Beiträge zum Stichwort: Pinch

Myom - Drumstep

Seit ein paar Tagen online - mein neuer Drum&Bass-Mix. Da er etwas aus dem Rahmen des Üblichen fällt, mal ein paar Ausführungen dazu:

Was meine Begeisterung für das Drum&Bass-Genre Mitte der 90er auslöste: D&B war Musik zum Zuhören und Staunen, die vor Experimentierfreudigkeit übersprühte. Das innovative Spiel mit Beats, Bässen und Soundscapes steht heute leider oft dem gegenüber zurück, Formeln bedienen, Produktionstechniken und Subgenres perfektionieren zu wollen. Eine Entwicklung, die sich wohl zyklisch in allen Genres vollzieht.

Elektronische DJ-Musik forciert diesen Prozess vielleicht besonders, denn sie ist auf Mixbarkeit angelegt. Diese erfordert ein ähnliches Tempo (bei D&B um die 170bpm) und wird durch einen einheitlichen Grundbeat erleichert. Im House & Techno (120-140bpm) ist es die durchgehende Bassdrum auf den Vierteln (Boom-Boom-Boom-Boom), im D&B herrscht seit langem das Dogma des 2Step-Beat mit Snare auf 2 & 4 (Boom-Tschak Boom-Tschak), über den zwar in unzähigen Formen variiert wird, auf dem aber 90% aller Tracks aufbauen.

In diesen Mix habe ich ausschließlich Tracks zusammengebracht, die auf dem üblichen D&B-Tempo andere Beatstrukturen entwickeln. Der Mixtitel “Drumstep” rührt natürlich von der Dubstep-Ästhetik einiger Tracks. Dubstep ist jedoch eigentlich langsamer (um die 140bpm). Ist das also nun überhaupt noch D&B? Oder Dubstep auf 170bpm? Müßige Fragen für Menschen mit erhöhter Schubladenhaftung.

In meinen Mixtapes versuche ich Tracks mit langen Übergängen zu verbinden und manchmal aus zwei Platten auch wirklich eine “Third Record” zu bauen, die nur im Mix existiert. Ebenso wichtig: Stücke sich auch mal entfalten lassen, um Atmosphären und Spannungsbögen aufzubauen. Die propagierten Möglichkeiten neuer digitalen Mixing-Gadgets sind mir herzlich egal. Hier kommen “nur” einige Platten, zwei Technics & ein Mixer zum Einsatz.

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Dubstep - Bass ist das?!

bass_rep_detail_orig.jpgMein Dubstep-Rückblick 2007 ist ja auf äußerst positive Resonanz im Netz gestoßen und hat wohl auch einige neugierig auf diesen Sound gemacht hat. Wen ein umfassender Überblick über Entstehung und Geschichte von Dubstep interessiert, dem kann geholfen werden:

Der “Vinylizer” Marcus Maack hat die wichigsten Party-Reihen in London und Bristol besucht und mit Journalisten & DJs über Dubstep gesprochen. Das Ergebnis hat er Anfang 2007 in seiner einstündigen Radioshow “Back to the Basics” zusammengefasst. Wer sich am manchmal etwas lakonischen Stil der Reportage nicht stört, erhält einen sehr gut recherchierten Überblick über das derzeit wohl spannendste elektronische Genre.

Mit Interviewbeiträgen von

  • Kode 9 (Hyperdub, London)
  • Pinch (Tectonic, Dubloaded, Ear Wax, Bristol)
  • Martin Clarke (Blackdown, “The Roots Of Dubstep”, London)
  • Mary Anne Hobbs (Breezeblock, BBC, London)

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Homepage der Show

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Dubstep - Bass war 2007!?

bass_rep_detail_orig.jpgVor meinem Versuch einer Zusammenfassung, was 2007 in Sachen Dubstep bereit hielt, zunächst der Hinweis auf einen hörbaren Rückblick: Bitesize Beats, der schon zwei Mixes in Ninja Tunes Solid Steel-Show abliefern durfte, hat hier einen Set für die Electronic Explorations Radioshow und die Hamburger Back to the Basics abgeliefert. Er stellt seine Lieblingstracks aus 2007 vor und favorisiert dabei die eher dubbigen Tracks. Grandiose Auswahl, exzelllent gemischt - ein Muss! Neueinsteiger sollten sich nicht vom etwas wilderen Opener abschrecken lassen.


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(Tracklist am Ende des Artikels)

warz.jpgDubstep ist noch eine junge Musikrichtung, die erst innerhalb der letzten 2 Jahre im Gesichtsfeld der meisten aufgetaucht sein dürfte. Im Mutterland löste im Januar 2006 eine Sendung im BBC Radio1 einen erheblichen Popularitätssprung aus. Mary Anne Hobbes lud für ein “Dubstep Warz”-Special die wichtigsten Protagonisten der Szene ins Studio. Die Sendung markierte einen ersten Aufmerksamkeitsdurchbruch und als eine der ersten Anlaufstellen für Dubstep-Interessierte auf der ganzen Welt (Interview).

Die Basswellen schwappten dann mit einiger Verzögerung auf den Kontinent. Deutsche Medien griffen den Stil 2007 begierig auf. Auf Seite der Printmedien berichteten neben den üblichen verdächtigen Musikpostillen Intro, Spex, Raveline und De:Bug auch die Kulturressorts von taz (1, 2, 3,) oder Süddeutscher. Im TV wurden mehrere Features von arte/Tracks gesichtet.

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