Villagers - Becoming A Jackal
27. Juni 2010
Es ist nicht so einfach, von sich reden zu machen, wenn einem die große Shownummer nicht liegt. Conor O’Brien ist ein folkiger Singer/Songwriter mit Band - so weit, so gähn. Aufgrund einiger feiner Auftritte zerreisst man sich aber in Übersee und überm Kanal schon seit einiger Zeit das Maul über den jungen Mann mit den dunklen Texten und den schwelgerischen Songs. Ohne die rohe Wut der frühen Stücke seines Namensvetters Oberst, aber mit einem ähnlichen Gefühl für Dramatik gesegnet, stellt O’Brien sein Herz der Finsternis aus: dem nur die eigene Stimme Trost bringt, das Pfeifen im Walde. In „Becoming A Jackal” steckt soviel Schönheit ohne Kalkül, dass es beängstigt. Die Worte fließen selbstverständlich aus seiner Kehle, als seien die Songs schon immer da gewesen. Und selbst ein hübscher, verdrehter Tweepopsong springt mit „The Pact (I’ll Be Your Fever)” heraus. Bereits auf ihrem ersten Album klingen Villagers vollendet. Wenn das mal kein Trugschluss ist.
“Becoming A Jackal” ist bereits bei Domino erschienen.
Alben, Musik
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