Beiträge zum Stichwort: R’n'B

Janelle Monáe – The Archandroid

monaeMan ist schnell mit dem Begriff Retrofuturismus zur Hand, möchte man Janelle Monáes „The Archandroid” zu fassen kriegen. So ein Hü und Hott von Gestern und Heute passt dann allerdings doch nicht so recht zu dem ebenso wertkonservativen wie bilderstürmerischen R’n'B. „The Archandroid” neigt sich nämlich nicht nur nach früher und nachher, sondern auch nach links und rechts, oben und unten, in einem System, das keine Grenzen kennt. Janelle Monáe ist im besten Sinne Mainstream, und sei es nur um zu demonstrieren, was heutzutage so alles in ihn gesickert ist. Dass das Album Kollaborationen mit Spoken-Word-Ikone Saul Williams, Big Boi von Outkast und den Psychedelicfolkern Of Montreal enthält, gibt bereits einen Hinweis auf die Bandbreite. Ein in zwei Suiten aufgeteilter, luzider Traum aus Soul, Future Rock, POP in Großbuchstaben – mit einer Handvoll Instant-Klassiker.

“The Archandroid” ist bereits bei Warner erschienen.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare

Jenny Wilson – Hardships

jenny-wilsonVier Jahre nach dem famosen „Love And Youth“ erscheint Jenny Wilsons zweites Album „Hardships“, auf dem sie sich vermehrt an R’n’B und Soul orientiert. Versatzstücke aus dem Kosmos der sogenannten Black Music prallen auf kühl arrangierte minimalistische Arrangements, die sich der klaren, markanten Stimme stets unterzuordnen scheinen. Manchmal klingt das tatsächlich wie die zeitgenössische Version von Kate Bush. Aufgrund der Geburt ihrer zweiten Tochter ist das offizielle Release von „Hardships“ mehrfach verschoben worden. Der Opener „The Path“ behandelt das Thema Geburt auf seine ganz eigene poetisch-melancholische Weise: „I wanted to be born / So I crawled out in the middle of the night / Out of my mother / I looked at the stars and I looked at the bushes / Then I crawled along the path“, lauten die Anfangszeilen, ehe es im Refrain heißt: „Oh will I always walk alone / Oh man I think so.“ Die Musik ist so betörend und uplifting, dass man manchmal vergisst, wie traurig Wilsons Texte oftmals sind, wie sehr dominiert von dunklen Metaphern. „Hardships“ hat schließlich nichts mit harten Schiffen zu tun, sondern heißt übersetzt Not, Elend. Dieser Schwermut gibt man sich gerne hin.

“Hardships” ist bereits bei Gold Medal/Playground Music erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

  • MySpace
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Mixx
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Yigg
  • Yahoo! Buzz
  • TwitThis
  • E-mail this story to a friend!
Thema-Icon Alben, Musik Kommentar-Icon Keine Kommentare