Beiträge zum Stichwort: Internet

Du bist Terrorist

YouTube Preview Image

Mehr dazu: alexanderlehmann.blogspot.com/

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Film & Video, Politik, Querschläger Kommentar-Icon 2 Kommentare

Netzsperren – Was Ursula von der Maus lernen kann

Zweck dieses Beitrags ist es, Munition für Gespräche zu liefern, in denen man Nicht-Technikaffinen erklären muss, wo die elementaren Probleme der Netzsperren liegen. Der Clip startet gleich an der relevanten Stelle, bei Minute 3.03 und erklärt kinderleicht, was passiert, wenn man eine Webadresse im Browser eingibt.

Auf die “Sendung mit der Maus” zu verweisen, soll gar keine Beleidigung des Intellekts der werten Leserschaft darstellen.  Die gegenwärtige Debatte um die Sperrung von Kinderpornoseiten kämpft mit dem Problem, dass “nur Internetfreaks” durchblicken, was die von der Bundesregierung verabschiedeten Sperren (nicht) bewirken. Vielen Außenstehenden fehlt der Anschluss an den Diskurs im Mikrokosmos. Kritiker schreiben viel, was ein in breiten Teilen der Bevölkerung nicht existierendes Technikverständnis voraussetzt.

Würde jemand ein ergänzendes Maus-Video drehen (dies ist ein Aufruf dazu), das zeigt, was die Sperre macht, ginge der Kommentar ungefähr so:

Was macht jetzt das Gesetz? Das Gesetz sagt, dass die Polizei dem Mann in der Auskunft eine Liste mit Adressen geben. Die muss der Mann in der Auskunft dann in einen besonderen Karteikasten aussortieren. Da steht dann “Sperrliste” drauf.

Wenn jetzt einer nach einer Adresse fragt, die in dem besonderen Karteikasten drin ist, dann gibt der Mann in der Auskunft keine Nummer heraus, sondern zeigt dem Frager nur ein Stoppschild. Damit kommt der dann nicht weiter.

Was kann der dann machen? Es ist wie beim Telefonieren: Wenn er die Nummer schon kennt, kann er trotzdem anrufen. Er muss den Mann in der Auskunft dann ja gar nicht mehr nach der Nummer fragen. Der besondere Karteikasten und das Stoppschild können ihm dann egal sein.

In der Manier könnte man auch noch gut erklären, wo das BKA nochmal ins Spiel kommt. Bei den weiteren Problemen, die sich aus der Funktionsweise des Web ergeben, wird allerdings die Personifizierung und die Telefonauskunft-Analogie nicht mehr greifen.

Dennoch: Hätte die Mehrheit der Deutschen tatsächlich verstanden, was in diesem Beitrag vor einigen Jahren schon im öffentlich-rechtlichen Kinderprogramm vermittelt wurde, müssten sie sich sehr wundern, was die Regierung heute für einen uneffizienten Mechanismus installiert. Und entsprechende Fragen stellen. Tut sie aber nicht.

Denn das Web ist in einer kurzen Zeit zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Infrastruktur geworden, der in seiner Funktionsweise nicht weiter hinterfragt wird. Hat jemand seither kein explizites Interesse an der Materie entwickelt und auch nicht das Glück gehabt, in diesem Zeitraum eine die entsprechende Medienkompetenz vermittelnde  Bildungsinstitution zu durchlaufen, wird er nicht verstehen, wieso die Sperre die ineffizienteste aller Lösungen zum Problem der Kinderpornografie ist (nicht dass es bei der jüngeren Generation ein breites Verständnis gäbe – es gibt aber bei der älteren Generation scheinbar ein ausgeprägt geringes).

Für alles Weitere sei unter den vielen lesenswerten Aufgeregtheiten in Web und Blogosphöre z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, sowie der Linksammlung hier, nochmal besonders auf den sachlichen Artikel aus der c’t verwiesen.

“So blöd können ‘die da oben’ doch gar nicht sein.” Genau.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Politik, Rohrkrepierer Kommentar-Icon Keine Kommentare

Tschüss Unschuldsvermutung, war schön mit dir

http://tinyurl.com/camxkj

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Rohrkrepierer Kommentar-Icon Keine Kommentare

Schrecklicher Verdacht gegen Dieter Althaus!

bild-3

Gesehen bei: Titanic

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Querschläger Kommentar-Icon Keine Kommentare

Mediale Schnellschüsse

Möglichst große Stück vom Aufmerksamkeitskuchen vor der Verfütterung noch mit ranzigen Sahnehäubchen aus der eigenen Themenagenda verzieren: Ekelhaft ist “Winnenden” ganz besonders als großformatig ausgeschlachtetes Ereignis, mit dem sich die klassischen Medien im Wettbewerb um das billigste Erklärungsmuster gerne als Platzhirschen gerieren möchten, aber vielerorts einfach die vorgeblichen journalistischen Prinzipien über Bord werfen und sich auch noch als Steigbügelhalter für die Sicherheitsdealer hergeben. Gelungene Selbstdemontage, Hut ab.

Im Öffentlich-Rechtlichen wird noch am Abend der Tat zur besten Sendezeit der allzeit bereite ehemalige Justizminister Prof. Pfeiffer aus dem Hut gezaubert, der im Duett mit Herrn Bosbach eine Stunde lang das Lied von den korrumpierenden Computerspielen vortragen darf. Spätestens wenn in der zweiten Strophe das Internet ebenfalls der Achse des digitalen Bösen zugerechnet wird und im Nachsatz die eigene Inkompetenz mit dem Statement “im Internet gilt Art. 5 des Grundgesetzes” (Bosbach) deutlicher nicht dokumentiert werden kann, entgeht auch dem letzten Zuschauer nicht, dass im September mit dem richtigen Kreuzchen weiterhin in generösem Wechselkurs Freiheitsrechte gegen Sicherheitsillusionen getauscht werden können.

Und während man sich tags darauf noch an vielen Stellen darüber aufbläht, welche Fehlinformationen der Pöbel im Netz so verbreitet, stößt man dennoch im gleichen Atemzug ins Horn des Twitter Hype und ist gar nicht so klammheimlich froh, dass man mit zeugengeneriertem Content die Sucht nach BilderBildernBildern befriedigen kann.  Das Schauspiel gipfelt dann darin, dass der BW-Innenminister der Presse offensichtlich ungeprüft einen Screenshot vorliest, der eine Ankündigung des Täters aus einem “Internetchat” (Gattungsunkenntnis deluxe) sein soll – wohl, weil es so schön in den Wunsch nach einem Profil passt.

Und obwohl jeder mit der Materie vertraute in wenigen Minuten den naheliegende Verdacht eines Fakes zu erhärten im Stande wäre, wird dieser Mist von allen Institutionen mit Qualitätjournalismusabzeichen an der Brust bis in die späten Abendstunden wiedergekäut und nur ganz langsam mit der Formulierung zurückgerudert, “dass Zweifel an der Echtheit” aufgetaucht seien. Erst mit dem Dementi der Ermittler, die gestern noch Beweise auf dem PC des Täters gefunden haben wollten,  rückt man nun davon ab.

In Zeiten, in denen schon Ratzinger seine Unfehlbarkeit an den Nagel hängt, darf man wohl auch als Holzmedium salvenweise  Schnellschüsse abfeuern. Bloß keinen schneller sein lassen, Recherche kann man sich in solch beschleunigten Berichterstattungszyklen eben nicht leisten. Und wenn es dann schief läuft, lässt es sich ja prima in ein Pauschalargument gegen dieses unzuverlässige, flüchtige Medium ummünzen und so tun, als hätte man es ja gleich gewusst.

Edit: Hier und hier wird das ähnlich problematisch gesehen, aber sachlicher formuliert.
Edit2:  Schöne doch-keine-Satire

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Querschläger Kommentar-Icon 1 Kommentar

Das Internet ist in Deutschland angekommen

YouTube Preview Image

Zweifelt noch jemand?

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Musikvideo, Sonstiges Kommentar-Icon 1 Kommentar

Reich durch´s Internet

reich20.gif“Google? Was bieten die denn schon an? Links zu Internetseiten. Das kann ich auch!” So ähnlich muss ein Brite gedacht und flugs sein eigenes kleines Geschäftsmodell umgesetzt haben.

Jeder fängt mal klein an im Immaterialgütergeschäft und deshalb verkauft er hier bei Ebay den Link zu einer Webseite (Screenshot zur Archivierung). Also: Gegen Bezahlung von etwa 4,50 € erhält man vom Verkäufer einen Link.

Beim Objekt der Begierde handelt es sich nicht einmal um eine sagenumwobene Darknet-Angelegenheit, sondern um den ersten Treffer der Google-Suche nach den naheliegendsten Stichwörtern, in diesem Fall nach “drum&bass sets” über die britische Google-Seite. Ich verrat´s ganz umsonst: Der Link führt zu dnb-sets.de, einer Datenbank für Drum&Bass-DJ-Mixe, die auf den üblichen Szeneforen so gepostet werden. Der Verkäufer hat mir der Seite natürlich nichts zu tun. Aber was die Seite beinhaltet ist gar nicht so wichtig, wie die anderen Angebote des Verkäufers zeigen. Und obwohl man sogar die Webadresse im Screenshot lesen kann, mit dem das Ebay-Angebot ausgestattet ist (oben rechts steht “welcome to dnb-sets.de”), haben tatsächlich schon drei Menschen den Link gekauft.

Ich hab jetzt das Problem, dass ich mein Lager voller Links zu einem Internetauktionshaus nicht loswerde. Vielleicht sollte ich die über eine Postwurfsendung anpreisen oder mich wie in der guten alten Zeit damit auf den Flohmarkt stellen.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Sonstiges Kommentar-Icon 3 Kommentare