[Album] Chilly Gonzales - The Unspeakable Chilly Gonzales
17. Juli 2011
Sein neuestes Werk hat der Kanadier Gonzales in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Christophe Beck arrangiert, der ansonsten Soundtracks für Filme wie “Garfield – Der Film” oder “Der rosarote Panther” (die Version von 2006) komponiert. Die brüderliche Zusammenarbeit bedeutet zugleich eine Mission: Es geht um das erste orchestrale Rap-Album aller Zeiten. Also ganz ohne Beats, Scratches und Samples, dafür mit Chor, Streichorchester und Arrangements im Geiste von Prokofjew oder Morricone. Dazu rappt Gonzales überkandidelt, bezeichnet sich mal wieder als “musical genius” und verzichtet natürlich auch nicht auf den Hinweis, dass die Selbstbeweihräucherung keineswegs als Witz gemeint sei. Die dicken Hosen und opulenten Sounds fügen sich ziemlich gut zusammen, und Gonzales beweist mal wieder, dass er in Sachen Größenwahnsinn immer noch eine Schüppe drauflegen kann. Da die Zeichenzahl noch nicht ausgeschöpft ist, wollen wir diese Rezension mit dem vielleicht besten Reim des Albums beschließen: “I count beans with a calculator / I am busy now / Can I call you later?”
“The Unspeakable Chilly Gonzales” ist bereits bei Gentle Threat/Edel erschienen.
Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.
Musik
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