Planetary Assault Systems – Temporary Suspension
28. Juni 2009
Der Brite Luke Slater knüppelt mittlerweile auch im Berghain, etwas mehr Gefühl hätte ihm dabei sicherlich gut gestanden. Hinter den Planetary Assault Systems verbirgt sich der Produzent Luke Slater, der mit seinem Projekt bis vor Kurzem noch auf dem legendären britischen Peacefrog-Label beheimatet war. Sein neues Album “Temporary Suspension” erscheint auf dem eng mit dem Berliner Berghainclub verbundenen Label Ostgut Ton. Unter dem Pseudonym Planetary Assault Systems produziert Slater vorzugsweise harten Techno im höheren bpm-Bereich. Die hier vorliegenden Stücke sind in erster Linie DJ-Tools für die Dettmanns und Clocks dieser Welt, die sie aber erst einmal auf minus vier runterpitchen müssten, um sie dem gängigen Berghain-Tempo anzupassen. So, wie Clock alte Robert-Hood-Platten gerne mal auf minus sechs laufen lässt, damit sie sexy klingen. Bei Slater werden hier und da ein paar Industrial-Elemente eingeschoben, vereinzelt gibt es Acidgezwitscher. Ansonsten wird bedingungslos geknüppelt. Einzig das housige “On The Def” fällt ein bisschen aus dem Rahmen. Höhentechnisch passiert nicht viel. Auf einer normalen Stereoanlage ist diese Platte fast unhörbar. Das unterscheidet “Temporary Suspension” im Wesentlichen vom ungleich pointenreicheren, vor allem lebhafteren Künstleralbum Ben Clocks, das Anfang des Jahres beim gleichen Label erschienen ist.
“Temporary Suspension” ist bereits bei Ostgut Ton/Kompakt erschienen.
Mit freundlicher Genehmigung von Intro.
Alben, Musik
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