iLiKETRAiNS bestehen, weitere Fortschritte erschließen sich nicht. Die elegische, sehr britische Sehnsuchtsmusik wird gelegentlich als Postrock bezeichnet, weil die Band sich ein paar Tappingtricks von Mogwai abgeschaut hat, meistens zieht es die Songs aber eher in die Nähe von Bombastpop wie den der Editors oder Doves – manchmal fühlt man sich durch den prononcierten Bariton-Raunegesang von David Martin sogar halbbelustigt an Dirk von Lowtzows mittelschwer affektierten Vortrag bei Phantom/Ghost erinnert. Dabei ist „He Who Saw The Deep“ geeignete Musik um mal die Mundwinkel locker zu lassen und dem aufrechten Gang eine Pause zu gönnen. Wie angedeutet machen I Like Trains kaum etwas, das andere nicht vor ihnen probiert hätten. Da die Band aus Leeds ihre Einflüsse allerdings sehr pointiert zusammenfasst, vergisst man häufiger sich zu langweilen – sehr viel Erinnernswertes bleibt abseits der hübschen Laut/Leise-Dynamik von „Sea Of Regrets“ dennoch nicht hängen.

“He Who Saw The Deep” ist bereits bei ILT/Cargo erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Doves - Kingdom Of Rust

the-dovesIst das jetzt nur das Ende einer kreativen Pause, muss man es Reunion oder Comeback nennen? Jedenfalls waren die Doves sehr lange von der Bildfläche verschwunden, ihr letztes Album „Some Cities” liegt vier Jahre zurück. Der elektronisch veredelte Britrock, der gleichermaßen Shoegazer-Helden wie Ride beerbt als auch das Hymnische von Athlete und Coldplay nachzuempfinden vermag, kehrt durchaus wiedererkennbar aus dem Exil zurück. Ein zwingender Song wie „Pounding” vom zweiten Album „The Last Broadcast” mag dem Trio nicht glücken, dafür ist „Kingdom Of Rust” ein ansprechend konsistentes Album geworden - vielleicht nicht unbedingt die künstlerische Großtat, auf die man nach jahrelanger Versenkung zu hoffen hätte wagen können. Einerlei: Doves haben ein weiteres Album gemacht, das ist gut und darum zu begrüßen. Nur fragt man sich, ob ein Schnellschuss der talentierten Musiker nicht spannender wäre.

“Kingdom Of Rust” ist bereits bei EMI erschienen.

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