Beiträge zum Stichwort: Robyn

Robyn - Body Talk Pt. 3

robynEs kann einem doch keener erzählen, dass die kleine schwedische Pop-Diktatorin mit dem schiefen Zahn und den schönen Melodien nicht froh ist, dass sich 2010 nun gegen Ende neigt. “Hardest working Dancepop-Idol in business” ist ja noch untertrieben für Robyns Mega-Projekt, das jetzt nach der dritten Platte in einem halben Jahr (!), zahlreichen Videos und Touren hier, dort und sonst wo zu Ende geht. Klar, die Mühle läuft erst an, aber immerhin liegt nun die häppchenweise dargereichte Musik en bloc vor. Wobei das Finale irgendwie inkonsequent wirkt, denn hier kommen nicht erneut acht, neun Stücke, sondern 15, von denen zehn bereits die Highlights auf Nummer eins und zwei darstellten (”Dancing On My Own”, “Hang With Me”). Können alle noch folgen? Rechnerisch bleiben demnach fünf neue, wovon eins allerdings die Dance-Version von “Indestructible” (akustische Version auf Part 2) darstellt. Hey, da ist die Vorsteuererklärung ja noch einfacher als dieses Konvolut. Zu “Indestructible” gibt es auch ein schlüpfriges Video, das zwischen Hetero-Softporn und Girl-on-girl-Action changiert. Robyns Strohhalmkleid darin ist großartig, der restliche Sex-Anstrich besitzt durchaus auch was Schäbiges. Ähnlich schäbig ist, dass man also zehn Stücke doppelt kaufen muss, wenn man die Trilogie voll haben will. Denn klar ist ebenfalls: Robyn ist die Pop-Artistin des Jahres. Mit verdammt weitem Abstand.

“Body Talk Pt. 3″ ist bereits bei Ministry Of Sound/Edel erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.


Robyn ‘Indestructible’ Official Video

Robyn | Myspace Music Videos

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Robyn - Body Talk Pt. 2

23061085Bei Robyn erfüllt sich mit diesem Part zwei gerade die abenteuerliche Idee, dem Prinzip Album einen Arschtritt zu verpassen und über sechs Monate stattdessen drei EPs rauszugeben. Dabei verfestigt sich erst mal der Eindruck, dass die schwedische Pop-Chefin hier einfach nur drei Longplayer tröpfchenweise rausrückt. Zweimal neun und diesmal acht Songs rotieren – insgesamt also 26! „Pt. 2“ etabliert in jedem Fall den im Gesamt-Titel angelegten Dance-Aspekt von Robyns sehnsüchtig-bittersüßem Pop-Entwurf. Die trademarkige Melodieseligkeit wird gehalten – trotz aller artifiziellen Sounds aus den verhornten Fingern Klas Ahlunds. Herausragend sicher das Featuring mit Snoop Dogg, in dessen Text es um irgendwas mit „Fuck“ geht – bestimmt irgendwie geil, mal mit einem Logopäden zusammen entschlüsseln. Überdauerkraft findet sich zudem bei „Love Kills“. Sowie die Erkenntnis: Aus diesen drei Halbjahrs-EPs hätte man sogar sechs für zwei Jahre stricken können. Alles irre, aber eben auch irre gut.

YouTube Preview Image

“Body Talk Pt. 2″ erscheint am 10. September bei Ministry Of Sound/Edel.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Robyn - Body Talk Pt. 1

robynWas konnte man vom Nachfolger des zwischen 2005 und 2008 international immer wieder mühselig (re-) releasten letzten Robyn-Albums wirklich erwarten? Jener Platte, die erst ohne Druck mit unterschiedlichsten befreundeten Protagonisten eingespielt wurde, dann aber Nummer-eins-Hits, Madonna-Support-Touren, kurz: eine Karriere nach sich zog? Doch gewiss nicht, dass es so großartig werden könnte wie “Body Talk Pt. 1″, die gar nicht mal so kurze erste von drei für 2010 angekündigten Robyn-EPs. An ihrer Arbeitsweise hat die Schwedin festgehalten: Das heillose Gefeature wirkt zunächst erratisch. Röyksopps, Diplos oder Klas Åhlunds Zutun macht aber bald an jeder Stelle hörbar Sinn. Die acht Stücke klingen ähnlich heterogen wie zuletzt: Es gibt zwei eher lieblichere Pop-Hits (”Cry When You Get Older”, “Fembot”), die auch aus den “Robyn”-Sessions hätten stammen können. Aber es gibt Robyn plötzlich auch in einer harten Clubtechno-Variante: “Don’t Fucking Tell Me What To Do”, “None Of Dem”. Und als Bonus: zwei Balladen, von denen eine toll und eine auf Schwedisch ist. Bei acht Versuchen fünf, sechs Mal gespaltener Pfeil - der Pop-Sherwood-Forrest erzittert.

“Body Talk Pt. 1″ erscheint am 18. Juni bei Konichiwa/Ministry Of Sound/Edel.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

http://www.vimeo.com/11925060

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Little Boots - Hands

little-boots-handsVictoria nennt sich Little Boots, machte bereits Musik bei Dead Disco und wurde vor allem bekannt durch puschelige Blog’n'YouTube-Clips, in denen sie Lo-Fi-Versionen bekannter Clubhits nachmusizierte. In den meisten Netz-Videos verwendet sie ein aufregend retro-futuristisches Board, eine Mischung aus Theremin, dem Mattel-Klassiker Senso und einem tragbaren “Space Invaders”-Automaten. Genauer will ich es auch gar nicht wissen respektive sagen, denn gerade die Skurrilität von Situation und Instrumentarium machen den Reiz ihrer kleinen Homemade-Clip-Serie im Netz aus. Aber keine Sorge, bei ihrer Debütplatte handelt es sich nicht um Lo-Fi’s Finest plus bisschen Katy-Perry-Appeal für den Drive. Little Boots setzt musikalisch weit höher an, fast wird einem schwindelig, so nah traut sich ihr Pop mitunter sogar an den Frank-Farian-Mainstream dran. Bleibt aber immer eine Messerspitze drunter und hat dadurch allen Platz der Welt, um halbnaiv und vollclever abzugehen. “Hands” ist auf jeden Fall das Robyn-Album dieses Jahres. Und falls Robyn 2009 tatsächlich selbst noch abfeuert, muss sie sich echt Mühe geben, über Stücke wie “Earthquake” oder “Remedy” drüber zu kommen. Und dem ganz unerschrockenen Leser gebe ich sogar noch folgenden Verweis an die Hand: Manch ein Refrain klingt wie eine upgedatete Version von C.C. Catch. Positiv gemeint! Doch, kann man auf jeden Fall glauben. Und sich zulegen. Es wird dein Schaden nicht sein.

“Hands” ist bereits bei 679/Atlantic/Warner erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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La Roux - La Roux

23055253Weibliche Popsensationen, die sich beim Synthesizerpop der grellen Achtziger bedienen, gab es zuletzt reichlich. Aktuell dominiert Elly Jackson mit ihrer androgynen rostroten Bübchenfrisur die Mode- und Musikgazetten dieser Welt und läuft Gefahr, zur nächsten großen Stilikone erhoben zu werden. Nach der letztjährigen Kitsuné-Debütsingle “Quicksand” und einer Tour im Vorprogramm von Lily Allen hat sie mit dem jungen unverbrauchten Produzenten Ben Langmaid ein Album zusammengezaubert, das sich irgendwo zwischen Achtziger-Retrosounds und aktuellen Haudruff-Elektronikproduktionen bewegt. Zwar hat die Hitmaschine zwischendurch auch den einen oder anderen Aussetzer gehabt, teilweise haben wir es aber mit elektronischen Popperlen zu tun, wie man sie zuletzt auf den Alben von Robyn und Ladyhawke gehört hat, so zum Beispiel die aktuelle Single “Bulletproof”. Das ist zwar keine wahrhaftige Sensation, aber immerhin eine gute Popplatte, die mindestens einen Sommer lang halten wird.

“La Roux” erscheint heute bei Polydor/Universal.

Mit freundlicher Genehmigung von Intro.

http://www.vimeo.com/4876662

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Christian Falk feat. Robyn - Dream On

Electropop in Perfektion. Da krieg ich gerade ganz schwere 80er Jahre-Rückfälle mit Regen auf der Dachschräge und Manfred Sexauer auf SR1, wöchentliche gekritzelte Top30 ins Vokalbelheft und Licht aus. Es könnte schlimmer sein.

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