Beiträge zum Stichwort: Maximo Park

The Crookes – Chasing After Ghosts

the-crookesMusikalisch den Smiths nachzueifern läuft bei Originalitätswettstreiten unter ferner liefen. Dem etwas muskulöseren Sound der Morrissey-Solokarriere anzuhängen findet dagegen immerhin ein paar Zeilen oberhalb statt. The Crookes aus Sheffield besitzen das Vertrauen in die eigene Stimme, dass sie selbst in dieser Echokammer nicht dumm aussehen. “Chasing After Ghosts”, ihr Debütalbum, ist auf angenehme Art redselig, klingt vom Zungenschlag manchmal auch nach Maxïmo Park und von den Songs sogar nach den beinahe in Vergessenheit geratenen Trashcan Sinatras. The Crookes spielen einen traditionsbewussten Indiegitarrenpop, der, wie gesagt, nicht überall Blumentöpfe gewinnt, aber auch nicht auf Loserbonus hoffen muss. “Chasing After Ghosts” hat ausreichend Championqualitäten, die lediglich nicht für jeden gleich offensichtlich sind. Wenn man sie mal ausreden lässt, hat man The Crookes am Ende des Satzes allerdings ins Herz geschlossen – einen hemdsärmeligen Sinn für Wirklichkeiten vorausgesetzt. Und natürlich ein Herz.

“Chasing After Ghosts” ist bereits bei Fierce Panda/Cargo erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.


Backstreet Lovers – Official Video

The Crookes | Myspace Music Videos

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik, Musikvideo Kommentar-Icon Keine Kommentare

Maximo Park – Quicken The Heart

61zklw89evl_sl500_aa240_Was sich schon beim Vorgänger „Our Earthly Pleasures“ andeutete, ist nun bei „Quicken The Heart“ Gewissheit geworden: Die Party ist vorbei. Der alles mitreißende Schwung des Debüts „A Certain Trigger“ und solch’ überwältigender Hymnen wie „The Coast Is Always Changing“ war leider nur die Hybris eines Sommers. Ein unwiederholbarer Moment. So sehr sich die Herren aus Newscastle auch bemühen, es wird nie wieder 2005 werden und so droht der schleichende Bühnen-Tod, wenn die Playmobil-Frisuren im Auditorium doch nur nach den Hits aus vergangener Zeit schreien. Doch en detail: „Wraithlike“ ist ein hilfloses Malen nach Zahlen, „The Penultimate Clinch“ versöhnt zumindest durch den Joy Division-Einstieg. „The Kids Are Sick Again“ beginnt stark und verliert sich dann im Niemandsland des MP-Universums, wo auch das nachfolgende „A Cloud Of Mystery“ sein Zelt aufgeschlagen hat. „Calm“ ist hübsch, ebenso wie „In Another World“, allerdings nur ca. 50 Sekunden lang. Dann wird’s leider wieder ähnlich vorhersehbar wie „Let’s Get Clinical“. Und so weiter und so fort. Hier und da eine gute Idee für ein paar schöne Momente, aber dann wird wieder die alles zukleisternde, künstliche Euphorie-Maschine angeworfen. Für eine starke EP hätte es gereicht, aber auf Albumlänge ist das (leider) schlichtweg zu dünn.

“Quicken The Heart” erscheint am 8. Mai via Warp.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare