Beiträge zum Stichwort: Manic Street Preachers

[Konzert] The Joy Formidable – Knust (10.2.)

YouTube Preview Image

Der vergangene Herbst brachte für die drei Waliser von The Joy Formidable den vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere: Für die Bombasten von Muse gaben sie den Opener auf einigen Stopps der „The 2nd Law“-Tour und vervielfachten auf einen Schlag ihre Zuhörerschaft. Es kann ja nicht schaden, schon einmal für die ganz großen Venues zu proben, denn TJF haben alles, was man zumindest auf der Popinsel Großbritannien so liebt: Eine große Klappe, hymnische Songs und mit Ritzy Byran eine überaus charismatische Frontfrau. Etwas unentschlossen wurde ihr Sound zu Beginn der Bandkarriere als Indiepop verortet. Das war vor knapp fünf Jahren, doch mittlerweile haben sich Ritzy, Rhydian Dafydd und Matt Thomas schön ihre eigene Nische erspielt. Knackig wie The Breeders, opulent wie The Arcade Fire und ohne Scheu vor den ganz großen Gesten wie die Manic Street Preachers geben sie dem etwas abgestandenen Begriff Glampoprock eine neue, intensive Würze. Einige werden sich noch gerne an ihre walisischen Landsleute von Catatonia erinnern, auch der Verweis auf die dramatisch unverdient erfolglosen Slingbacks darf nicht fehlen. Das Futter für die bravourösen Gigs erspielen sich TJF scheinbar im Wochentakt. Während zwischen dem Debütalbum „The Big Roar“ und dem Nachfolgewerk „Wolf’s LAw“ zwei Jahre ins Land gingen, ist die Zahl der hier und da aufploppenden neuen Songs beachtlich. „This Ladder Is Ours“ ist dabei nur der jüngste Geniestreich, der bereits im vergangenen Jahr als Vorzeigetrack der „Cholla“-EP auf uns einprügelte. Ein Song, ein Versprechen. Auf furiose Rotzigkeit und glamigen Pop-Punk.

Wann: So, 10.2.
Wo: Knust
Wieviel: ab 17 Euro

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Events, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

Ash – A-Z Vol.2

51cufvpzgfl_sl500_aa300_Die Kritiken zum ersten Teil der „A-Z-Reihe waren ebenso vernichtend wie die vergangenen Touren der drei mies besucht. Als „langweilige Britpoprockband“ schmähte sie Kollege Volkmann . Was will man auch von einem Mann erwarten, dem in seiner eskapistischen Flucht in Metal-Untiefen die Feelgood-Schönheit von Bands wie den Supernaturals oder den Gigolo Aunts nur verstörendes Gemahnen an die positive Kraft des Poprock sein kann. Weder Weltenschmerz noch Weltenumsturz rühren die 13 Songs von „A-Z Vol. 2“ an, sie sind schlichtweg berstende kleine Bastarde aus Punk, duften Gitarrensoli und hübschen Melodieideen. Wem das zu langweilig ist, der sollte übrigens auch gleich das neue Manic Street Preachers-Album in die Tonne werfen, denn jenen hat das Schicksal den gleichen Streich gespielt: Jeder Song isoliert betrachtet ist immer noch glänzend, in der Höhle des Gesamtwerkes ist’s nur eine Mini-Funzel. Es ist eben nicht mehr 1996, Tim. Schade für eine Band, die leider nur den Sound eines Jahres in Vollendung kann.

“A-Z Vol. 2″ ist bereits bei Atomic Heart Records/Al!ve erschienen.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

Manic Street Preachers – Postcards From A Young Man

manic-street-preachersDie Waliser um Frontmann James Dean Bradfield waren und sind immer mehr als die Summe ihrer Songs. Welche Band hat es schon geschafft, auch beim zehnten Album noch die Kraft zu entwickeln, eine musikalische Geste zu sein? Es war ein langer Weg vom aufrührerischen Glamrock des Debüts „Generation Terrorists“ über die dunkle Seite der Macht, „The Holy Bible“, bis hin zum hymnischen Erfolg von „Everything Must Go“. Das ist jetzt auch schon wieder fast 15 Jahre her, aber die Manic Street Preachers versammeln auf ihrem jüngsten Werk so etwas wie einen Kanon der eigenen, teils bitteren Geschichte. Der Pathos brandet wieder an den Strand, die Zitate von Schriftstellern und Selbstmördern flechten einen kehlenabschnürenden Strick und nach wie vor ist Herr Bradfield der einzige, der 2010 noch ungestraft Gitarrensoli anschlagen darf. Von großer Stattlichkeit, Trauer und Melancholie sind die zwölf vom alten Weggefährten Dave Eringa produzierten Songs, die dem Gesamtwerk der Band keine neue Facette verleihen, aber in den vergangene zwei Jahrzehnten angespielte Ideen zu Ende bringen.

“Postcards From A Young Man” ist bereits bei Sony erschienen.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

Manic Street Preachers – Journal For Plague Lovers

manics_journalSeit 1995 ist Richey Edwards verschwunden, vor kurzem wurde er offiziell für tot erklärt. Ironie der Geschichte, dass der große kommerzielle Durchbruch („Everything Must Go“) der Waliser erst nach dem Verlust ihres bis dahin uneingeschränkt charismatischsten Bandmitglieds folgte. Auf „Journal For Plague Lovers“ verwenden die drei restlichen Manics ausschließlich Texte von Richey und treten eine Zeitreise in eigener Sache an. Zurück zu den rauen, rohen und ungeschliffenen Tagen ihres Debüts „Generation Terrorists“ und des besten Albums „The Holy Bible“. Produziert vom großen Steve Albini lassen James Dean Bradfield, Nicky Wire und Sean Moore den urwüchsigen Glamrock-Rotz der Anfangszeit wieder aufleben, ohne die umwerfenden Pathos-Gesten zu vergessen. Dafür wurden sie Anfang der 90er heiß und innig geliebt, bevor es in die großen Stadien ging. Ob Anhänger des letzten „Send Away The Tigers“-Albums dies goutieren, mag man getrost bezweifeln. Fans der ersten Stunde werden jedoch mit erhobener Faust und verwischtem Kajal vor der Anlage in den glorreichen, vergangenen und jetzt zurückgekehrten Zeiten schwelgen.

“Journal For Plague Lovers” erscheint am 15. Mai bei Sony.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare