[Album] Yo La Tengo – Fade
28. Januar 2013
Yo La Tengo sind seit fast dreißig Jahren eine der verlässlichsten Indierockbands der USA. Nun klingt das wie ein etwas vergiftetes Lob: „Verlässlich” ist, wer pünktlich zur Arbeit kommt. Bloß haben Yo La Tengo seit jeher auf derart hohem Niveau veröffentlicht, dass selbst ein offensichtlich im Halbschlaf produziertes Album wie „Summer Sun” (2003) zu den Höhepunkten eines Musikjahres gehörte. „Fade” hingegen ist gewiss hellwach eingespielt worden. John McEntire (Tortoise, The Sea And Cake) löst erstmals den langjährigen Weggefährten Roger Moutenot als Produzent ab und erweitert behutsam dessen liebgewonnenen Proberaumsound: „Fade” zeigt Georgia, Ira und James gleichsam ätherischer als auch zupackender als zuletzt. Der Opener „Ohm” ist ein im Chor vorgetragenes Mission Statement einer verschworenen Gruppe von Freunden, die wehmütigen Bläser in „Cornelia and Jane” brechen das Herz. „Fade” kracht, pulsiert, wummert und flüstert. Nach 13 Alben keine Spur von Routine. Stattdessen gilt: Übung macht den Meister.
“Fade” ist bereits bei Matador/Beggars/Indigo erschienen.
Alben, Musik
Keine Kommentare














Bei 











