Beiträge zum Stichwort: Karpatenhund

[Album+Track] Locas in Love - Lemming

41aehvra11l_sl500_aa300_-1Locas in Love waren irgendwie schon immer da und genauso lange unterm Radar. „Lemming” soll das bitteschön endlich ändern. Seit die Schwesterband Karpatenhund, in der alle Locas ebenfalls spielen, immer besser wird, war es Zeit, dass das Mutterschiff nachlegt: Die elf Songs des aktuellen Albums haben wenig Entsprechung im deutschsprachigen Pop, der oftmals nur Diskurs und niedlich kann. Björn Sonnenberg, Stefanie Schrank und Jan Niklas Jansen spielen jene Art Plattenladen-geschulten, formverliebten Indierock, wie man ihn eher von Bands wie The Ladybug Transistor oder Yo La Tengo kennt. (Dass man Jansen auch als Musikschreiber kennt: geschenkt.) „Lemming” ist ein klassischer Beidfüßer: Texte stark, Kompositionen stark. Das müsste es doch mal sein. Um es mit Sven Regener zu sagen: Jetzt musst du springen.

“Lemming” ist bereits bei Staatsakt/Rough Trade erschienen.

An Den Falschen Orten by Locas In Love

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Karpatenhund - Der Name dieser Band ist Karpatenhund

karpatenhundDer kenntnisreiche Zitatpop von Karpatenhund ist zunächst einmal grundsympathisch: Die Bandmitglieder haben die richtigen Platten gehört, so dass die durchaus radiofreundlichen Songs in Geschmacksfragen stets auf der guten Seite sind, mit Post-Punk-Klackergitarren, The-Cure-Bässen und eingängigen Melodien. Ein Problemfall bleibt Sängerin Claire Oelkers Stimme: Ihr expressives Organ erinnert manchmal an Elke Brauweiler von Paula, lässt in kurzen, schmerzhaften Momenten aber auch an eine Art Indie-Rosenstolz denken. Den oftmals recht lakonischen Texten tut derlei Pathos nicht gut: ein bisschen wie Overacting in der Schulaufführung. Dennoch: das zweite Album streicht das Attribut „harmlos“ aus dem Bandprofil und traut sich gelegentlich in recht düstere Elektropopgefilde. Deren Reise fängt erst an.

“Der Name dieser Band ist Karpatenhund” erscheint am 28. August bei Wanderlust/Rough Trade.

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Karpatenhund - Mondo Cane EP

karpatenhundBei der Wahl-Kölner-Band Karpatenhund hat sich so einiges getan - auf dem passenden Foto zu dieser EP sieht man plötzlich viele neue (vornehmlich weibliche) Gesichter. Letzter Junge standing ist bloß noch der weiße Afro Björn Sonnenberg - in all seiner sexy Unentbehrlichkeit. Den Gesang bestreitet weiterhin Claire (bekannt auch aus Fernsehen und von ihrem Ex-Mega-Scheitel), den Bass und mehr spielt Stefanie Schrank, der Rest ist neu. Mit allen Namen möchte ich nun aber auch nicht ankommen, die müssen Sie schon privat mal lernen. Und es lohnt sich. Diese Band muss man einfach kennen - selbst wer nach dem Debüt “3″ (inklusive des Titelsongs der Vorabend-Serie “Türkisch für Anfänger”) dachte, Karpatenhund könne man überblättern - weil Bubblegum und Schluss -, muss diesen Trugschluss spätestens jetzt aufgeben. Pulp’scher, Cure-esker und Talking Heads beseelter Multiball-Pop, der diesmal einen schwer düster morbiden Einschlag besitzt. “Wald” ist ein Epos über Verlorensein, Rauskommen, Zurückfallen. Dazu gibt’s noch drei Non-Album-Tracks wie “Mädchen aus Beton”, “Deck mich zu”, “Wir waren niemals hier”. Das ganze Album erscheint im September. Mehr dazu demnächst an dieser Stelle.

Erstveröffentlichung bei Intro.

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