Sie sind “20″, “spätestens seit 2006 auch Patriotin” und wetten bestimmt auf einen Super-Deutschland-Sommer. “Ich wette auf einen Super-Deutschland-Sommer” erzählen Sie dem Fachblatt für nationale Leibesertüchtigung, der “Jungen Freiheit”, auch promt. In Ihrem “Interview” geht es dementsprechend vorwiegend um Patriotismus, Sommermärchen, schwarzrotgoldene Wellen, dass Sie an die Zukunft dieses Landes glauben und vielerlei mehr. Sowas liest man ja dieser Tage häufiger, z.B. wenn man regelmäßig einen Blick auf Spiegel Online wirft. Bei all der Euphorie haben jedoch auch Sie, Frau Stocker, Sorgen. Und zwar nicht zu knapp. “Machen Sie sich manchmal sorgen um Deutschland?” ist die bange Frage des JF-Interviewers. “Sicher, wenn man zum Beispiel liest, daß wir immer weniger, die Angehörigen anderer Nationen bei uns aber immer mehr Kinder bekommen, dann macht mir das schon Sorgen.”
“Warum?” mag man da einwerfen. Macht dann auch die Junge Freiheit. Und ihre darauf folgende Antwort ist von derartiger Klasse, dass man sie niemandem vorenthalten möchte:
“Deutschland ist doch nur Deutschland mit seinen deutschen Bewohnern. Wenn es immer so weitergeht, gibt es irgendwann die erste Stadt, in der es praktisch keine Deutschen mehr gibt. Ich fände das schade. Irgendwann in der Zukunft müßte man dann den Kindern auf Fotos zeigen, wie einmal die Deutschen ausgesehen haben.”
Keine Angst, Frau Stocker. Wir haben Fotos von Ihnen. Wenn’s nötig werden sollte, zeigen wir die gerne vor.