Beiträge zum Stichwort: Thom Yorke

[Album] Modeselektor - Monkeytown

modeselektorModeselektor haben sich im Laufe der Jahre zu einem der Exportschlager aus Europas Technohauptstadt entwickelt und stecken mittlerweile auch die großen Festivalbühnen von Lollapalooza bis SXSW in Brand. Im Zuge ihrer USA-Tour wurden sie von den lokalen Medien kürzlich als “Berlin’s Techno Provocateurs” gefeiert. Dabei provozieren Gernot und Szary gar nicht wirklich, sondern denken im Grunde nur in gewohnter Manier das britische Hardcore-Kontinuum mit den Mitteln von HipHop, Electro und allem, was man sonst so gerade interessant findet, weiter. Mit strammen teutonischen Beats hat die Musik von Modeselektor naturgemäß wenig zu tun. “Monkeytown” ist ein Allstar-Album geworden, das diesem Namen auch gerecht wird, denn für die Gästeliste würde wohl jeder halbwegs klar denkende Produzent töten. Der im Dunstkreis von Modeselektor schon öfter gesichtete Thom Yorke wurde für zwei Songs herangekarrt, es gibt einen catchy R’n'B-Track mit Miss Platnum, der die aktuellen Genrediven vor Neid erblassen lassen dürfte, und das Antipop Consortium und der ewig unterschätzte Otto von Schirach steuern noch die nötige Portion Wahnsinn bei. So konsequent wurde in der elektronischen Tanzmusik schon lange nicht mehr dick aufgetragen.

“Monkeytown” ist bereits bei Monkeytown/Rough Trade erschienen.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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Lali Puna - Our Inventions

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Im Zuge der pestigen Jahrzehnt-Charts zum Abschluss der ersten Dekade dieses Jahrtausends blieb ein Album dummerweise oft ungenannt: „Scary World Theory“, das 2001er Werk von Lali Puna. Nicht nur Thom Yorke war bekennender Fan dieser schmerzhaften Leichtigkeit, dieser sphärischen Schönheit und entrückter Electropoprock-Wucht. The Notwist mit engelsgleicher Frauenstimme sozusagen. Kein Wunder, schließlich war und ist Markus Acher ein Viertel von Lali Puna, die jetzt, vier Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung, die Wunden wieder schließen. Die Tracks sind knarzende Miniaturen, edel durchgängig in ihrer Pop-Coolness. Alles wie gehabt und geliebt. Bei „Move On“ erwacht die songgewordene Video-Ästhetik des lakonischen Außenseiters sogar zur Hymne und Valerie Trebeljahrs Stimme webt Spinnfäden, pflanzt Rosengärten, reißt Mauern ein. Mindestens bis zum Release des neuen The Notwist-Albums die Platte, die uns durch die kalten Nächte, die verregneten Sonntage und über die einsamen Autobahnen bringt.

“Our Inventions” erscheint am 9. April bei Morr Music.

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Thom Yorke - Hearing Damage

Die neue Single des Radiohead-Frontmanns, enthalten auf dem “Twilight New Moon”-Soundtrack. Keine zwei Meinungen: Top-Track!

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Helgi Jonsson - For The Rest Of My Childhood

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Ein weltweit bekannter Star wolle er werden. So die Ansage von Helgi Jonsson im Jahre 2005. Man mag diesen Übermut dem Umstand zuschreiben, dass er zu dieser Zeit in Österreich wohnte und dort die Einschätzung des eigenen musikalischen Talents ja häufig etwas verquer vonstatten geht. Mittlerweile ist Helgi wieder zuhause. In Island. Und wie es sich für ein Land mit der Einwohnerzahl einer gut gefüllten Telefonzelle gehört, hat jeder schon mit jedem. So war auch Helgi Jonsson schon mit Teitur und Sigur Ros im künstlerischen Bette. Einen Link zu seinem aktuellen Album zu finden, fällt dennoch schwer. “For The Rest Of My Childhood” ist ein typisch schwermütiges Pop-Album, das die benötigte Prise Melancholie und Tragik besitzt, allerdings keine Falltüren aufstellt, nichts hinter der nächsten Ecke vermuten lässt. Dafür trägt Jonsson auf dem Cover einen Hut, den U2-Frontmann Bono Ende der 80er auch gerne spazieren trug. Und man liegt auch nicht komplett daneben, wenn man die wabernde Stimme Jonssons irgendwo zwischen eben diesem und Thom Yorke verortet. Allerdings über spacigeren Songs als der Ire und weniger beeindruckenden als der Irre.

“For The Rest Of My Childhood” ist bereits bei Sevenahalf erschienen.

Foto: Lia Saile

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Radiohead vs. The Smiths

Mit einer wahren Coverversionen-Orgie haben die Mannen um Thom Yorke auf ihrem Webcast die Fans begeistert. Als Sahnehäubchen hier ihre - nicht wirklich um Distanz zum Original bemühte - Interpretation des Smiths-Klassikers “The Headmaster Ritual”.

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