Beiträge zum Stichwort: Elektronik

[Video] 14th – Hide Yourself

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[Album] New Build – Yesterday Was Lived And Lost

Bei Hot Chip brennt die Hütte: Nach Alben von About Group und The 2 Bears folgt mit New Build das nächste Seitenprojekt der lustigen Londoner Nerdtruppe. Das Projekt setzt sich aus den Hot-Chip-Fricklern Al Doyle und Felix Martin sowie dem Produzenten Tom Hopkins zusammen. Ersterer ist auch für Texte und Gesang zuständig, was ein wenig verwundert, da er bei Hot Chip bisher eher durch Soundarrangements denn durch Songwriting aufgefallen ist. Doch es funktioniert: Doyles Stimme wirkt durch die dezent eingesetzten Tonhöhen-Korrektursysteme zwar ein bisschen entrückt, doch die Songs leben ohnehin mehr von dem guten Songwriting. Die Vorliebe für Bands wie The Soft Machine, Roxy Music oder auch die frühen Genesis wird zum Teil mit den Mitteln elektronischer Musik ausgelebt. Es gibt also bis obenhin vollgepackte Songs, abstrakte Synthesizer-Spielereien und ab und an auch jaulende Gitarren. Und nichts davon nervt. Denn zwischendurch schälen sich auch gänzlich simple Electropop-Perlen wie die unverschämt eingängige Vorabsingle »Do You Not Feel Loved?« heraus, die vielleicht jetzt schon zu den besten Genresongs des Jahres gehört.

“Yesterday Was Lived And Lost” ist bereits bei Lanark/Pias erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Video] Moodymann – 9 Nites 2 Nowhere

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[Mix] fabric 63: Levon Vincent

fabric 63: Levon Vincent by fabric

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[Album] Mouse On Mars – Parastrophics

Über zehn Alben hinweg dem Götzen der Progressivität zu huldigen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es sei Andi Toma und Jan St Werner zugestanden, seit dem Debüt „Vulvaland“ aus dem Jahr 1994 immer wieder auf Track- und Albumlänge tief Luft geholt zu haben und sich vorsichtig in Randbereiche der elektronischen Stadtteile vorzuwagen. 2012 verbreiten Mouse On Mars vorwiegend gute Laune: „Parastrophics“ ist eine Werkstatt, in der Ideen mit viel Spaß kultiviert werden. Und ist die eine aufgedacht, wird die nächste längs gezogen. So geht das über 13 Tracks hinweg und die Geschwindigkeit wird und wird nicht geringer. Ab und an wäre Luftholen angebracht, denn wer immer nur im fünften Gang fährt, macht den Wagen ja auch kaputt. Aber: Frickelig war gestern, hier und heute bolzen Mouse On Mars eine selbstbewusste Version von „Niun Niggung“ (das 2000er-Album; für Geschichtsinteressierte) raus. Als Band, nicht als Projekt. Den feinen Unterschied gilt es herauszuhören.

Album via Soundcloud anhören.

“Parastrophics” ist bereits bei Monkeytown/Rough Trade erschienen.

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[Album] Lindstrøm – Six Cups Of Rebel

23066518Nach dem Electrofunk mit Sängerin Christabelle und der Krautrock-Improvisation mit seinem Buddy Prins Thomas ist der Maestro der Spacedisco jetzt wieder solo unterwegs. Mittlerweile scheint sich der Norweger als etwas eigenwilliger Produzent zwischen allen Stühlen ganz gut eingerichtet zu haben. Er weiß auf »Six Cups Of Rebel« die Kirchenorgel zu rehabilitieren, das echte Schlagzeug löst immer wieder den Drumcomputer ab, und zwischendurch kreischen auch die Gitarren. Alles also der gewohnte Albtraum für den Four-to-the-floor-Puristen, denn ein gewisses Faible für Prog und Pomp sollte man schon mitbringen. Und doch schielt das Album etwas mehr auf den Tanzboden als der bekifftere Vorgänger »Where You Go I Go Too«. Was vor allem daran liegt, dass Lindstrøm in jüngster Zeit gerne mal die Acidkeule rausholt, das Stück »Hina« zitiert sogar den alten Ron-Hardy-Klassiker »Sensation«. Und wenn der Osloer über knarzende Discobässe »All I want is a quiet place to live« singt, beweist er auch noch eine gute Portion Humor.

“Six Cups Of Rebel” ist bereits bei Smalltown Supersound/Soulfood erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Video] Plaid – 35 Summers

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[Album+Stream] Amon Tobin – ISAM

41npsjibusl_sl500_aa300_Drei Jahre seit seiner letzten Veröffentlichung, der EP „Taxidermia“, ließ sich der brasilianische Störfrequenzler Amon Tobin Zeit, bis sich wieder genügend Falltüren, Umwege, Verkantungen und Brüche für ein neues Album angesammelt hatten. Wobei „Album“ ja schon den Anschein einer Reihenfolge von Tracks erweckt, den Tobin wieder einmal nicht erfüllen mag. Cineastische Untermalungen, von Videospielen inspirierte Sequenzen, Streifzüge durch die grundlegende und nicht-elektronische Musikgeschichte seines Heimatlandes; alles verquickt, nichts der Wohlgefälligkeit geopfert. Nicht ganz so brutal wie „Foley Room“, aber auch nicht so eingängig – wenn man davon im tobinschen Universum überhaupt sprechen kann – wie „Supermodified“ und „Bricolage“ ist sein neues Werk, eine elektronische Abrissbirne, die es nicht zum Bruch mit den Brüchen kommen lässt. Sperrig zum Einstieg, aber wie immer wunderschön, wenn man erst einmal mit auf den Zug aufgesprungen ist. Für Fans von: verwinkelten Landschaften, LSD und rückwärts abgespielten Filmen.

“ISAM” erscheint am 23. Mai bei Ninja Tune.

‘ISAM’ – Full album with track-by-track commentary from Amon Tobin by Amon Tobin


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[EP+Stream] My Panda Shall Fly – Sorry I Took So Long

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„Sorry I Took So Long“ entschuldigt sich der in Sri Lanka geborene My Panda Shall Fly im Titel seiner vor wenigen Wochen erschienenen Debüt-EP, die mit ihrer knackigen Frische aufgeweckte Bässe mit fast discoidem Dubstep verbindet. Duftes Zeug vom Dam Mantle-Labelkollegen bei Growing Records, das auch schon den Weg in die Plattenkiste von Gold Panda gefunden hat. Amtlich sonniges Tanzmaterial mit Videospiel-Bleebs als Zwischenspiele zum Verlieben. Bitte nicht vom trippigen Video zu „Xerox“ irritieren lassen, der will nur spielen! Unter anderem am 26. Juni im Hamburger Golden Pudel Club!

My Panda Shall Fly – Sorry I Took So Long EP (Growing Records) by My Panda Shall Fly ♥

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[Album+Stream] Robag Wruhme – Thora Vukk

wruhmeJenas Chef-Onomatopoetiker Robag Wruhme setzt nach der Trennung der Wighnomy Brothers neue Wegmarken. Nach der Split-Single mit Isolee und einer Mix-Compilation mit dem Titel „Wuppdeckmischmamplow“ folgt nun auch ein neues Album. Bei dem von DJ Koze ins Leben gerufenen Imprint Pampa hat Wruhme eine neue Labelheimat gefunden. Pampa muss man sich als Spielwiese für sympathische Enddreißiger vorstellen, die nach neuen Wegen suchen, interessante Sachen zu machen. Sagt zumindest Ada, deren neues Album ebenfalls auf Pampa erscheint. Nach den ersten Hördurchgängen von „Thora Vukk“ scheint man ihr beipflichten zu wollen. Die einzelnen Stücke werden zusammengehalten beziehungsweise vielmehr unterbrochen von sogenannten Brücken (eins bis fünf) und tragen Namen wie „Bommsen Böff“ oder „Prognosen Bomm“. Die Stimmung ist eher melancholisch, Wruhme arbeitet mit Streicherpassagen, Samples, Piano und Gesang, ohne die Stücke dabei zu überfrachten oder gar sperrig zu sein. A lot goes on but nothing happens. Alles steht gleichberechtigt nebeneinander. Stellenweise sehr schön, könnte manchmal aber etwas mehr Fahrt aufnehmen.

Das komplette Album kann man sich hier anhören.

“Thora Vukk” ist bereits bei Pampa erschienen.

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