Beiträge zum Stichwort: Spiegel

“Die Katastrophe als Geschäft”

… titelt SPON heute. Wer dabei an Blackwater u.ä. Milliardenprofiteure vergangener Krisen denkt, liest das falsche Magazin. “Erdbeben-Profiteure in Haiti” sind für SPON natürlich die Taxifahrer und andere schamlose Menschen vor Ort. Darüber, dass z.B. Institutionen wie die Heritage Foundation durch den Trümmerstaub Morgenluft (t)wittern, erfährt man nichts (die Site mit der Originalheadline nur noch im Google Cache).

heritage

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Munitionen-Presseklub

So, mal schön bisschen was zum Schmökern am Wochenende:

1. Ein grauenhaftes Interview bei sueddeutsche.de mit Jochen Distelmeyer. Eine Idee, die grandios “scheitert” und der Interviewer dennoch nicht davon ablassen kann, sie immer und immer wieder aufs Tablett zu bringen.

2. Kaum sieht Ulf Poschardt die Felle für Schwarz-Gelb scheinbar davonschwimmen, wird er pampig. “Aber: Sie, die im Job und im Leben Verantwortung übernehmen, verwechseln diese Geschmacksurteile nicht mit der politischen Richtungsentscheidung dieser Wahl. Gemüts- und Distinktionswähler haben weniger zu verlieren: Sie können in ihren zu überlebensgroßen Spiellandschaften angewachsenen Szenevierteln die Regression zum Kuscheltier vollenden. Wer wirklich etwas zu verlieren hat, kann nicht anders als mit der Erststimme Union und mit der Zweitstimme FDP zu wählen ­– und wenn Sky Dumont Außenminister wird.” Den ganzen Wahnsinn gibt’s auf welt.de nachzulesen.

3. Merkel-Biograph und “Politologe” Gerd Langguth darf im Spiegel noch einmal Kampagnen-Journalismus vom Feinsten vom Stapel lassen. Sein “Plädoyer für die Entzauberung der Linkspartei” ist selbst für SPON-Verhältnisse ein starkes Stück, denn unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Betrachtung darf sich hier ein ehemaliger RCDS-Vorsitzender und Bundestagsabgeordneter der CDU (ohne dass diese Informationen dem Leser mitgegeben werden) am politischen Gegner abarbeiten.

4. No, we can’t. Interessante Inneneinsicht des Online-Wahlkampfs der SPD. Und wie sie ihn verloren hat. Auf freitag.de erzählt ein Insider.

5. Und noch die fast untergegangene Dreistigkeit schlechthin der letzten Tage: Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn wechselt laut Managermagazin in die Wirtschaft. Und zwar nicht irgendwohin, sondern zu Morgan Stanley, der Bank, die den Börsengang der Bahn maßgeblich begleiten sollte.

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Thema-Icon Politik, Querschläger Kommentar-Icon Keine Kommentare

Nur mal kurz nachgefragt, Spiegel…

… es war also nicht Hitler, der den 2. Weltkrieg wollte, sondern der Versailler Vertrag hat ihn diesen erst wollen lassen? Und diejenigen, gegen die Hitler Krieg führte, haben diese Situation unumgänglich entstehen lassen? Haben wir das richtig verstanden? Ja? Okay, keine weiteren Fragen…

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Was nicht passt, wird passend gemacht

Wer nicht lange den Schlüsselsatz im SPON-Artikel über die Auslese unserer künftigen (gottstehunsbei) Unternehmensberaterelite suchen möchte, für den haben wir cost efficient das Essential im Screenshot red underlined. Echter added value von Ihren Informationbrokern munitionen.de!

Schade, dass das Idiom für die Zwischenüberschrift verändert wurde. Der Fließtext gibt es wohl korrekt wieder: Nicht “ein”, sondern “an einem”, zusammengezogen also “am”.

Dass die ja vorgeblich so polyglotte Globalkapitalistenelite unreflektiert das Wortspiel mit einen Ausdruck aus dem Englischen (big wheels turning) ins Deutsche hinein vergewaltigt, es dabei mit einem deutschen Idiom vermischt, so dass dabei eine unglückliche, nicht wie vermutlich intendiert funktionierende Konstruktion heraus kommt, darf natürlich keinesfalls als symptomatisch für irgendetwas anderes angenommen werden, was unsere selbsternannte Crème de la Crème so betreibt.

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Ach übrigens, Reinhard Mohr…

… Sie haben ja schon sehr viel Unsinn verzapft. Seit der WM 2006 und der damit einhergehenden schwarz-rot-goldenen Erektion in Ihrer Hose allerdings hat die Unsinns-Quote noch weiter zugenommen. Um noch genauer zu sein: Sie ist mittlerweile bei 100% angelangt. Wenn man Ihren heutigen Beitrag bei Spiegel Online liest, könnte man Sie freundlich als neoliberalen Zahlendreher, einfältigen Augenzudrücker oder realitätsverweigernden Speichellecker auf der Schleimspur der “patriotischen” Feelgood-Chimäre bezeichnen.

Oder - etwas weniger freundlich, dafür aber präziser - als widerwärtigen Kretin.

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McDonalds-Studie: Millionen droht Fettleibigkeit

McDonalds kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass Millionen Deutschen Übergewicht droht. Großen Teilen der Mittelgewichtigen droht eine massive Gewichtszunahme. Die Schlanken werden immer weniger [...] Wenn sich bis 2020 an den Ernährungsgewohnheiten nichts ändert, sind 2,5 Millionen Dickerchen zu erwarten [...]

McDonalds schlägt u.a. folgende Maßnahmen vor, um die Rahmenbedingungen für die globalen ernährungswissenschaftlichen Trends zu verbessern:

- XXL-Menüs mit Mineralwasser statt Softdrinks bestellen

- regelmäßig “salads plus”® oder andere Produkte aus der balanced-lifestyle-Kategorie (Werbeträgerin H. Klum) konsumieren

Absurd welch unkommentierte Propaganda bei Spiegel-Online verbreitet wird.

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Ganz schön aktuell, T-Online…

Nachdem Jens Lehmann bei seinem Klubtrainer Arsene Wenger nicht mehr die Hauptrolle spielt und beim FC Arsenal nur als Ersatztorhüter eingesetzt wird, scheint er auch die Unterstützung seiner Teamkollegen zu verlieren“, kann man heute (13. März 2008) auf der Startseite von T-Online lesen. Als Beweis werden Aussagen von Arsenal-Temakollege Aleksandar Hleb angeführt: “Er hat ein gutes Herz - so lange wir nur über private Dinge sprechen. Steht er aber auf dem Trainingsplatz, wird er zu einer völlig anderen Person. Wie er sich dort verhält, ist gewöhnungsbedürftig” bzw. “Ich denke nicht, dass es Teil eines großen Plans von Wenger war. Jens hatte ein paar Probleme, dies war der Grund, warum Almunia seine Chance bekommen hat“. Klingt spannend. Da hat der Premier League-Experte von T-Online bestimmt top rechiert. Oder einfach nur abgeschrieben. Und zwar beim am 20.Februar 2008 (!) bei Spiegel-Online erschienenen Interview mit Aleksandar Hleb.

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“Teufel im Ethikrat” (Spiegel)

devil.gifSag mal Spiegel, kaum ist der Aust weg, klappt’s ja wieder mit schönen Überschriften. Auch wenn es sich hierbei nicht um die - für wenige Sekunden erhoffte - Integration aller religiösen Ausfächerungen handelte und der Leibhaftige weiterhin knochenharte außerparlamentarische Lobbyarbeit betreiben muss, freuen tut’s einen ja doch. Ach so, es handelte sich übrigens um die Berufung des ehemaligen BW-Ministerpräsidenten Erwin Teufel in besagten Ethikrat. Hell’s bells.

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