Beiträge zum Stichwort: Who Made Who

Kasper Bjorke - Standing On Top Of Utopia

23058353Mit Tomboy von WhoMadeWho unterhielt der Kopenhagener DJ und Produzent Kasper Bjørke bis vor Kurzem noch das etwas käsige Houseprojekt Filur. Als Remixer kennt man ihn durch seine Arbeiten für die Ting Tings, Trentemøller und eben WhoMadeWho. Sein zweites Soloalbum “Standing On Top Of Utopia” erscheint auf dem relativ neuen Label Hfn Music, das uns im letzten Jahr bereits die famose, vom Kopenhagener Hafen inspirierte Trentemøller-Mixcompilation bescherte. “Standing On Top Of Utopia” bewegt sich zwischen Pop, No Wave, Balearic und House, wobei das Tempo meistens gedrosselt wird. Die Gastvocals stammen von befreundeten Künstlern wie Jacob Bellens von der Indieband I Got You On Tape. Daraus ergeben sich entspannte Downtempo-Synthiesongs, manchmal mit einer gewissen Nähe zu zeitgenössischen Poppern wie Phoenix oder Zoot Woman. Wirklich herausragend sind aber tatsächlich jene Instrumentalstücke wie das verspulte druckvolle “Fido & Friendly Ghost”, die zeigen, dass seine eigentlichen Wurzeln im House liegen.

“Standing On Top Of Utopia” erscheint am 12. Februar bei Hfn Music / Rough Trade.

Erstveröffentlichung des Artikels bei Intro.

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WhoMadeWho - The Plot

5161s4xdsel_sl500_aa240_Es gibt ja so Bands, die vor Cleverness kaum noch geradeaus laufen können. Hot Chip sind solche Kandidaten und Who Made Who, benannt nach dem AC/DC-Klassiker, gehören ebenfalls zu dieser Kategorie Musiker, denen man scharenweise zu Füßen liegt, sich mit ihrer genreübergreifenden Wichtigkeit schmückt und ab und an für ihr kunstgewerblerisches Spiel Missgunst zollt. Tomas Barfod, Jeppe Kjellberg an der Gitarre sowie Sänger und Bassist Tomas Hoffding machen es einem diesbezüglich beim neuen Album „The Plot“ nicht einfacher. Konnte man ihren vorhergegangenen Output noch getrost unter der Rubrik „Dance-Punk, aber harmlos“ ablegen, berserkern sie sich nun gewaltig durch die Jahrzehnte. Das mag man als Wissen um die Kraft der jeweiligen Epochen gutheißen oder als schamlosen Diebstahl brandmarken. Die Wahrheit liegt dann doch manchmal in der Mitte: Auf Platte seelenlosen Malen nach Zahlen, live von mitreißendem Appeal geprägt.

“The Plot” ist bereits bei Gomma erschienen.

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