Beiträge zum Stichwort: HipHop

Gift Of Gab verschenken 2 neue Tracks

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Spendabel zeigen sich Gift Of Gab im Zuge des Releases ihres neuen Albums “Escape 2 Mars”. Die darauf enthaltenen Tracks “El Gifto Magnifico” und “Dreamin” (feat. Del The Funky Homosapien & Brother Ali) gibt’s jetzt zum Freien Download.

El Gifto Magnifico:

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Dreamin:

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Hudson Mohawke – Butter

23057196Boss Birchard a.k.a. Hudson Mohawke a.k.a. DJ Itchy hat großes Interesse an allen Arten von Dancemusik, aber keines an geraden Beats. Oder an gebrochenen. Zumindest geht sein Interesse nicht so weit, dass er sich in die eine oder andere Richtung besonders lange festlegen wollte. Der humorvolle und respektlose Musikentwurf, den er auf seinem Warp-Debüt “Butter” hinlegt, ist trotzdem weit entfernt von verkopftem IDM, auch wenn er historisch gesehen mit seinen Zerlegungen und Neuanordnungen auf dem richtigen Label gelandet ist. “Butter” ist eine akustische Kamerafahrt durch das Hirn eines 23-Jährigen, der ideologiefrei Radiopop, R’n'B, HipHop, Dubstep und Techno collagiert, mischt, verknotet und wieder zerreißt. Die gute Nachricht für Eltern und Pädagogen: In diesem Kopf geht es sehr fröhlich zu. Computergames inklusive. Gepiepse, Bässe, Refrains und Melodien werden angespielt und abgebrochen. Die technischen Fertigkeiten hat sich Hudson Mohawke beim IDM, den Flow beim HipHop und das treibende Euphoriemoment zum richtigen Zeitpunkt beim Techno abgeschaut. Heraus kommt trotzdem etwas Neuartiges, denn niemals zuvor hat ein Künstler Schubladen mit so viel Spaß zerschmettert. “Butter” ist ein ravendes Electrofunk-Monster jenseits von Sinnzusammenhängen und Verbissenheit und garantiert ein Album für die nächsten Jahre.

“Butter” ist bereits bei Warp/Rough Trade erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Waxolutionists – We Paint Colors

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Die gute Nachricht des Tages: Das Wiener Produzenten- und DJ-Trio ist nach fünf Jahren und mehr oder minder mediokren Remixes endlich wieder mit einem kompletten Album zurück. DJ Buzz, The Bionic Kid und DJ Zuzee kehren dabei zu den Ursprüngen zurück und mischen klassisches Sampling, Turntablism und einen Schuss Elektronik zum gewohnten Sound, den ich bei dem 2002er Album der Waxolutionists, “Plastic People”, so gerne geschmeidig an mich ranließ.

“We Paint Colors” erscheint am 6. November bei Super City/ Sunshine Enterprises.

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Speech Debelle – Spinnin’

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Anti-Pop Consortium – Flourescent Black

antipopAnti Pop sind Beans, M. Sayyid, Earl Blaize und High Priest vom Anti-Pop Consortium bereits qua ihres Namens. Aber auch daneben ist das Quartett aus New York so ziemlich anti jede Einordnung in Schubladen. Ihr 17 Tracks umfassendes Opus pflügt sich wie eine Walze der Innovation durch Beats, Stimmungen und klangliche Exkursionen, zusammengehalten durch stimmlich wie technisch stechend klare Raps. Sieben Jahre ist es her, dass APC ihr letztes Album herausbrachten und danach für eine Weile getrennte Wege gingen. Und auch wenn sie in der künstlerisch anspruchsvollen Nische des Leftfield-HipHop nicht die einzigen Fackelträger sind, ragten sie doch stets heraus. Daran hat sich auch nach sieben Jahren Abstinenz nichts geändert, wie das bestechend kreative „Flourescent Black“ eindrucksvoll demonstriert.

“Flourescent Black” ist bereits bei Big Dada/Rough Trade erschienen.

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DJ Cheeba – The Reels of Solid Steel

Seit das Digitale in die DJ-Kultur eingezogen hat, käuen Gadget-Nerds ja gerne den Marketing-Sermon über die “neuen Möglichkeiten” wieder. Effektivität & Bequemlichkeit bringen die Maschinchen zweifellos – manch einem hat nur das Rauchverbot die erhoffte Zurücklehnung verleidet – echte Qualitätssteigerungen sind jedoch dünn gesäht.

Ausnahmen, die der Remixkultur den technisch hürdengeminderten Spagat des Audiovisuellen aufzwingen, sind schon seit den frühern 1990ern im Ninja Tune-Umfeld angesiedelt. Coldcut & Hexstatic sind Legenden, die im Eigenbau Software entwickelten, um ihre Vorstellungen live zu realisieren.

Neuestes Exempel dieser Riege: DJ Cheebas “The Reels of Solid Steel” nutzt das mit Video-Plugin gepimpte Scratch Live nebst zwei Plattenspielern, um digitalen Ton & Bild mit klassisch-analogen Mix-, Juggle-, und Scratch-Methoden zusammen zu bringen. An mehreren Stellen darf (z.B. Minute 16) darf man dem Meister auf die Finger schauen und anerkennen, dass Digital DJing auch mehr sein darf, als ein paar MP3s aneinander automatisieren zu lassen. Doch auch wenn der Mix das Potenzial einer der meist genutzten DJ-Softwarepakete vorführt: “Auf Knopfdruck” geht hier nix. Über 1 Jahr hat DJ Cheeba den Mix entwickelt und bei Liveauftritten verfeinert. Über einem HipHop-Fundament spielt er sich frei durch alle Genres, die sich nicht rechtzeitig im Dateibaum versteckt haben. Auge und Humordrüse werden mit überraschenden Remix- und Mashup-Stunts aus Musikvideos und skurillem Filmmaterial stimuliert.

Absolut sehenswerte, wenn auch nicht revolutionäre Leistung in einer bislang leider von Wenigen beackerten Disziplin, deren Dramaturgie man anmerkt, dass sie für die öffentliche Aufführung angelegt wurde (vulgo: Wohl dem der Interwebgerät an TV und Hifi anschliesst und sich eine Stunde einklinkt).

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Mos Def – The Ecstatic

23056201Fuck, welcher big player des original HipHop-Katechismus kann denn eigentlich noch? Die Ex-Provokateure des Mainstream in Text und Story wie Eminem, Public Enemy oder 50 Cent haben längst einen Platz als Business-Idioten und Celeb-Trottel eingenommen, das Conscious Movement stirbt als Accessoire eher in Schönheit, als dass wirklich noch mehr denn Rückzugsgefechte drin wären (selbst Talib Kweli lieferte zuletzt nur Durchschnitt ab) – und der Rest wird sowieso eingequarkt in schändlicher R’n'B-Schönheit aus der Mülltonne der Soundprogramme. Warum sollte Mos Def 2009 von diesem Unbill verschont geblieben sein? Nun, keine Ahnung, aber es ist so.

Der schmale, immer wieder überraschend unbedrohliche MC von der East Coast hat immer noch mehr zu sagen als andere, ohne dabei Sound und Catchiness aus den Augen zu verlieren. Bush ließ er bei dessen zögerlichem Handeln nach dem Hurrikan Katrina (“Katrina Klap”) noch schlechter aussehen, als der es ohnehin schon tat, und auch seine Konvertierung zum Islam zeigt, dass Mos Def eben nicht nur den eigenen Blockbuster-Status-quo verwalten möchte.

Und so wirkt das ganze neue Album – die Texte schneiden genauso wie die Tracks dazu. Allein schon der Opener “The Ecstatic”: So exzessiv kann man also doch noch klingen – das Stück wirkt fast wie ein Hybrid aus älteren D’n'B-Sounds Marke Roni Size und orientalischen Inspiriertheiten. Und trotz aller amtlichen Innovation, die die Musik sofort derart – Achtung BWL-Talk – unique erscheinen lässt, ist Mos Def weiterhin kein “schwieriger” Album-Autor. Man kommt immer mit, wird blendend unterhalten, das alles ist HipHop zum Mögen. Die Tatsache, dass es inhaltlich wie soundmäßig darüber hinaus noch so viel zu entdecken gibt, macht die Platte aber erst zu einem wirklichen Genre-Highlight des Jahres.

“The Ecstatic” ist bereits bei Cooperative/Universal erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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DJ Vadim & Pugz Atom – Saturday

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DJ Moneyshot´s Beastie Boy Beats – Check your Head

beastiebeats

Der den Headz hoffentlich bekannte DJ Moneyshot hat einen Samplespotter-Mix rausgehauen, der vorführt, was im Beastie Boys-Album Check your Head so alles drin steckt:

It’s a mega thrash through all the tunes that the Beastie Boys plundered for their Check Your Head album, looped, re-edited and blended right up by my good self.

Nächsten Monat auf Ninja Tunes Solid Steel Radioshow heute schon via Munitionen zum Download!

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Speech Debelle feat. Wiley – Better Days

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Speech Debelles “Speech Therapy” mitsamt der Über-Single “The Key” gehören mit zu dem Besten, was dieses Jahr zu hören war. Den Track “Better Days” gibt’s jetzt in einer neuen Version mit einem speziellen Gast: Grime-Legende Wiley. Sauber!

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