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Schnuffel das total süße Eichhörnchen – Leben auf der Überholspur

image.jpgDer Name beinhaltet eigentlich schon die Antwort, doch nur noch mal zur Sicherheit: Nein, hier geht es nicht um den Dreckshasen Schnuffel und seinen „Kuschelsong“, sondern um Schnuffel das total süße Eichhörnchen. Das ist deshalb so wichtig zu betonen, weil der Dreckshase exakt das verkörpert, weshalb unser süßes Eichhörnchen nun sein Debüt „Leben auf der Überholspur“ exklusiv für 10 Euro über seine Homepage veröffentlicht. Das da wäre: Fassungslosigkeit! Grenzenlose Fassungslosigkeit. Worüber? Über unsere Gesellschaft und der Dinge, die sie so mit sich bringt; wie besserwisserische „X-Perte“-n, die zu allem und jedem Scheiß ’ne fundierte Meinung haben, die fehlende Gabe zur Reflexion oder diese typisch deutsche Nörglermentalität, alles zu kritisieren, selber aber nie den Arsch von der Couch hochzukriegen. Damit spielt das Album in einer ähnlichen Liga wie einst DJ Kozes Geniestreich „Zuviel Zeit“. Musikalisch verpackt Schnuffel seine Songs mit Hilfe von Christopher Dierks und Sven Mikolajewicz (Ex-Fischmob) in ein zum Teil mehr als fragwürdiges Klanggebilde aus Beats, Punk-Rock, fiesen Billig-Synthesizersounds und Drehorgelklängen. Aber bei dem Album geht es schließlich auch nicht um die Musik, als vielmehr um die Auffassungsgabe von Schnuffel und wie es seine Wahrnehmungen in sensationelle Reime verpackt. Mein ganz persönlicher Favorit: „Nicht der Springer-Presse trauen / und Nazis ruhig mal auf die Fresse hauen / das ist wichtig / wichtig und zentral / und der Rest ist scheißegal“. Schön, dass es noch couragierte Eichhörnchen wie Schnuffel gibt, die keine Angst davor haben, so was zu sagen.

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