Beiträge zum Stichwort: mp3

Dubstep – Bass war 2007!?

bass_rep_detail_orig.jpgVor meinem Versuch einer Zusammenfassung, was 2007 in Sachen Dubstep bereit hielt, zunächst der Hinweis auf einen hörbaren Rückblick: Bitesize Beats, der schon zwei Mixes in Ninja Tunes Solid Steel-Show abliefern durfte, hat hier einen Set für die Electronic Explorations Radioshow und die Hamburger Back to the Basics abgeliefert. Er stellt seine Lieblingstracks aus 2007 vor und favorisiert dabei die eher dubbigen Tracks. Grandiose Auswahl, exzelllent gemischt – ein Muss! Neueinsteiger sollten sich nicht vom etwas wilderen Opener abschrecken lassen.

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(Tracklist am Ende des Artikels)

warz.jpgDubstep ist noch eine junge Musikrichtung, die erst innerhalb der letzten 2 Jahre im Gesichtsfeld der meisten aufgetaucht sein dürfte. Im Mutterland löste im Januar 2006 eine Sendung im BBC Radio1 einen erheblichen Popularitätssprung aus. Mary Anne Hobbes lud für ein “Dubstep Warz”-Special die wichtigsten Protagonisten der Szene ins Studio. Die Sendung markierte einen ersten Aufmerksamkeitsdurchbruch und als eine der ersten Anlaufstellen für Dubstep-Interessierte auf der ganzen Welt (Interview).

Die Basswellen schwappten dann mit einiger Verzögerung auf den Kontinent. Deutsche Medien griffen den Stil 2007 begierig auf. Auf Seite der Printmedien berichteten neben den üblichen verdächtigen Musikpostillen Intro, Spex, Raveline und De:Bug auch die Kulturressorts von taz (1, 2, 3,) oder Süddeutscher. Im TV wurden mehrere Features von arte/Tracks gesichtet.

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Ninja Tune – 10 Tracks umsonst

ninjatune.jpg

Auf den Seiten des Independent finden sich 10 Tracks des besten Elektronik-Labels überhaupt als MP3 (128kbps) zum freien Download. Die Tracks erscheinen auch auf der Anfang März erscheinenden 3-CD-Compilation “You dont know: Ninja Cuts”. Mit der Compilation feiert Ninja Tune den 150. Release seit der Gründung des Labels 1990. Folgende Stücke dürfen abgegriffen werden:

  • Cinematic Orchestra – To build a home
  • Bonobo – Nitelite
  • Pop Levi – Blue Honey
  • The Long Lost – The Art of Kissing
  • Coldcut – Walk a mile in my shoes (Tiga Rmx)
  • Zero DB – Bongos Bleeps & Basslines (Dibaba Rmx)
  • Qemists – Drop Audio
  • The Heavy – That kind of Man
  • Wiley – 50/50
  • Jaga Jazzist – Swedenborgske Rom

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Supercharged-Podcast: SuperStyleDeluxe

superstyle.jpgSuperStyleDeluxe sind Teufel an den Decks und liefern im Podcast des Supercharged-Labels eines ihrer famosen Sets ab: Funky Breaks vermischt mit einigen HipHop-Classics. Was der Ober-Kopfnicker am Schluss ist, muss ich unbedingt noch rausfinden.

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Unart: Die Mixes werden via Direktlink auf der Supercharged-Homepage angeboten, der Podcast-Feed allerdings nur über iTunes :( Und das sollte man nun wirklich nicht benutzen.

Nachtrag: Der Link zum Podcast-Feed ist gefunden :)

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Stones Throw-Podcast #28: Boogie Funk

stonesthrow-28.gif

Das Stones Throw-Label ist nicht nur HipHop-Connaisseuren durch Künstler wie Madlib, MF Doom und den Anfang Februar 2006 verstorbenen J Dilla ein Begriff. Wer einen der genannten kennt, sollte den vom Label herausgegebenen Podcast abonnieren.

Eher ungewöhnlich für das bisherige Programm legt in der 28. Ausgabe DJ Dam Funk den Schonwaschgang ein und kredenzt Weichspüler für die Öhrchen. 60 Minuten glattgebügelter Disco-Funk, für alle Gelegenheiten, bei denen man sowas gern hört (z.B. Wäsche aufhängen, koksen, Sex). Leider ist nicht jeder Übergang 100% on point, aber die Trackauswahl macht das wett.

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iTunes-Feed
Podcast-Feed

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Saul Williams – Sunday bloody sunday

Eine Cover-Version, die nicht unbedingt die naheliegendste ist. Wer da lieber zu einem Original des Slam-Poetry-Keifers greifen möchte, kann sich hier den Song “List of demands” runterladen.

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Rocko Schamoni – Mutter Tourette und ihre Kinder

lesung.jpg“Lang ersehnt, endlich wahr: Rocko Schamoni und Jacques Palminger wenden sich der Königsdisziplin des Hörspiels zu. Dieses Mal wird eine besonders böse Blume in den auralen Fokus gezerrt: Gewalt. In einem Maisfeld in Schleswig-Holstein hegt eine Gruppe unerschrockener Widerständler eine kleine Hanfplantage und ihre Träume vom großem Gegenschlag gegen den repressiven Polizeistaat: Babylon must fall. Vor allem Nodger, der einzige Mann unter ihnen, gibt sich der Süße paranoider Träume hin. Die Frauen um ihn herum jedoch verfolgen andere, dunkle Ziele und Begierden. Von A wie Anarchie über G wie Geschlechterkampf bis Z wie Zerstörung – in diesem Hörspiel, soviel ist sicher, wird kein Ohr auf dem anderen bleiben…” (Quelle: www.hoerspiel.com)

Das Hörspiel “Mutter Tourette und ihre Kinder” kann man sich hier gratis downloaden.

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Quest & Odissi: Expedition to Planet Zog

Revolution is not gonna happen, the way as it did in the 60s. [...] The internet will become your AK47. Your email will become your ammunition and bullets. You must access and utilize the technology that exists today. Because the war that we´ll fight tomorrow will not be one with guns and bullets and bombs. It will be about information.

speakerscorner.jpgSo tönt eine charismatische Stimme im Track “Speaker´s Corner”. Sie gehört Ishmael Blagrove, einem unabhängigen britischen Dokumentarfilmer. Seine Worte wurden “live” an der Speaker´s Corner im Londoner Hyde Park aufgenommen. (Auf den Seiten seiner Film-Company findet sich auch ein Text, der sich weiter dazu auslässt.)

Diese parallele Metaphorik zu diesem unserem Netzprojekt wäre schon eine Erwähnung wert. Außerdem befindet sich der Track auf dem Album “Expedition to Planet Zog” von Quest & Odissi, das sie als freien Download zur Verfügung stellen.

qo-album_artwork_9510.jpg

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Album-Download

Cyberfunk-Podcast-Feed

Quest & Odissi sind in der NuSchool-Breakbeat-Szene fest etabliert. Die gebürtige US-Amerikanerin Odissi (MySpace) brachte schon mit 18 ihr erstes Release auf Quest´s Cyberfunk-Label unter. Inzwischen ist sie in West London ansässig, wo sie schon seit gut 3 Jahren eng mit Quest kooperiert. Neben ihren internationalen DJ-Karrieren produzieren die beiden gemeinsam Tracks. Odissi´s spröd-kühle Vocals klingen wie Anne Clark´s Enkelin, haben schon Tracks von Meat Katie & D. Ramirez, Dylan Rhymes, Vandal und Hyper verfeinert und durchziehen auch die Expedition zum Planeten Zog.

In den 60 Minuten auf Planet Zog prasseln ähnlich viele Eindrück auf den Hörer ein, wie auf den stereotypen Japaner während seiner “Europe-in -10-Days”-Reise. Innerhalb der Genre-Grenzen klingt das Album erfreulich abwechslungsreich. Odissi´s Elektroclash-Flirts wissen dabei am besten zu gefallen.

Das Album erscheint auch als ungemixte CD, sowie als Reihe von 12″s. Ich muss zugeben, dass bisher vergleichsweise wenige Produktionen der beiden den Weg in meine Plattenkiste gefunden. Aber zwischen Hören und Spielen liegt ja doch ein Unterschied und ein freies Album besitzt gegenüber 9 € für 2 Tracks einen offenkundigen Vorteil. Den MP3-Player der Wahl damit zu füttern, lohnt sich in jedem Fall.

Tracklist >>>

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M.I.A. – Paper Planes (plus Remix)

Da hier kürzlich die Formulierung “Single des Jahres 2007″ der Tastatur eines Menschen mit offensichlichem Faible für all zu Weinerliches entsprungen ist, muss ich doch mal eine anderslautende Meinung kund tun. Seit August hat M.I.A.´s Track mir schon die Stimmung so einiger verhagelter Tage gerettet. Und: Ein Track, in dessen Chorus Samples von Nachladen und Entsichern zu hören sind, muss doch hier einfach gekürt werden.

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Wer jetzt “alter Hut” herumgähnt, bekommt hier seinen Mehrwert in Form eines Remixes mit Raps von Rich Boy und Bun B:

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Diplo, ja auch für das Original verantwortlicher Produzent, stellt in seinem Blog sogar diesen Remix zum Herunterladen nebst Instrumentalversion bereit (Karaoke anyone?) . Wem das noch nicht genug ist, kriegt hier noch zwei leicht abgewandelte Versionen.

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Mad Decent Radio

Mad Descent RadioDiplo ruht sich nicht darauf aus, für M.I.A. produziert, auf Big Dada mit seinem aufregenden Debut-Album Florida das Erbe DJ Shadows angetreten, die Baile Funk-Lawine ins Rollen gebracht und in Folge Remix-Aufträge von Kanye West bis Bart Simpson eingefahren zu haben. Einige der großen Künstleraufgaben bewältigt er offenkundig: Trotz Media-Hype lässt er sich weder stilistisch festnageln, noch verliert er sich in Gefälligkeiten sondern hält das Ohr an die Böden der Welt (where Woytila only kissed them).

Mad Decent heisst sein Label, auf dem produziert, aufgelegt, getourt und einmal im Monat Äther und Netz mit feinsten Radioshows bereichert wird.

Hard to find: Die Radio-Homepage mit Quicktime-Audio-Stream (wtf?) und dem iTunes-Podcast. Non-Fashion-Victims ohne iTunes klicken hier für den Podcast-RSS-Feed.

Im Podcast-Archiv finden sich einige Perlen: Shows in denen der elektronische oder traditionelle Underground von Israel, Paris, Elfenbeinküste, New Orleans oder Buenos Aires vorgestellt oder verstorbenen Größen wie J Dilla oder James Brown Tribut gezollt wird.

Wem die Shows zu kurz geraten, bekommt hier seinen zweistündigen Essential Mix auf BBC Radio1 vom September 2007.

Weitere Infos bietet dieses Video-Interview:
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