Nicht dass wir vorschnelle Urteile unterstützen, aber der erste Eindruck trügt nicht. Bereits ein flüchtiger Blick aufs Cover des Nachfolgers von „A Cell In The Sea“ lässt aufmerken: Während Alison Sudol bei ihrem Debüt noch unter sich schaute, wird auf „Bomb In A Birdcage“ die Brust vorgestreckt. Selbstbewusster klingen die neuen Songs, die sich nach dem hübschen Folk-Ditty zu Beginn zu meisterhaft gedrechseltem Singer/Songwriter-Pop emporschrauben. Für jemanden, der alleine am Klavier anfing Konzerte zu spielen, schrammt das überaus einfallsreiche Album häufiger mal haarscharf an der Überproduktion vorbei, aber vielleicht gehört das noch zum Ausprobieren in Ermangelung einer unumstößlichen Vision: langweilig ist die Mischung aus Dreampop, Elektrocountry und Pianoballaden dadurch immerhin nie – wenn auch manchmal der rote Faden fehlt.
“Bomb In A Birdcage” erscheint am 28. August bei Virgin/EMI.
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