Karpatenhund - Der Name dieser Band ist Karpatenhund
27. August 2009
Der kenntnisreiche Zitatpop von Karpatenhund ist zunächst einmal grundsympathisch: Die Bandmitglieder haben die richtigen Platten gehört, so dass die durchaus radiofreundlichen Songs in Geschmacksfragen stets auf der guten Seite sind, mit Post-Punk-Klackergitarren, The-Cure-Bässen und eingängigen Melodien. Ein Problemfall bleibt Sängerin Claire Oelkers Stimme: Ihr expressives Organ erinnert manchmal an Elke Brauweiler von Paula, lässt in kurzen, schmerzhaften Momenten aber auch an eine Art Indie-Rosenstolz denken. Den oftmals recht lakonischen Texten tut derlei Pathos nicht gut: ein bisschen wie Overacting in der Schulaufführung. Dennoch: das zweite Album streicht das Attribut „harmlos“ aus dem Bandprofil und traut sich gelegentlich in recht düstere Elektropopgefilde. Deren Reise fängt erst an.
“Der Name dieser Band ist Karpatenhund” erscheint am 28. August bei Wanderlust/Rough Trade.
Alben, Musik
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