Beiträge zum Stichwort: Indie

[Track] Oberhofer - Heart

Wenn man das Geklimper am Anfang überstanden hat, ist da ganz viel drin in “Heart”. Mehr von Oberhofer gibt’s ab 27. März, dann erscheint nämlich sein Debütalbum “Time Capsules II”.

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[Track] The Magnetic Fields - Andrew in Drag

Auch von den Magnetic Fields steht ein neues Album in den Startlöchern: Am 6. März erscheint via Merge “Love At The Bottom Of The Sea”. Wir hören daraus die erste Single “Andrew In Drag”. Kurz, aber dufte.

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[Track] Islands - Hallways

“A Sleep And A Forgetting” heißt das neue Islands-Album, das am 14. April erscheinen wird. Vorbote: Der Albumtrack “Hallways”, ein eher flottes Stimmungsliedchen gegenüber den Tracks, die seit dem Vorgänger in die Atmosphäre plumpsten.

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[Album] Guided By Voices - Let’s Go Eat The Factory

gbvEigentlich sollten dem Release von „Let’s Go Eat The Factory” einige Festivalauftritte des „klassischen” Mittneunziger-Line-ups von Guided By Voices folgen, aber die sind mittlerweile wohl hinfällig. Hat sich die frisch wiedervereinigte Band nun wieder aufgelöst oder nicht? Auch egal. GBV haben einen Indierock-Katalog hinterlassen, der für niemanden bis ins Detail zu durchsteigen ist, und Bandkopf Robert Pollard nimmt ohnehin mit einer Frequenz und Beiläufigkeit Alben auf, mit der andere einkaufen gehen. Das Wiedersehen auf „Let’s Go Eat The Factory” ist dennoch ganz erfreulich: Gitarrenriffs, zu denen man die Luft kicken will, abstruse Texte, simple, aber eingängige Melodien. Kein Vergleich zu Lo-Fi-Großtaten wie „Under The Bushes, Under The Stars” oder „Alien Lanes”, aber von bemerkenswerter, seltener Lässigkeit.

„Let’s Go Eat The Factory” ist bereits bei Fire Records/Cargo erschienen.

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[Video] Friends - I’m His Girl

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[Album] We Were Promised Jetpacks - In The Pit Of A Stomach

23065912“Quiet Little Voices” war, um beim aktuellen Nirvana-wieder-über-alles-Gestus zu bleiben, 2009 so etwas wie das “Smells Like Teen Spirit” der schottischen Band We Were Promised Jetpacks. Treibender, verheißender Mitgröl-Noise-Rock. Ein Hit. Das Debütalbum drum herum und mehr noch die Konzerte der Band ließen die Musiker trotzdem als stolze Überwinder des gängigen Indie-Rock-Laut/Leise-Spiels und als Verweigerer positiver Ansprachen erscheinen: Viele Stücke waren schwer greifbar und so euphorisch wie eine Midlife-Crisis. Jubel-Refrains? Fehlanzeige. Das passenderweise in Sigur Rós’ isländischem Studio eingespielte zweite Album bildet nun noch konsequenter einen einsturzgefährdeten und auch sonst wenig gastlichen musikalischen Zufluchtsort. “In The Pit Of A Stomach” ist endgültig eine Zuhörplatte, die sich nur als Moshpit-fähiges Abgeh-Album verkleidet hat. Die wirklich großen Momente lauern nicht in den ständigen rockistischen Eruptionen, die mitunter Gefahr laufen, gleichförmig am Hörer vorbeizulaufen. Vielmehr im offen niedergeschlagen klingenden Nichts dazwischen. In Stücken, die sich auf anderen Alben als Rausschmeißer verdingen müssten. Das lange Zeit müde glimmende “Sore Thumb” ist das schönste von ihnen. Die schottischen Postrocker Mogwai schielen wahrscheinlich schon neidisch drauf. Wäre die Band auch wieder ganz bei sich zu Hause.

“In The Pit Of A Stomach” ist bereits bei FatCat/Rough Trade erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Album] Dillon - This Silence Kills

23065162Es passiert nicht mehr allzu häufig, dass sich hoffnungsvoll agierende Musiker dem medialen Interesse verweigern, anstatt das zarte Publicity-Pflänzchen sofort mit Alben und Tourneen zu begießen. Die Folgen könnten verheerend sein in einer Zeit, in der Woche für Woche ein anderes kulturelles Heute bejubelt wird. Die Zeit, als Dillon (früher: Ladybird) nach Vorstellung der Medien das nächste große Indie-Ding werden sollte, ist so Ewigkeiten her - 2008. Damals bekam Dillon nicht nur reißerische Artikel bei uns, sondern auch im Feuilleton. Inklusive eigener Bilderstrecke beim Klickmagneten Spiegel Online. Erst jetzt erscheint ihr Debüt. Gründe dafür hört man reichlich, einer dafür scheint zu sein, dass es auf dem Weg der Fertigstellung Label-Zerwürfnisse gegeben haben soll. Das von Thies Mynther (Phantom/Ghost) und Tamer Fahri Özgönenc (MIT) produzierte 12-Song-Album vereint nun alte (”Tip Tapping”) und neue Stücke der gebürtigen Brasilianerin, die längst in Berlin wohnt. Ihre stilistische Ausnahmestellung, zumindest in Deutschland, hält Dillon trotz Verspätung: Wenn das hier überhaupt noch Independent-Musik und nicht schon Liedkunst ist, dann vielleicht am ehesten Indie-Operette. Beschwingt und doch lakonisch, melodiös und gleichzeitig zäh wirken die Stücke, die zum Teil auch von Joanna Newsom am Klavier stammen könnten. Dass es von Pathos zu Manieriertheit manchmal nur ein kurzer Weg ist, lässt sich nicht ändern. Aber es gibt sehr viel Schlimmeres: Zum Beispiel, wie 90 Prozent der restlichen Bands irgendwo im Indie-Gitarrenschrott-Fluchtpunkt zu verschwinden.

“This Silence Kills” erscheint am 30. Oktober bei BPitch Control/Rough Trade.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Album] Someone Still Loves You Boris Yeltsin - Tape Club

yeltsinSo richtig glücklich ist niemand mit Raritätensammlungen auf Platte. Für Band und Fans rangieren sie attraktivitätstechnisch irgendwo bei Resteessen und Altkleidersammlung: Tiefe Befriedigung sieht anders aus. An dieser Stelle soll nicht so getan werden, als verhielte es sich bei “Tape Club” großartig anders. Keines der drei bisherigen SSLYBY-Alben wird von dem etwas länglichen Sampler ausgestochen. Die hier enthaltenen 26 Songs der freundlichen Indieband aus Missouri vertragen sich mit mehreren Abstufungen von Lo-Fi, mit Bandrauschen und sachte angeslickter Chris-Walla-Produktion, gelegentlich mit der Skip-Taste. “Tape Club” ist ein Angebot: Wenn man dir fünf Finger reicht, ist es okay auch nur den kleinen zu nehmen. Perlen sind der orgelige Anfeuersong für die St. Louis Cardinals “Cardinal Rules” oder das passend verschlurfte Tweepoplied “Let’s Get Tired”, auf die Demoversionen von “What’ll We Do” und “Dead Right” ließe sich verzichten. Die präzise, hohe Ohrwurmdichte etwa des Debütalbums “Broom” kann “Tape Club” strukturell schon gar nicht leisten. Ein wenig entzaubernd ist das schon.

“Tape Club” erscheint am 21. Oktober bei Polyvinyl/Cargo.

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[Video] Yuck - Georgie

http://www.vimeo.com/10110839

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[Video] Best Coast - Boyfriend

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