Beiträge zum Stichwort: Kurzfilm

David Lynch - Interview Project

lynchHeute startet das “Interview Project” von David Lynch.  Er & sein Team haben in 60 Tagen quer durch die USA persönliche Porträts aufgenommen. Alle 3 Tage erscheint einer von 121 Filmen, in denen  jeweils ein Mensch etwas aus seinem Leben, seinem Ort und seinen Träumen erzählt. Wer dabei an Lynch´s  “Straight Story” denkt, liegt goldrichtig.

Interview Project

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Ubik - Voxel

http://www.vimeo.com/4649345

Wer sich nach einem Philip K. Dick-Roman benennt, muss einfach tolle Sachen produzieren: Voxel ist ein experimenteller Kurzfilm des Londoner Duos Ubik. Er entstand für das f5-Festival in NYC und zeigt animierte “3d-Pixel” (Voxel) die  organische Formen bilden. “Huh?” - “Einfach ansehen!”.

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Blu: Muto

http://www.vimeo.com/993998

Blu ist ein Künstler aus Buenos Aires, der seine Animationen nicht auf papiernen oder virtuellen Leinwänden entwirft, sondern sie auf - meist öffentliche - Wände aufträgt. Nicht nur das Wissen um die witterungs- und sozialbedingt drohende Entfernung seiner Arbeiten hinterlässt einen Eindruck von Vergänglichkeit: Durch variierendes Umgebungslicht und Kameraeinstellungen besitzt das Bewegtbild etwas Flackerhaftes, Unbeständiges. Da mit jedem Einzelbild das vorhergehende übermalt werden muss, ziehen die Figuren ihre Vergangenheit in Schlieren hinter sich her.

Der 7-minütige Animationsfilm “Muto” ist sein neuester ‘Streich’. Mehr in seinem Skizzenbuch, im Blog oder seinem Videokanal bei YouTube. Drucke einige seiner Arbeiten kann man hier kaufen.

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Mike Patton - A Perfect Place

patton.jpgÜber Mike Patton könnte ich bis zum Ende der Webseite schreiben. Seit ich ihn 1990 an der Decke der Bonner Biscuithalle hängend singen gehört habe, verfolge ich seine unzähligen Projekte - was schon ein Projekt für sich ist.

Gerade erst 40 geworden kann er auf ein vielfältiges, opulentes Opus verweisen: Während seiner Rockstardekade als Sänger von Faith No More gehörte sein Herz seiner ersten Band Mr. Bungle. Mr. Bungle bewiesen keine Scheu, ihren Hörern einiges abzufordern: So schlug schon ihr erstes Album wilde Haken, innerhalb einzelner Stücke ging die Achterbahnfahrt von Funk, Metal über Ska, Jazz und Cartoon-Musik. Diese “Zumutung” trug die deutliche Handschrift des Albumproduzenten, New Yorker Avantgarde-Jazzer und Komponist John Zorn.

Vom Saxofonisten Zorn, mit dem er auch in zahlreichen weiteren Projekten (Weird Little Boy, Hemophiliac, Moonchild …) zusammenarbeitete, scheint Patton inspiriert worden zu sein, seine Stimme einem Saxofon ähnlich auszubilden: In einem Moment sanft schmeichelnd und glasklar, im nächsten markerschütternd kreischend oder auf´s Lautmalerische reduziert. Patton´s Mission ist es, das Möglichkeitkeitsspektrum des menschlichen Stimmapparats auszureizen. So gelangt er z.B. auch dazu, die Monster des Blockbuster-Movies “I am Legend” zu synchronisieren. Eine Solo-Performance (YouTube) zeigt, wozu der Mann fähig ist. Gibt es einen anderen Sänger mit Rock-Background, dessen Wandlungsfähigkeit ein Chameleon derart blass aussehen ließe?

patton.jpg

Neben seinen bekannteren Bands Fantomas und Tomahawk zog er zuletzt mit seinem großartig poppigen Peeping Tom-Projekt größere Aufmerksamkeit auf sich, wohl auch Dank Kooperationen mit Rahzel, Massive Attack, Norah Jones, Bebel Gilberto u.a. (”Mojo” bei YouTube, Arte-Kurzbeitrag, komplettes Konzert bei bunch.tv).

Neben vielen weiteren Projekten betreibt er seit ´99 sein eigenes Label Ipecac. Dessen 100. Release ist nun eine Soloarbeit von Patton, der Soundtrack für den Kurzfilm “A Perfect Place”. Regisseur Derrick Scocchera, der für Coppola´s American Zoetrope-Studios arbeitet, hat hier einen Film Noir -inspirierten Plot umgesetzt, über den hier aber nichts verraten werden soll. Hier der Trailer:

YouTube Preview Image

Wen bei der Kombination “Soundtrack” und “Patton” die Furcht vor freier Improvisation Zornscher Schule ergreift, kann beruhigt sein: Das Album gehört zu den eingängeren Pattons und besteht aus einigen Variationen des Hauptthemas (Vocalversion) und deckt verschiedenste Genres von Ragtime über Jazz bis Oper ab.

Als nächster Streich wartet auf seine Fans eine Ausarbeitung einer bisher eher randständigen Facette seines Schaffens: Das Projekt “Mondo Cane” spielt mit Orchesterbesetzung schmalzige Coverversionen italienischer Popsongs der 50er & 60er Jahre. Die Veröffentlichung von Album / DVD ist für den Sommer 2008 angekündigt. YouTube hat schon Bootleg-Videos von Konzerten des letzten Jahres. UPDATE: Hier ein Mitschnitt eines Konzerts vom Juni 2008 im Amsterdamer Paradiso von Fabchannel:

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Tron - Doch von Pappe!

Wer kennt nicht das berühmte Lightcycle-Rennen aus einer Zeit, als CGI-Sekunden im Kino noch äußerst rar waren und Disney Pocahontas noch nicht anschaffen geschickt hatte? Gut 25 Jahre später hier nun eine großartige Stopmotion-Version, für die alles aus Pappe nachgebaut wurde.

 


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Qoob TV & Spider - Nash Edgerton

logo_qoob_colored.gifQuoob startete im letzten Frühjahr als “just another video portal”. Nein, natürlich nicht. Der unabhängige (?) Offshot des italienischen MTV setzt nicht nur darauf, ungefiltert user-generierten Content zu präsentieren und einen Community-Spielplatz dran zu hängen. Man nimmt auch Herausgeberfunktionen wahr, stellt Eigenproduktionen wie Interviews mit z.B. Digitalism, Roisin Murphy oder Karl-Heinz Stockhausen ein, hievt Amateurproduktionen ins TV-Programm (gut für´s Geschäftsmodell) auf und finanziert unabhängige Produktionen (schlecht für´s Geschäftsmodell). Ein Beispiel für Letzteres ist der Kurzfilm “Spider” von Nash Edgerton, der im Sommer ´07 ins Netz gestellt wurde und ziemlich die Runde machte.

spiderNash Edgerton hat man bestimmt schon mal gesehen, denn als Stuntman hat er in diversen Blockbuster von Matrix bis Star Wars mitgewirkt. Dass Stuntman alleine kein erfüllender Job ist, weiß man ja seit der Kindheit und spätestens seit Tarantino´s letztem Machwerk. Deshalb arbeitet der Australier auch noch als Cutter, Produzent, Schauspieler & Regisseur.

“Spider” leitet ein mit der mütterlichen Ermahnung “It´s all fun & games, until someone loses an eye” also in etwa “… bis einer heult.” Wer Mutterns Ratschlag noch in den Wind geschlagen hat, wird dies nach “Spider” nicht mehr so leichtfertig tun. Ich zumindest musste mich kürzlich situationsbedingt nochmal an den Film erinnern, weshalb sich hier nun auch ein Beitrag findet.

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