Beiträge zum Stichwort: MGMT

Holy Ghost! – Holy Ghost!

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Ein clubtaugliches, aber nicht zwingend auf den Club zugeschnittenes Dance-Album haben Alex Frankel und Nick Millhiser als Nachfolgeversprechen ihrer „Static On The Wire“-EP aus dem vergangenen Jahr produziert. Gemeinsam mit Michael McDonald, Chris Glover von Penguin Prison und Luke Jenner (Rapture) erzeugen die beiden Hipster analoge Wärme und eine Catchyness, die baff macht. Immer wenn es logisch angezeigt ist, eine Verwinkelung einzubauen, gehen Alex und Nick den brutal-glasklaren Dancepop-Weg. Ein dufter Markenkern, den sich gerne und zu Recht MGMT, Phoenix und – natürlich – LCD Soundsystem in Remixgewand angezogen haben. Wenn Holy Ghost! jetzt endlich auch noch Hot Chip von der kommerziellen Klippe stoßen, sind sie die uneingeschränkten Herrscher im Land, wo sich French Pop, linkisch lächelnde NY-Hipness und in 1000 Einzelteile zersplitternde Discokugeln 24 Stunden am Werktag unterhaken. Synthie-New-Wave als der geile Ausgang vom oberflächlichen Ego-Exzess. Da muss man auch erstmal drauf kommen.

“Holy Ghost” erscheint am 15. April bei DFA/Cooperative Music.

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Maxence Cyrin – Novö Piano

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Punk- und New-Wave-Klassiker in andere (Cover-)Sphären zu hieven. Da war doch was. Richtig, Nouvelle Vague heißen die Franzosen, die dieses Spiel bereits bis zur Erschöpfung betrieben haben. Auf dem Label von Nouvelle-Vague-Mastermind Marc Collin erscheint jetzt das Zweitwerk von Maxence Cyrin, der einen ähnlichen Ansatz vertritt. Bei ihm sind es jedoch keine weich gespülten Bossanova-Versionen, sondern Piano-Interpretationen. Einfühlsam entbeint er zudem nicht nur Indie-Klassiker (Wunderschön: Seine Version der Pixies-Hymne „Where Is My Mind“), sondern auch aktuelle Dance-Hits von MGMT und Justice. Und siehe da: es funktioniert. Die Fans der Originale von Nirvana bis zu den Cocteau Twins dürfen wohlwollend in Erinnerungen schwelgen und Freunde wohl temperierten Pianospiels sich am respektvollen Umgang Cyrins an den Originalen erfreuen. Wem das gefällt, dem sei auch das noch etwas mutigere Debüt von Cyrin ans Herz gelegt. Auf „Modern Rhapsodies“ widmete er sich unter anderem Stücken von Aphex Twin und Massive Attack. Peinlich sein muss einem keine der beiden Platten. Denn Cyrin zeigt trotz seines Könnens Demut vor den Songs. Und schält ihre ungebrochene Intensität heraus.

“Novö Piano” erscheint heute bei Kwaidan Records/Rough Trade.

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MGMT – Congratulations

mgmt“Kids” überall, überall “Kids”! Der Riff dieses MGMT-Hits hat als Jingle und Most-Wanted-Indiedisco-Smasher das letzte Jahr geprägt. Und den Sound der ausgehenden Nuller entscheidend mitgestaltet und diesen dadurch ein pompöses, verspieltes, leicht wahnsinniges Antlitz gegeben. Wegen MGMT wirkt dieser Teil der Epoche im Nachhinein zwar immer noch hoffnungslos retro, aber auf jeden Fall auch ein Stück genialischer. Diese Kombination aus Hit und Genie des Überraschungsdebüts war natürlich nicht zu toppen. Und so versuchen Andrew und Ben das irgendwie auch gar nicht recht. Nach Tourexzessen und dem obligatorischen “no sleep til gar nicht mehr” musste dennoch eine zweite Platte her. Tja, und die ist nun also “Congratulations”. Connaisseure und Wohlwoller finden in dem abstrusen Ameisenhaufen voll Halbgarem und Mist sicher die eine oder andere skurrile Perle. Aber mal ehrlich und bei allem Respekt vor Abwegen nach der Klimax: Von diesem Album hat man sich ja nun wirklich etwas mehr erwartet als das hier, oder? Das findet doch garantiert nicht mal die Band selbst wirklich überzeugend und wird in wenigen Jahren nur noch dazu dienen, einem neuen Entwurf das Entree zu geben: “Nach dem “Congratulations”-Flop sind sie nun wieder in der Spur.” Hoffen wir mal, dass es so kommen wird.

“Congratulations” ist bereits bei Columbia/Sony erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Passion Pit – Manners

passion-pitAnlauf genommen, Puste angehalten – und mit vollem Schwung hinein in die Passion Pit, die „Leidenschaftsgrube“. Die Band erwartet uns bereits, noch während wir mit den Armen wedelnd in der Luft schweben, werden wir von einem aufregenden Sound begrüßt. Energiegeladen erzählt die glockenklare Falsett-Stimme des Sängers von seiner letzten Beziehung und wieso es dann doch nicht geklappt hat mit diesem eigentlich doch so perfekten Girl, ekstatisch hüpfen Synthie, Drums und Gitarren dazu, elektrisiert rufen Stimmen im Hintergrund. Passion Pit aus Massachusetts machen auf ihrem Debütalbum „Manners“ frischen, experimentierfreudigen Elektropop, der mal an MGMT erinnert, mal an Temper Trap und auch an wenig an die Teenagers. Und einmal sogar an Take That, als sie schon cool und noch mit Robbie waren. Aber das liegt sicher nur daran, dass der Kinderchor im Hintergrund klingt wie in „Never Forget“.

“Manners” ist bereits bei Columbia erschienen.

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Bondage Fairies – Cheap Italian Wine

23054259Jemand hat das großartige schwedische Electro-Duo Bondage Fairies für Deutschland entdeckt und gesignt! Diejenigen sofort an die Wand stellen und ablecken. Besaß doch das Debüt “What You Didn’t Know When You Hired Me” mindestens vier, fünf wirklich kapitale angeberische Hits, die in der Cliquen-eigenen Besoffski-Jukebox bis heute wieder und wieder gedrückt werden. “Cheap Italian Wine” folgt nun drei Jahre drauf. Ist allerdings nicht ganz so outstanding – ein Umstand, der vor allem der Übergröße des Debüts geschuldet sein dürfte. Daher macht auch das aktuelle Ding noch Spaß. Plickerige SID-Sound-Melodien, die auf oder neben drückenden und fetten Billo-Keyboard-Rhythmen liegen. Wirkt dadurch wie eine Mischung aus Baxendale und MGMT – auf vielen Stücken auch noch ergänzt um so Pogo-affinen Synthierock, wie er bei The Sounds immer läuft. Genug Verweise? Nee, zwei müssen noch: Eins der Sprach-Samples stammt aus dem C64er-Game “Impossible Mission”. Und auf der neuen Tante Renate ist ein Remix eines Songs der beiden drauf. Live sicher das bierdosenspritzige Club-Inferno. Muss man mitmachen.

Mit freundlicher Genehmigung von Intro.

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MGMT – Time To Pretend

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So ganz hab ich zwar immer noch nicht verstanden, warum man MGMT die Krone aufsetzt, während die Flaming Lips immer noch unter uns weilen, aber man muss ja auch nicht alles verstehen. Allerdings keine Frage: Geil sind die Boys schon. Was zu beweisen ist. Hepp!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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