Beiträge zum Stichwort: Stereolab

Stereolab - Not Music

stereolabEs ist schon ein bisschen lustig: Stereolab, eine Band, die seit den Neunzigern ohne Unterlass Platten und EPs veröffentlichte, forderte vergangenes Jahr eine wohlverdiente Pause ein - kann aber offensichtlich nicht aufhören, weiterhin Musik herauszubringen. Nach Laetitia Sadiers sehr gutem Soloalbum „The Trip” folgt nun „Not Music”, dessen Titel wie ein Warnhinweis wirkt: Kein neues Album! Tatsächlich sind die 13 Stücke (inklusive zweier Remixe) Überbleibsel der Aufnahmen zu „Chemical Chords”, dem letzten „richtigen” Album der Band. Polyrhythmische-perkussive Tracks treffen auf ausformulierte Popstücke, die in ihrer Klugheit und Schönheit geradezu demütigend wirken: Was Stereolab liegen lassen, wäre anderen zwei bis drei Gliedmaßen wert. Die Reunion kommt bestimmt. Und wenn nicht, da müssen doch noch irgendwo ein paar Outtakes rumliegen.

“Not Music” ist bereits bei Pias/Rough Trade erschienen.

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Autolux - Transit Transit

autoluxMit Autolux hat vermutlich niemand mehr gerechnet: 2004 erschien ihr Debüt „Future Perfect”, dessen stoischer Opener „Turnstile Blues” Stereolab und Sonic Youth so kongenial zusammendachte, dass der Rest der Platte dagegen leider ein wenig verblasste. „Transit Transit” schließt trotz der langen Pause nahtlos an den Vorgänger an. Krach und Repetition stehen weiterhin hoch im Kurs, Autolux haben vor allem Aktien in Krautrock, Shoegazing und vielleicht noch ein winziges Depot in Grunge. Das selbstbeherrschte, unglaublich präzise Drumming von Carla Azar hält die Songs zusammen - vermutlich ist das Schlagzeug sogar das prominenteste Instrument auf „Transit Transit”. Es muss ja nicht jeder Song solo auf der Akustikgitarre funktionieren. Als Trio mit fliegenden Fäusten klingen Autolux aber prächtig.

“Transit Transit” ist bereits bei ATP erschienen.

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Atlas Sound - Logos

atlas-sound„Atlas Sound” ist natürlich ein großartiger Name für ein Soloprojekt - geborgt von dem, der eine ganze Welt alleine auf den Schultern trägt. Wenn Bradford Cox nicht mit seiner Band Deerhunter verspulten Indierock spielt, macht er in Eigenregie eine Art Ambient-Pop, bei dem in zunehmendem Maße die Betonung auf der letzten Silbe liegt: Motorisch vor sich hin ratternde Rhythmen treffen auf Reverbgitarren, sich ineinander schiebende Synthieflächen auf hüpfende Orgelsounds - in einem leise wummernden, unscharfen Klangkosmos. Ganz allein schultert Cox die Last beim zweiten Album dann allerdings doch nicht: Die prominenten Gastauftritte von Stereolabs Laetitia Sadier und Animal Collectives Noah Lennox aka Panda Bear sind die Höhepunkte einer durchweg starken Songsammlung.

“Logos” ist bereits bei 4AD/Beggars/Indigo erschienen.

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