Rainer Von Vielen - Milch & Honig
30. März 2010
Unabsteigbar: VfL Bochum. Unzumutbar: Hasch auf Schuhcreme-Basis. Unkaputtbar: Rainer Von Vielen. Ernsthaft, den Typen haben wir doch schon vor Jahrzehnten bestaunt. Fazit oft: goiler Name, smoothe Musik in der Peripherie von HipHop. Mittlerweile hat sich diese Peripherie ausgeweitet und die leichte kreative Krise gegen Ende des letzten Jahrzehnts verflüchtigt: RVV verstaatlicht zudem Dancehall, Pogo-Synthies à la Deichkind und klingt mitunter wie Hubert Kah oder PeterLicht. Ach ja, und er covert Sidos „Mein Block“ via Tuba und ist bisschen SPD- und Gewerkschafts-nah. Wie rührend. Das erklärt auch die gewissenhaften Texte. Und man muss es in der Addition echt sympathisch finden, in all seiner unverstellten Buntheit, die sich nie um Coolness-Zwänge schert. Könnte ich kiffen, ich würde es hierzu tun wollen. Und dann lachen, glücklich sein und den Schrank voll Ritter Sport Olympia leer fressen. So läuft das doch?
“Milch & Honig” ist bereits bei Motor/Rough Trade erschienen.
Erstveröffenlichung des Artikels bei Intro.
Alben, Musik
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