Beiträge zum Stichwort: The Rapture

[Album+Video] Reptile Youth – Reptile Youth

Beim Betrachten ihrer scheiß intensiven Live-Shows durfte man schon letztes Jahr wahrlich beeindruckt sein: Party, Chaos, jesusmäßiges Über-die-Crowd-Laufen – alles im Erlebnis-Ausgangskorb bei den wilden Dänen. Doch man dachte auch: »Ja, schade, ihr Spinner. Auf Platte kann das hier nicht funktionieren.« Nun, damit sollte man sogar recht behalten. Was allerdings wirklich überrascht: Reptile Youth haben trotzdem eine griffige Debütplatte heraufbeschworen. Tanzbare Beats und Punkrockband-Appeal verpfeifen sich hier zu einem Hybriden, der teilweise nach The Rapture, teilweise nach Add N To (X) klingt. Und überhaupt: Verpfeifen. Das eingängige und pfeifende Skandieren auf der Hitsingle »Speeddance« (»düüdüdüdüüü düdüdüdü!«) beantwortet auch noch die Frage, was denn auf Albumlänge aus dem Wahnsinn dieser Band werden würde. Er ist noch da und bringt sich pointiert ein. Ich kann’s nur jedem empfehlen, ich lüge nicht.

“Reptile Youth” ist bereits bei Hfn/Rough Trade erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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[Album+Video] The Rapture – In The Grace Of Your Love

in-the-grace-of-your-loveAcht Jahre ist es her, dass The Rapture mit „House Of Jealous Lovers“ gleichermaßen zur Renaissance New Yorks wie der Kuhglocke in populärer Musik beitrugen. Spricht man über „In The Grace Of Your Love“, fällt es schwer, nicht über vergangene Erfolge zu reden: Mit ihrer dritten Platte sind sie zu DFA zurückgekehrt, jenem Label, das den Dance-Punk-Trend des beginnenden 21. Jahrhunderts erst startete. An „In The Grace Of Your Love“ gefällt die Einsicht der Band, dass der Blitz nicht an der selben Stelle zweimal einschlägt: Luke Jenner und Vito Roccoforte arbeiten sich an liebgewonnenen Sounds ab, haben hier das House-Klavier, federnde Bässe, dort eine Gang-Of-Four-Klackergitarre und wirken insgesamt recht zufrieden mit dem, was sie damit anstellen. Das dürfen sie auch: Statt sich einem Stildiktat zu beugen, ist das der Werkzeugkasten, mit dem sie ihre Songs zusammenbauen, tolle Stücke wie das von einer euphorischen Keyboardsirene getragene „Children“ zum Beispiel. In Würde weitermachen, bei denen sieht das so leicht aus.

“In The Grace Of Your Love” wird am 2. September bei Cooperative Music/Universal veröffentlicht.


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