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[Album] Elbow - Build A Rocket Boys!

elbowWir Nostalgiker lieben ja altmodische Karrieren wie die von Elbow: langsam, mit dem künstlerischen Wortschatz der Band wachsend. „Build A Rocket Boys” ist vorläufiger Höhepunkt der Entwicklung und dabei eine sehr in sich ruhende Veranstaltung: kleine melodische Wunder entfalten sich in den Songs auf geradezu lächerlich beiläufige Art und Weise. Elbow sind in Klang und Struktur verliebt wie die späten Talk Talk, aber mit einem unverzagt vor sich hinpochenden Folk-Herzen. So geht Britpop auch. Selten bricht die Band mal aus, der domestizierte Rock der Single „Neat Little Rows” wirkt inmitten des Zimmerlautstärkepops wie ein Fremdkörper. Das ist eher verzeihlich als willkommen. Dennoch ist „Let’s Build A Rocket, Boys” ein schönes Beispiel für ein Album, das nicht als verzettelte Sammlung von einen MP3s auf dem Rechner landen darf, sondern im Ganzen gehört werden muss. Hits: 0. Klassiker: 1.

“Build A Rocket Boys!” ist bereits bei Universal erschienen.

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Massive Attack - Heligoland

massive-attackDas Comeback-Album von Massive Attack eröffnet Tunde Adebimpe von TV On The Radio, der den dunklen Loop ‘n’ Roll seiner Band vorsichtshalber mitgebracht hat. Der verträgt sich gut mit dem groovelastigen Minimalismus der einstigen TripHop-Posterboys, die auf „Heligoland” so viele alte Bekannte und neue Gesichter um sich geschart haben, dass die Platte mehr nach Producer-Album als nach einer Band klingt. Dumpf-rauchiger Downbeat findet sich kaum, Robert „3D” Del Naja verleiht den Tracks ein crispes Hi-Fi-Gerüst, durch das knisternde Samples nur selten schleichen, wie Geister der Vergangenheit. Am Mikro gastieren neben den üblichen Verdächtigen Horace Andy und Martina Topley-Bird außerdem Guy Garvey von Elbow, Hope Sandoval und Damon Albarn. Soviel Starpower hätte es gar nicht bedurft, um sich Gehör zu verschaffen.

“Heligoland” erscheint am 5. Februar bei EMI.

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