Beiträge zum Stichwort: Soundtrack

[Album] A Winged Victory For The Sullen – Iris

A Winged Victory For The Sullen

Regisseur Jalil Lespart wünschte sich A Winged Victory For The Sullen als Komponisten für den Soundtrack seines neuen Films. Die Stücke sind stark genug, auch ohne Bilder zu bestehen.

Pro-Move: Einen Soundtrack immer anhören, bevor man den Film dazu sieht. So wird die Kraft der Musik nicht nur die Wucht der Bilder angereichert oder gar überlagert und bleibt der Fokus auf den Songs; In diesem Falle die mit einem 40-köpfigen Orchester im Magyar Radio in Budapest aufgenommenen Soundlandschaften von Adam Bryanbaum Wiltzie und Dustin O’Halloran, deren drittes Album gleichzeitig die musikalische Begleitung von Jalil Lesperts »Iris« ist. Immer wieder gefüttert von neuen Szenen des Streifens entstand der elektronische Hintergrund zu »Iris« im Gleichschritt mit den Filmaufnahmen. Mit modularen Synthesizern entworfen wurden die Stücke über Monate hinweg überarbeitet, bis hin zu den finalen Orchestersessions. Atmosphärisch dicht provozieren so die Tracks zu den noch nicht gesehenen Sequenzen eigene Bilder und Gefühle, die von Liebe und Verrat künden, Schmerz und Hoffnung. Immer mit leichter Hand an den Sümpfen des unangenehmen Pathos vorbei geführt, schwelgt und leidet »Iris« in unvertrauten Höhen und ehrfurchtgebietenden Tiefen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Amon Tobin – Infamous OST

He did it again: Nachdem Amon Tobin nach Montreal, eine Hauptstadt der Spieleindustrie, übergesiedelt hatte, produzierte er 2004 den famosen Soundtrack zu “Splinter Cell: Chaos Theory”. Nach verschiedenen weiteren Soundtrack-Arbeiten im Filmbereich (z.B. Taxidermia) hat er nun wieder ein Videospiel vertont, “Infamous” für die PS3.

Zu haben ist der Soundtrack leider bislang nur via iTunes.  9 der 20 Tracks sind von Amon Tobin und diese nahen sich in seine letzten Werke, wie das Album “Foley Room” ein: Obskure Field Recordings werden mit elektronischen Texturen verwoben und mit orchestraler Klarheit produziert. Auffallend ist eine stärkere Perkussionlastigkeit.

In der obigen Doku kommt der Meister selbst leider nicht zu Wort, sie gibt aber einen Eindruck in die Produktionsweise, die in einem Interview hier noch weiter erläutert wird und Monsieur Tobin gibt hier ein kurzes Statement.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Zu hören gibt es einige Tracks im Audioplayer auf der Homepage des Spiels. Woher der Player seine Musik bekommt, hat eure Internet savvy munitionen-Crew herausgesucht (nach dem Klick).

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The Mount Fuji Doomjazz Corporation – Succubus

The Mount Fuji Doomjazz Corporation ist ein Alter Ego des Kilimanjaro Darkjazz Ensemble (kürzlich von uns beschwärmt). In Kürze erscheint auf AdNoiseam ein Live-Improvisations-Album zum Sexploitation-Film “Succubus” (1966) des spanischen Regisseurs Jess Franco, von dem ich noch nie gehört habe, der aber wohl in manchen Cineastenkreisen hoch geschätzt wird. Der Clip ist ein Teaser zu diesem Album.

Die Musik von TKDE und MFDC ist für sich genommen schon harte Kost, zusammen mit den Bildern wird mir das allerdings zu alptraumhaft. Zur Verbitterung dunkler Stunden wird sich das Album sicherlich vorzüglich eignen.

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Amon Tobin – Taxidermia EP & Live-Sets

Amon Tobin veröffentlicht den von ihm komponierten Soundtrack des  ungarischen Arthouse-Spielfilms “Taxidermia” von György Pálfi, der laut Rezensionen seinem Publikum ähnlich viel zumutet, wie Tobin mit seinem musikalischen Oeuvre. Der Trailer gibt einen Vorgeschmack auf einen bizarren und surrealen Film “zwischen dem Wahnsinn Kusturicas und dem Delirium von Terry Gilliam”, der in Deutschland gerade auf DVD erschienen ist.

YouTube Preview Image

Den 4 längeren Stücke und 5 einminütigen Sequenzen ist anzuhören, dass sie zur selben Zeit wie Tobin´s letztes Album “Foley Room” entstanden sind. Wer sich für Tobin ´s Schaffen interessiert, kann hier bedenkenlos zugreifen und sich den Soundtrack exklusiv im Onlineshop herunterladen.

Im nagelneuen Shop gibt es auch einiges umsonst: Neben Wallpapers sind insbesondere die Mixe interessant, von denen Fans bereits den  Breezeblock-Mix von 2005 oder den nur aus Versionen des Jazz-Klassikers Caravan (Ellington) zusammengesetzten Drumin´ Caravan-Mix kennen dürften. Nagelneu ist der Live-Mitschnitt vom Donau-Festival vom April diesen Jahres, der die aktuelle Live-Show Tobin´s dokumentiert.

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Mike Patton – A Perfect Place

patton.jpgÜber Mike Patton könnte ich bis zum Ende der Webseite schreiben. Seit ich ihn 1990 an der Decke der Bonner Biscuithalle hängend singen gehört habe, verfolge ich seine unzähligen Projekte – was schon ein Projekt für sich ist.

Gerade erst 40 geworden kann er auf ein vielfältiges, opulentes Opus verweisen: Während seiner Rockstardekade als Sänger von Faith No More gehörte sein Herz seiner ersten Band Mr. Bungle. Mr. Bungle bewiesen keine Scheu, ihren Hörern einiges abzufordern: So schlug schon ihr erstes Album wilde Haken, innerhalb einzelner Stücke ging die Achterbahnfahrt von Funk, Metal über Ska, Jazz und Cartoon-Musik. Diese “Zumutung” trug die deutliche Handschrift des Albumproduzenten, New Yorker Avantgarde-Jazzer und Komponist John Zorn.

Vom Saxofonisten Zorn, mit dem er auch in zahlreichen weiteren Projekten (Weird Little Boy, Hemophiliac, Moonchild …) zusammenarbeitete, scheint Patton inspiriert worden zu sein, seine Stimme einem Saxofon ähnlich auszubilden: In einem Moment sanft schmeichelnd und glasklar, im nächsten markerschütternd kreischend oder auf´s Lautmalerische reduziert. Patton´s Mission ist es, das Möglichkeitkeitsspektrum des menschlichen Stimmapparats auszureizen. So gelangt er z.B. auch dazu, die Monster des Blockbuster-Movies “I am Legend” zu synchronisieren. Eine Solo-Performance (YouTube) zeigt, wozu der Mann fähig ist. Gibt es einen anderen Sänger mit Rock-Background, dessen Wandlungsfähigkeit ein Chameleon derart blass aussehen ließe?

patton.jpg

Neben seinen bekannteren Bands Fantomas und Tomahawk zog er zuletzt mit seinem großartig poppigen Peeping Tom-Projekt größere Aufmerksamkeit auf sich, wohl auch Dank Kooperationen mit Rahzel, Massive Attack, Norah Jones, Bebel Gilberto u.a. (“Mojo” bei YouTube, Arte-Kurzbeitrag, komplettes Konzert bei bunch.tv).

Neben vielen weiteren Projekten betreibt er seit ´99 sein eigenes Label Ipecac. Dessen 100. Release ist nun eine Soloarbeit von Patton, der Soundtrack für den Kurzfilm “A Perfect Place”. Regisseur Derrick Scocchera, der für Coppola´s American Zoetrope-Studios arbeitet, hat hier einen Film Noir -inspirierten Plot umgesetzt, über den hier aber nichts verraten werden soll. Hier der Trailer:

YouTube Preview Image

Wen bei der Kombination “Soundtrack” und “Patton” die Furcht vor freier Improvisation Zornscher Schule ergreift, kann beruhigt sein: Das Album gehört zu den eingängeren Pattons und besteht aus einigen Variationen des Hauptthemas (Vocalversion) und deckt verschiedenste Genres von Ragtime über Jazz bis Oper ab.

Als nächster Streich wartet auf seine Fans eine Ausarbeitung einer bisher eher randständigen Facette seines Schaffens: Das Projekt “Mondo Cane” spielt mit Orchesterbesetzung schmalzige Coverversionen italienischer Popsongs der 50er & 60er Jahre. Die Veröffentlichung von Album / DVD ist für den Sommer 2008 angekündigt. YouTube hat schon Bootleg-Videos von Konzerten des letzten Jahres. UPDATE: Hier ein Mitschnitt eines Konzerts vom Juni 2008 im Amsterdamer Paradiso von Fabchannel:

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