Beiträge zum Stichwort: Elektronik

The Cinematic Orchestra – Live at the Royal Albert Hall

Mit ihrem auf Ninja Tune erschienenen Album „Motion“ platzierten The Cinematic Orchestra vor knapp zehn Jahren den NuJazz im kredibilen Dance-Gewerbe. Schwebezustände, elegische Langsamkeit und immer wieder großartige Gast-Sängerinnen entzückten von Release zu Release die stets größer werdende Fan-Gemeinde. In Live-Zusammenhänge transportiert, hält „Live at the Royal Albert Hall“ das, was die Tracks auf Album versprechen. Und genau das ist leider ein Problem. Zwar ist dank bezaubernden Stimmen wie Lou Rhodes, Grey Reverend und Heidi Vogel der bombastische Sound des 24-köpfigen Heritage Orchestras angenehm veredelt, die Chance zu einer Ausfeilung ihrer Stücke nützen The Cinematic Orchestra leider nicht. Fast identisch mit den Alben-Versionen wird auf Variationen verzichtet. Für Einsteiger in die Welt des NuJazz-Electronica-Projektes mag dies von Vorteil sein; bekommen sie doch so einen idealen Überblick über die leider immer noch viel zuwenig beachteten Meisterwerke. Diejenigen, die sich gerne an improvisierter Erhöhung ergötzt hätten, müssen auf die semi-offizielle Veröffentlichung des Sets beim Montreux Jazz Festival in Vancouver zurückgreifen.

“Live at the Royal Albert Hall” ist am 4. April via Ninja Tune/Rough Trade erschienen.

Hier noch ein Live-Auftritt bei der “Jimmy Kimmel Show” mit dem Track “Breathe”.

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Nalepa – Monday (The Glitch Mob Remix)

Heute widmen wir uns dem Thema “Wie machen wir aus einem klassischen Ambient-Track ein fettes, wummerndes Monster”? Zur Sache äußern sich die beiden Herren von The Glitch Mob, die den locker und leicht vor sich hinwabernden Track von Nalepa einmal längs ziehen und am Ende ein sechs Minuten langes Stück geil pulsierenden Drecks rausprügeln.

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Philip Sherburne – An unseasonably warm Mix

philip_sherburne.jpgSherburnes zweiter Mix für die außerordentlich emfehlenswerte Seite “allez-allez”, zu dem er selber folgendes zu sagen hat:

“a few weeks ago, there was snow falling in portland, oregon—not enough to stick, but enough to make you wonder if the winter, or even just the ubiquitous northwest grey, would ever break. Then, last saturday, kapow: tulips opened, a snowy mount hood gleamed against a robin’s-egg sky, and temperatures soared to 75 degrees—the perfect conditions for an impromptu backyard barbecue. (visiting home, meanwhile, has provided the perfect conditions for pulling out old favorites that had fallen by the wayside, like H3ÖH’s astonishing “mind loss” — how could I have forgotten about that track?). the results, more or less “deep” or “house” (or even, sure, “deep house”) in nature, are mildly schizophrenic, mixing the bleak and streamlined with the lush and overgrown. call it seasonal dissonance.”

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Tracklist:
newworldromantic – spirit (delsin, 2002)
H3ÖH – mind loss (ash international, 1993)
newworldaquariuum – trespassers (delsin, 2000)
brendon moeller – jazz (third ear, 2007)
sasse – soul sounds (dirt crew solid diamond remix) (moodmusic, 2005)
session victim – no friends (no power) (real soon, 2008)
justin martin – the sad piano (charles webster remix) (buzzin fly, 2004)
furry phreaks – tearful (miso, 2004)
pepe bradock – 4 (atavisme, 2003)
i:cube – tunnel vision (versatile, 2003)
jamie lloyd – what we have (…is a zwicker remix) (future classic, 2007)

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Four Tet – Ringer

four-tet.jpgVier Tracks, gerademal 32 Minuten – und am Ende die Gewissheit, in der letzten halben Stunde etwas Neues, etwas sehr Wichtiges gehört zu haben. Weg von den durchweg großartigen Alben Kieran Hebdens aka Four Tet und ihren prototypischen jazzy Breaks, stattdessen geprägt von seiner vermehrten DJ-Tätigkeit in den letzten Jahren und einem technoiden Ansatz. Und natürlich der Zusammenarbeit mit dem legendären Jazz-Drummer Steve Reid. Hebden gelingt das Kunststück, den Track zum Song werden zu lassen und den Groove auf die breiten Flächen zu hieven. Ein Konglomerat aus Steve Reich, Krautrock und… Four Tet. Hebden verschiebt sich, erweitert sich in der Reduktion und schiebt der Minimalität Harmonie und Melodiösität unter. Klingt einfach, klingt nicht neu und ist im Ergebnis dennoch durchweg spannend und exemplarisches Anschauungsmaterial, um mit der Pinzette Fläche um Fläche abzutragen und jede für sich und ihren Zusammanhang auf „Ringer“ zu untersuchen und sich an ihr zu verlustieren. Ein Freudenhaus für Nerds, ein Fortbildungsseminar in eigener Sache. Oder einfach nur ein brillantes Stück Musik.

Four Tet – “Ringer” erscheint am 25.04. via Domino/Indigo

Zum Anschauen noch der Alltime-Favourite von Four Tet, das Video zu “She moves she” 

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Jamie Lidell – Jim

jim.jpgBei Jamie Lidell kann man über die Qualität und die persönliche Verbindung zu seinen Alben unterschiedlicher Meinung sein, aber eines ist immer sicher: Er begreift sich in den ganz großen Zusammenhängen. Das „Super Collider“-Projekt mit Cristian Vogel war eines der gewagtesten und mitreißendsten Alben der letzten 20 Jahre, sein letztes Werk „Multiply“ aus dem Jahre 2005 eine Offenbarung. 2008 heißt es einfach nur „Jim“; Drei Buchstaben, aber eine ganze Welt dahinter. „Little Bit Of Feel Good“, die erste Single, sie weist den Weg. Jamie Lidell singt wie ein junger Gott und Stevie Wonder und Michael Jackson stehen ideell Pate. Gospel, Disco und Pop – Die drei übergroßen Schlagworte schlängeln, winden, räkeln sich um die verzückt-entrückte Stimme Lidells, dem in spielerischer Leichtigkeit der ganz große Wurf aus dem Ärmel fällt. Aufgenommen in Berlin, Paris und Los Angeles geht „Jim“ weiter, als es viele Jamie Lidell noch zugetraut hätten. Live immer, da ist er von manischer Präsenz umweht, dass es fast weh tut, aber auf Platte? Diese Intensität einzufangen, das ist der funkige Knackpunkt des Lidell.08 – Ein wunderbares Album, vom Größenwahn gezeichnet.

Jamie Lidell – “Jim” erscheint am 25.04.08 via Warp

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Son Lux – Do

son_lux.jpgDen zauberhaften Song “Break” gab’s hier bei munitionen.de ja schon als Video-Tipp; mittlerweile ist das Album “At War With Walls And Mazes” (Erschienen am 26.02. bei Anticon) bereits einige Wochen käuflich erwerbbar und läuft zumindest bei mir in höchster Rotation. Als zweiten Ausschnitt aus dem Son Lux-Longplayer “At War…” hier der Song “Do”.

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Hexstatic – Medmix

hexstatic.jpg“Quirky audio visual electro” ist das, was Stuart Warren Hill und Robin Brunson nun schon seit mittlerweile elf Jahren machen. Audiovisuelle Großmeister, denen ab und an auch sehr schöne Alben gelingen. Ich bin eher ein Fan ihrer Mixe und da haben die beiden auch prompt was ganz frisches im Angebot: Den zweistündigen “Medmix”, mit Spannungsbogen von Hü nach Hott. Here we go.

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Jamie Lidell – “Figured Me Out” (LA Garage Mix)

jamielidell.jpgSeit seinem Projekt “Super Collider”, gemeinsam mit Christian Vogel, schlägt mein Herz bei jedem anstehenden Release von Jamie Lidell ein wenig schneller. Der Nachfolger seines “Multiply”-Albums steht jetzt vor der Tür: “Jim” wird das Werk heißen und verspricht laut Internet-Rumorereien funkige gute Laune. Vorneweg der Track “Figured Me Out” im LA Garage-Mix.

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Santogold – Creator

santogold.jpgHuch, schon wieder was neues von M.I.A.? Nix da, die junge Dame aus Brooklyn hört auf den Namen “Santogold” (MySpace) und veröffentlicht nach einer schicken EP im Frühjahr ihr erstes komplettes Album. Mit oder ohne M.I.A.-Hype könnte das eine spannende Geschichte werden, denn schließlich decken schon die im Netz kursierenden Appetithäppchen ein Spektrum von fluffig bis ass kickin’ ab…

Santogold vs Switch & Freq Nasty – Creator

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Als Bonus hier noch ein Mix von ihrem Tour-DJ Martelo

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Lucid Picnic – Metathinking EP

metathinking_cover136.jpg“It’s getting warmer outside, the sky is blue and the first sunbeams warmth your heart – so here is the right soundtrack. A melodic gentle sound carpet with organic grooves, dubby structures and some acoustic influences. Close your eyes and dream away with Lucid Picnic…” (Quelle: Tropic Netlabel)

1. Panda bear in the bamboo garden (Download)

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2. Snow dream (Download)

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3. The act of lounge (Download)

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4. Metathinking on suchness (Download)

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