Peter Fox - Alles neu (live)
7. September 2009So, schön war’s. Letztes Konzert von Peter Fox, letzter Song: “Alles neu”. Auf der Bahrenfelder Trabrennbahn, Hamburg.
Musikvideo
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So, schön war’s. Letztes Konzert von Peter Fox, letzter Song: “Alles neu”. Auf der Bahrenfelder Trabrennbahn, Hamburg.
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Auch bis zu Miss Platnum hat es sich herumgesprochen, dass man mit dem gewissen Schuss Exotik in der Produktion (siehe M.I.A., siehe Santigold) die Warteschlange vorm Club Ruhm elegant neben sich lassen kann. Aber Schluss mit der Gehässigkeit, denn schließlich macht die gebürtige Rumänien schon seit Jahren in Balkan Beats. Die dicken Backen kommen auf „The Sweetest Hangover“ von Marko und Boban Markovic, die in Belgrad dem Platnum-Sound den satten Bläsersatz verpassten. Den Rest besorgten Monk und DJ Illvibe, der das Bindeglied zu Seeed und Peter Fox darstellt, die sie seit ihrem Debüt „Chefa“ live begleitete. Das Problem: Bei aller Schmissigkeit von Songs von „She Moved In“ oder „Bollywood Movie“, bei aller Schmusigkeit von „Don’t Go To Strangers“ gemahnt es den Hörer am Ende nie nach gieriger Explosion eines frischen, neuen Stars, sondern immer nach „SWR3 New Pop“-Festival. Ein Augenzwinkern zu viel, ein Bruch zu wenig.
“The Sweetest Hangover” erscheint am 4. September bei Four Music.
Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.
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Man hätte es wissen können: Der szenekundige Kollege Kahl schwärmte bereits letzten September in den höchsten Tönen von dem erst jetzt auf Platz 1 gekletterten Album “Stadtaffe“. Und nach Raab-Dingens, 2.000 Echos und derlei mehr Tamteramtam hier noch einmal die drei schönen Videos zu “Alles neu”, “Schwarz zu blau” und “Ein Haus am See”.
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Die Soloalben erfolgreicher Musiker können schnell mal in so eine obskure und verkopfte Richtung gehen. Da wird dann kontrastiert und gefrickelt, was das Zeug hält, nur damit die Songs auch bloß nicht zu nah am Sound der eigenen Band liegen. Aber das ist doch Mist! Peter Fox – aka Enuff aka Pierre Baigorry, Sänger und Produzent bei Seeed – hört man seine Wurzeln auf seinem ersten Alleingang eigentlich ständig an, und doch klingen die Tracks nicht nach einem Add-on von “Dickes B“. Fox selbst umschreibt das Album als “Filmmusik zum Tanzen“, und schon nach dem zweiten oder dritten Song wird klar, was er damit meint: An allen Ecken und Enden ertönen dicke Streicher, Pauken und Trompeten, die vom Babelsberger Filmorchester eingespielt wurden und dem Sound ordentlich Glanz und Gloria verleihen. Allerdings erdet der Rotschopf diesen musikalischen Pomp auch sogleich wieder mit satten Beats und erstklassigen urbanen Reimen: “Ich verbrenn mein Studio / schnupfe die Asche wie Koks / ich erschlag meinen Goldfisch / vergrab ihn im Hof / ich jag meine Bude hoch / alles, was ich hab, lass ich los / mein altes Leben schmeckt wie ’n labbriger Toast“, singt er etwa in “Alles Neu“, der ersten Singleauskopplung, und mit “Schwarz zu Blau“ folgt eine der schönsten, zwiegespaltenen Liebeserklärungen an seine Heimatstadt Berlin. Das klingt immer direkt und ehrlich und kommt bei aller Affinität zu Popmusik und orchestraler Pracht mit ordentlich Wumms um die Ecke. Dafür sollte MTV mal einen Moonman herausrücken!
Alben, Musik
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