The Crookes – Chasing After Ghosts
2. März 2011
Musikalisch den Smiths nachzueifern läuft bei Originalitätswettstreiten unter ferner liefen. Dem etwas muskulöseren Sound der Morrissey-Solokarriere anzuhängen findet dagegen immerhin ein paar Zeilen oberhalb statt. The Crookes aus Sheffield besitzen das Vertrauen in die eigene Stimme, dass sie selbst in dieser Echokammer nicht dumm aussehen. “Chasing After Ghosts”, ihr Debütalbum, ist auf angenehme Art redselig, klingt vom Zungenschlag manchmal auch nach Maxïmo Park und von den Songs sogar nach den beinahe in Vergessenheit geratenen Trashcan Sinatras. The Crookes spielen einen traditionsbewussten Indiegitarrenpop, der, wie gesagt, nicht überall Blumentöpfe gewinnt, aber auch nicht auf Loserbonus hoffen muss. “Chasing After Ghosts” hat ausreichend Championqualitäten, die lediglich nicht für jeden gleich offensichtlich sind. Wenn man sie mal ausreden lässt, hat man The Crookes am Ende des Satzes allerdings ins Herz geschlossen – einen hemdsärmeligen Sinn für Wirklichkeiten vorausgesetzt. Und natürlich ein Herz.
“Chasing After Ghosts” ist bereits bei Fierce Panda/Cargo erschienen.
Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.
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