Beiträge zum Stichwort: Switch

Hingehen: Santigold

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Dass Santi White mittlerweile als Santigold firmiert und nicht mehr als Santogold, haben wir einem gewissen Santo Rigatuso zu verdanken. Der obskure Schmuckdesigner hat im langwierigen Rechtsstreit schlussendlich bei der Verwendung des Namens „Santo Gold“ obsiegt und Miss White nahm ein I für ein O.

Soviel zur Juristerei, jetzt zur Musik: Und da ist auch ein gutes Jahr nach dem Erscheinen der Singles „Creator“ und „L.E.S. Artistes“ der frische Duft des Neuen, des Unbekannten, noch nicht verflogen. Auch wenn Santi White im Musikgeschäft keine Anfängerin war; für Lily Allen, Res und Ashlee Simpson betätigte sich die ehemalige Sängerin der Punkband Stiffed als Songwriterin. Doch erst auf eigene Rechnung platzte die Bombe. Natürlich kann man Nina Simone, die Bad Brains, The Cure, The Pixies und die Talking Heads als seine Einflüsse nennen, es in einen eigenen Sound kulminieren zu lassen, hat vor ihr noch niemand auf so energetische und mitreißende Art und Weise geschafft. Dub, Pop, Rock und Elektronik behalten ihre originäre Kraft, reiben sich aneinander und drücken sich am Ende stolz und voller Kraft aus den Boxen.

Maßgeblichen Anteil daran hat das feine Händchen der New Yorkerin, sich dort zu bedienen, wo der Zeitgeist am lautesten tickt: bei Switch, Disco D, Sinden, FreqNasty oder Diplo. Gerade Letztgenannter hat ja schon mit M.I.A. die letzte Style-Sau durchs Dorf gejagt. Wo sich Mathangi Arulpragasam allerdings auf höchst dünnes politisches Eis begibt, konzentriert sich Santigold auf das Kerngeschäft Pop. Pop als Bestandsaufnahme, als Inspiration. Als einen Ort, wo Groove, HipHop, Wave und Indie gemeinsam die Hüllen fallen lassen. Und immer schön basslastig angelegt, damit es live auch ordentlich was zu wummern gibt.

Tourtermine:
10.07. Leipzig - Splash!-Festival
27.07. Darmstadt - Centralstation
29.07. Hamburg - Große Freiheit 36
30.07. Köln - Live Music Hall

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Thema-Icon Musik Kommentar-Icon 2 Kommentare

Major Lazer - Guns Don’t Kill People… Lazers Do

61ha2nhzrvl_sl500_aa240_Das musste ja passieren: Nachdem Wesley Pentz alias Diplo bereits mit der Verschmelzung von HipHop, Elektronik und Baile Funk alle Register gezogen zu haben schien, verbeißt er sich jetzt in Dancehall. Gemeinsam mit Subside-Head Switch ist er nach Kingston gefahren, um dort in den Tuff Gong Studios einen futuristischen Wegweiser ins Musikjahr 2009 zu rammen. Dabei spielen die Gäste wie VYBZ Kartel, Ms Thing, Mr. Vegas und Santigold (mit der Switch ja bereits bei ihrem Debüt zusammen arbeitete) eine große, aber nicht die entscheidende Rolle. Diese haben sich Diplo und Dave Taylor selber zugedacht, indem sie den tradierten Dancehall-Vibe bis aufs Wesentliche entkernen: die Tanzbarkeit. Und in einen glasklaren Pop-Entwurf transferieren, der – und das darf nach dem M.I.A.-Hype angenommen werden – ihnen den Sprung über die Ränder des Mainstreams hinweg, ermöglichen wird. Ironischerweise dehnen sie dabei Jamaikas angesagteste Acts nicht aus dem Status Quo heraus auf die nächstmögliche technische Ebene, sondern bedienen sich der Kraft des 80er Digital-Dancehalls. Und werfen uns eine aufregende Vision vor die Füße, die ähnlich revolutionär anmutet wie Mathangi Arulpragasams „Galang“ vor fünf Jahren.

“Guns Don’t Kill People…” erscheint am 3. Juli bei Downtown/Cooperative/Universal.

Mit freundlicher Genehmigung von Intro.

Reinhören ins Album kann man hier. Und obendrauf noch das Video zu “Hold The Line”

http://www.vimeo.com/4945788

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Santogold - Creator

santogold.jpgHuch, schon wieder was neues von M.I.A.? Nix da, die junge Dame aus Brooklyn hört auf den Namen “Santogold” (MySpace) und veröffentlicht nach einer schicken EP im Frühjahr ihr erstes komplettes Album. Mit oder ohne M.I.A.-Hype könnte das eine spannende Geschichte werden, denn schließlich decken schon die im Netz kursierenden Appetithäppchen ein Spektrum von fluffig bis ass kickin’ ab…

Santogold vs Switch & Freq Nasty - Creator

Download

Als Bonus hier noch ein Mix von ihrem Tour-DJ Martelo

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