Beiträge zum Stichwort: Podcast

Plump DJs – Data Transmission-Podcast

Die Plump DJs sind wohl mit den Stanton Warriors das erfolgreichste Breakbeat-Duo überhaupt. Gerade haben sie ihr neues Album “Headtrash” veröffentlicht und promoten es im BBC und diversen Webradios mit DJ-Sets. Hier gibt es einen Mix für den Data Transmission-Podcast zum Download.

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Stereo MCs – Mixtape for The New Worck

The New Worck bezeichnet sich als” internet mixtape label”, das exklusive DJ-Mixes bereitstellt (Podcast Feed). Trotz der eher naiven Vorstellung, man sei “the first internet record label just for mixtapes”, ist man inzwischen bei Nr. 163 angekommen – eine gute Bilanz für gut 1 Jahr des Bestehens.

Die seit 1989 umtriebigen Stereo MCs haben unter Tanzflurparametern einen wahrhaft eklektischen Mix am Start, der fast an ihr großartiges DJ Kicks-Release ranreicht.

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Tracklist:
- Stereo Mcs- It Takes Two
- James Brown – Think
- Dizzie Rascal – Oldschool vs Princess Platinum (Stereo Mcs Mash Up)
- Kraftwerk – Trans Europe Express
- Dj Eli Escobar – Juicy Ep/Money Lotion
- Stereo Mc’s – City Lights
- House Of Pain – Jump Around vs Ennio Morricone – Twenty Seconds To What? (For A Few Dollars More) (Stereo Mcs Mash Up)
- Mode Selector – Silikon (Sirusmo Remix)
- Mann Parrish – Hip Hop Be-Bop vs Claude Von Stroke – Cicada (Stereo Mcs Mash Up)
- Malcolm McLaren – Buffalo Girls
- Midfield General – Disco Sirens
- Interactive – Dildo (Jamie Fanatic Battery Remix)
- Crookers – Atomic Baille Boy
- Public Enemy – Rebel Without A Pause
- Samim – Heater (Claude Von Stroke Remix)
- New Young Pony Club – Ice Cream
- Crookers & Mc Dadao – Soca Ali Baba
- KRS One – Sound Of Da Police
- Justice – Waters Of Nazareth
- Public Enemy – Show Em What You Got
- Gonzales – Working Together (Boyzenoise Remix)
- Adam Sky Vs Mark Stewart – We Are All Prostitutes
- The Jimmy Castor Bunch – It’s Just Begun
- Ben Mono – Hit The Bit (Lorenz Rhode Remix)
- Armand Van Helden vs Troubleneck Brothers (Stereo Mcs Mash Up)
- Osibisa – Somaja

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John B – Electrostepper Deluxe

john b promo 2008Gäbe es eine eigene Wikipedia für die Drum&Bass-Welt, würde der Eintrag zu “enfant terrible” wohl mit dem zu John B zusammengelegt: Der Electro-Glampunk-Rocker hat sich als großartiger Produzent und äußerst unterhaltsamer DJ sein eigenes Subgenre erschaffen. Er polarisiert, nimmt sich aber nicht zu ernst und beweist immer wieder Humor.

1996 mit den ersten Releases gestartet, produzierte er sich durch düsteres Ravegebolze zu Studentenjazz und nahm sogar den Latin-D&B-Trend zum Anfang der Jahrtausendwende voraus. Mit seinem Händchen für Tanzflur-Cheese verpasste er Metalheadz mit “Up all Night” in 2001 eine unsterbliche Clubhymne, mit hochgepitchten Rave-Vocals als klebrigem Zuckerguß über einem körnigen Beatgerüst.

Nach diesem Riesenerfolg überraschte er Anfang 2002 mit einem Drum&Bass-Stil, der sich aus 80´s New Wave, Electroclash und Trance-Elementen zusammensetzte. Den Release seiner “American Girls”-EP lancierte er geschickt mit einem trashigen Webclip der damals heiss gehandelten rathergood.com-Posse (click pic to watch):

john b - american girls

“American Girls” markierte seinen endgültigen Bruch mit Szenekonformitäten: Der gesamte Sound fiel völlig aus dem Rahmen, der Titeltrack setzte auf Humor – in einer verkopften Szene, die in weiten Teilen von düsterer Grimmigkeit beherrscht wird – und zu allem Überfluss begann sich sein Erscheinungsbild durch Kleidung und Schminke einem Glampunk aus den 80ern anzunähern.

Von der Dogmatikerfraktion erntete er dafür viel Gegenwind, auf den er humorvoll mit einem Track antwortete: Im “Blandwagon Poos”-Intro (Audio) muss sich John am Telefon so einiges anhören, u.a.: “What’s up with all this eighties shit and wearing make-up – is there something you ain’t telling us mate?” Danach geht ein Beatgewitter los, das eine Stilrichtung (und einen bestimmten Track) parodiert und zwar so übertrieben und gekonnt, dass er damit so einige Kritiker in die Schranken verwies.

Er ließ sich also nicht davon abhalten, sein eigenes Subgenre zu erschaffen, das er 2006 mit der Doppel-CD “Electrostep” zelebrierte. Neben eigenen Tracks enthält sein fünftes Album Coverversionen & Remixes von Electroclash-Combos und 80er-Größen wie Softcell, Howard Jones oder dem One-Hit-Wonder “Mickey” von Toni Basil (Clip):

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Sein Erfolg verdankt sich neben seinen Produktions- und DJ-Skills auch, dass er sehr früh begonnen hat, das Netz als Marketinginstrument zu nutzen (Albumsingle “I´ve been stalking you on MySpace”). Inzwischen hat er es nicht nur im größten D&B-Forum zu einem eigenen Smilie gebrachtjohn.gif sondern besitzt eine globale Fangemeinde.

Seine erstaunlichen Tourdates findet man auf MySpace gelistet, weitere Anlaufstellen sind sein Blog oder seine Flickr-Gallery. Im Shop seines Beta-Recordings-Labels kann man seine Musik kaufen. Umsonst gibt es regelmäßig Livemitschnitte & Radioshows auf seiner Podcast-Seite (Feed). Neben Drum&Bass präsentiert er dort auch viele dreckig-rotzige Electro/Techno-Sets.

john b

Wie ich erst kürzlich erleben durfte, wechselt er live auch gerne mal zwischen diesen Genres. Wärmstens empfohlen werden kann sein Live-Set von vergangenem Sommer in Augsburg, der gleich mit einer elektrostepifizierten Version von Flashdance-Hit “Maniac” startet.

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Besprochen – Das Hörmagazin

bespro_webteaser01.jpgHass auf Sprache soll wohl auch noch Pop sein?

Eine gute Geschäftsidee muss simpel sein, okay, aber man muss natürlich die Nuancen zwischen simpel und bekloppt beachten. Derlei Ambitionen trügten anscheinend aber nicht die aktuelle Taufe von „Besprochen – Das Hörmagazin, vorgehört statt nachgelesen“. Für 4,50 EUR kauft man am Kiosk eine Art Podcast auf CD. Eine Frauenstimme liest Besprechungen vor zu neuen Alben (wie Duran Duran, Sarah Bettens, Puppini Sisters, Alicia Keys oder Raz Ohara), bisschen was vom Originalmaterial wird angespielt, man hört ein halbes Kapitel aus dem Klitschko-Hörbuch und Denyo von den Beginnern hostet eine Kolumne namens „Alte Schule, neue Schule“. Das allein klingt auf dem Papier ja alles schon mal rechtschaffen dröge – und auf CD wird diese Erwartung dann sogar übererfüllt. Alle Texte, die vorgelesen werden, wurden in Schriftsprache verfasst und eignen sich denkbar schlecht für ein Audio-Medium. Die Künstlerauswahl ist zwar okay langweilig, aber in der Gesamtheit zu uncool für Musiknerds und zu speziell bzw. unglamourös für den Halbinteressierten. Denyos Kolumne ist vom Gestus wie ein cooler Witz, nur leider ohne Humor und ohne Pointe, tja, Mittelmäßigsein allein reicht eben nicht, wer hätte es gedacht? Ach, und wer an dieser Ablehnung hier Zweifel hegt, der soll mal auf das Cover schauen, das gibt doch auch zu denken.

P.S.: Falls es das Magazin Ende des Jahres noch gibt, werde ich mich persönlich bei den Blattmachern natürlich für meine Untergangsprognose entschuldigen. Aber ob es dazu wirklich kommt…

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Supercharged-Podcast: SuperStyleDeluxe

superstyle.jpgSuperStyleDeluxe sind Teufel an den Decks und liefern im Podcast des Supercharged-Labels eines ihrer famosen Sets ab: Funky Breaks vermischt mit einigen HipHop-Classics. Was der Ober-Kopfnicker am Schluss ist, muss ich unbedingt noch rausfinden.

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Unart: Die Mixes werden via Direktlink auf der Supercharged-Homepage angeboten, der Podcast-Feed allerdings nur über iTunes :( Und das sollte man nun wirklich nicht benutzen.

Nachtrag: Der Link zum Podcast-Feed ist gefunden :)

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Stones Throw-Podcast #28: Boogie Funk

stonesthrow-28.gif

Das Stones Throw-Label ist nicht nur HipHop-Connaisseuren durch Künstler wie Madlib, MF Doom und den Anfang Februar 2006 verstorbenen J Dilla ein Begriff. Wer einen der genannten kennt, sollte den vom Label herausgegebenen Podcast abonnieren.

Eher ungewöhnlich für das bisherige Programm legt in der 28. Ausgabe DJ Dam Funk den Schonwaschgang ein und kredenzt Weichspüler für die Öhrchen. 60 Minuten glattgebügelter Disco-Funk, für alle Gelegenheiten, bei denen man sowas gern hört (z.B. Wäsche aufhängen, koksen, Sex). Leider ist nicht jeder Übergang 100% on point, aber die Trackauswahl macht das wett.

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Quest & Odissi: Expedition to Planet Zog

Revolution is not gonna happen, the way as it did in the 60s. [...] The internet will become your AK47. Your email will become your ammunition and bullets. You must access and utilize the technology that exists today. Because the war that we´ll fight tomorrow will not be one with guns and bullets and bombs. It will be about information.

speakerscorner.jpgSo tönt eine charismatische Stimme im Track “Speaker´s Corner”. Sie gehört Ishmael Blagrove, einem unabhängigen britischen Dokumentarfilmer. Seine Worte wurden “live” an der Speaker´s Corner im Londoner Hyde Park aufgenommen. (Auf den Seiten seiner Film-Company findet sich auch ein Text, der sich weiter dazu auslässt.)

Diese parallele Metaphorik zu diesem unserem Netzprojekt wäre schon eine Erwähnung wert. Außerdem befindet sich der Track auf dem Album “Expedition to Planet Zog” von Quest & Odissi, das sie als freien Download zur Verfügung stellen.

qo-album_artwork_9510.jpg

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Album-Download

Cyberfunk-Podcast-Feed

Quest & Odissi sind in der NuSchool-Breakbeat-Szene fest etabliert. Die gebürtige US-Amerikanerin Odissi (MySpace) brachte schon mit 18 ihr erstes Release auf Quest´s Cyberfunk-Label unter. Inzwischen ist sie in West London ansässig, wo sie schon seit gut 3 Jahren eng mit Quest kooperiert. Neben ihren internationalen DJ-Karrieren produzieren die beiden gemeinsam Tracks. Odissi´s spröd-kühle Vocals klingen wie Anne Clark´s Enkelin, haben schon Tracks von Meat Katie & D. Ramirez, Dylan Rhymes, Vandal und Hyper verfeinert und durchziehen auch die Expedition zum Planeten Zog.

In den 60 Minuten auf Planet Zog prasseln ähnlich viele Eindrück auf den Hörer ein, wie auf den stereotypen Japaner während seiner “Europe-in -10-Days”-Reise. Innerhalb der Genre-Grenzen klingt das Album erfreulich abwechslungsreich. Odissi´s Elektroclash-Flirts wissen dabei am besten zu gefallen.

Das Album erscheint auch als ungemixte CD, sowie als Reihe von 12″s. Ich muss zugeben, dass bisher vergleichsweise wenige Produktionen der beiden den Weg in meine Plattenkiste gefunden. Aber zwischen Hören und Spielen liegt ja doch ein Unterschied und ein freies Album besitzt gegenüber 9 € für 2 Tracks einen offenkundigen Vorteil. Den MP3-Player der Wahl damit zu füttern, lohnt sich in jedem Fall.

Tracklist >>>

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Mad Decent Radio

Mad Descent RadioDiplo ruht sich nicht darauf aus, für M.I.A. produziert, auf Big Dada mit seinem aufregenden Debut-Album Florida das Erbe DJ Shadows angetreten, die Baile Funk-Lawine ins Rollen gebracht und in Folge Remix-Aufträge von Kanye West bis Bart Simpson eingefahren zu haben. Einige der großen Künstleraufgaben bewältigt er offenkundig: Trotz Media-Hype lässt er sich weder stilistisch festnageln, noch verliert er sich in Gefälligkeiten sondern hält das Ohr an die Böden der Welt (where Woytila only kissed them).

Mad Decent heisst sein Label, auf dem produziert, aufgelegt, getourt und einmal im Monat Äther und Netz mit feinsten Radioshows bereichert wird.

Hard to find: Die Radio-Homepage mit Quicktime-Audio-Stream (wtf?) und dem iTunes-Podcast. Non-Fashion-Victims ohne iTunes klicken hier für den Podcast-RSS-Feed.

Im Podcast-Archiv finden sich einige Perlen: Shows in denen der elektronische oder traditionelle Underground von Israel, Paris, Elfenbeinküste, New Orleans oder Buenos Aires vorgestellt oder verstorbenen Größen wie J Dilla oder James Brown Tribut gezollt wird.

Wem die Shows zu kurz geraten, bekommt hier seinen zweistündigen Essential Mix auf BBC Radio1 vom September 2007.

Weitere Infos bietet dieses Video-Interview:
YouTube Preview Image

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