[Album] Big Talk - Big Talk
11. Juli 2011
Ronnie Vannucci hat das Trommeln bei The Killers nicht mehr genügt. Zu viele Ideen seien unvollendet, ließ er kolportieren. Da muss man doch was machen. Zum Beispiel ein Soloalbum. Big Talk ist der Name dafür, als Band, als Albumtitel. Und Vannucci weiß, wie hart der erste Satz treffen muss: „It’s not too early for whiskey.“ Okay, zugegeben ein harter Punch zu einem Song, der die James-Dean-Bradfield-Gitarre quengeln lässt und schmutzige 80s-Rock-Fantasien bedient. Ein absurder Umstand, der einen im Laufe dieses Albums noch häufiger ins Grübeln bringt. Macht der das absichtlich? Seine Lieblingskünstler seien doch Tom Waits und die Talking Heads, Tom Petty And The Heartbreakers. Einzig die astreine Perfektion bei dem, was er da tut, mag dem gerecht werden. Musikalisch wurzelt „Big Talk“ im feuchten Boden, auf dem unzählige Teenager-Komödien gedreht wurden und irgendeiner eben den Job übernehmen muss, die Cabriofahrt Richtung Sommerferien mit einem überdrehten Stück Musik zu untermalen. Vannucci ist dieser Mann. Ach, und The Beatles kann er auch: „The Next One Living“. Neben „No Whiskey“ ein irgendwie deplatzierter Eckensteher auf einer Party, die rummst und wackelt und Bierdosenstechen zur olympischen Disziplin erhebt. Alles dufte, alles clever, alles mitreißend. Alles schrecklich egal.
“Big Talk” erscheint am 15. Juli bei Epitaph/Indigo.
Alben, Musik
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